besitzers an der betreffenden FPÜ. handelt, wenn also, um
auf den Ausgangspunkt zurückzukehren, der Fall einer in
Gemeinschaft begangenen FPÜ. vorliegt! In diesem Falle
tritt es noch mehr als bei den bloßen Haftungsfällen klar
zutage, daß der Gewaltunterworfene lediglich im Interesse
und lediglich auf Anregung des Waldbesitzers die polizeiwidrige
Handlung vornimmt. Gerade das Mitwirken des
eigentlichen Interessenten läßt diesen als Hauptschuldigen
erscheinen und rechtfertigt es hier noch mehr aus Billigkeitsgründen
auf die Bestrafung des mitwirkenden Gewaltunterworfenen
zu verzichten.
Jetzt wird auch klar, warum der Gesetzgeber in Art. 57
nur der von Waldbesitzern in Gemeinschaft begangenen
FPÜ. Erwähnung tut, die Möglichkeit des Mitwirkens der
in Art. 69 aufgezählten Personen aber gänzlich unbeachtet
läßt. Teilnahmehandlungen von Personen, die in concreto
stets straffrei gelassen werden, kommen bei Aufstellung eines
Straftatbestandes über das strafbare Zusammenwirken
mehrerer zu einer FPÜ. füglich nicht in Betracht.
Wie aber dann, wenn bei der Vornahme der forstpolizeiwidrigen
Handlungen Personen teilnehmen, die bei
strenger Interpretation des Begriffes nicht als ‚Waldbesitzer““
erscheinen und auch nicht unter die Kategorie der in Art. 69
aufgeführten Personen zu subsumieren sind ?
Bezüglich der Beantwortung dieser Frage liegen mehrere
oberstrichterliche Erkenntnisse vor, die aber alle, mehr
oder weniger, zu ganz verfehlten Resultaten gelangt sind
und sich lediglich darauf beschränken, den durch ein sehr
weit zurückliegendes Erkenntnis (vom 22. Januar 1858;
siehe Roth S. 516) ausgesprochenen Gedanken, daß der
Waldbesitzer auch ın dem Falle ausschließlich haftet, ‚wenn
andere fremde Personen, z.B. infolge Vertrags, mit seiner
Bewilligung eine forstpolizeilich verbotene Handlung in seinem
Walde begehen“, ohne weitere Prüfung als geltendes Recht
zu sanktionieren.
So hat z.B. dem obersten Gerichtshof für Bayern
folgender, im 9. Bd. S. 500 wiedergegebene Fall zur letztinstanziellen
Verbescheidung vorgelegen: