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vatmaͤnnern. Der, dessen Sache es eigentlich gewesen waͤre,
sich darum zu bekuͤmmern, sieht muͤßig zu, braucht, was ihm
von einzelnen Gelehrten gleichsam unter die Hand gelegt wird.
Erst dadurch wird er aufgeweckt, daß endlich eine Sammlung
zum Vorschein kommt, die gar zu viel in foro unbrauchbare
Stuͤcke euthaͤlt, und selbst da noch muß er erst dazu aufgefordert
werden.
c) Die fünf hier erzählten Sammlungen sind weit nicht
alle, welche in dieser Periode gemacht wurden, sondern nur
gerade diejenigen fünf, welche sich durch Zufall und Namen
ihrer Verfasser vor den übrigen hervorarbeiteten. Mit dem
Eifer, womit man zuerst über Gratians Dekret herfiel, Glossen
und Kommentarien, oder, wie sich dieses Zeitalter dfters
ausbrückt, apparatus dazu schrieb, mit eben dem Eifer machte
man, nachdem Bernhard gleichsam das Signal gegeben hatte,
Kollektionen von Dekretalen. Es wäre unnütze Mühe gewesen,
sie alle aufzuzählen; den fünf angeführten gibt es auch
einen vorzüglichen Grad von Wichtigkeir, daß Raymund bei
seiner Sammlung dieselben zum Grunde legte. Viel leichter
waren diese Dekretalen-Sammlungen zu verfertigen, als vorher
die mannichfaltigen Collectiones canonum waren, besonders
für den, der zu Rom war; denn er konnte in der dortigen
Regisiratur die Verordnungen der Päbste sehr leicht zusammensuchen.
d) Der Name Deerctalis äudert nun in diesen Zeiten
seine Bedeutung fasi ganz. Erst hieß er so viel als Antwort
des Pabstes auf eine gemachte Anfrage, noch ohne daß gerade
diese Antwort cine verbindende Krast hatte. Jetzt aber
beißt Dekretale eine Decision der rômischen Rota,
jede Entscheidung, welche der roͤmische Gerichtsbof in einem
Prozeß gab. Bei der erstaunlich großen Menge von Prozessen
und Appellationen, die nach Rom kamen, mußten sich
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