Metadata : Archiv für öffentliches Recht.Siebzehnter Band. (17)

Die  Liquidationen  des  deutschen  Besitzes  in  den  Kolonien  Englands
  sind  mit  unerhoͤrter  Ruͤcksichtslosigkeit  unter  Vernichtung
großer  Werte  vor  sich  gegangen:  die  Ausnutzung  des  „Trading
with  the  Enemy“-Gesetzes,  um  sich  geschäftlichen  Verpflichtungen
  zu  entziehen,  die  Vernichtung  von  Geschäftsbüchern
nach  gründlicher  Durchstöberung  zum  Zwecke  des  Aufspürens
von  Geschäftsgeheimnissen,  alles  unter  der  Maske  einer  behördlichen
  Aufsichtsführung,  das  hat  gezeigt,  wie  die  Regierung,  die
heute  in  England  an  der  Macht  ist,  diesen  Krieg  in  der  Tat  zur
Vernichtung  des  deutschen  Handels  führt.  Lloyd  George  hat
es  in  seiner  großen  Offenherzigkeit  selbst  eingestanden.

3.  Deutsche  Antwort  auf  englische  Anklagen.

Das  erklärte  Ziel  der  englischen  Regierung  ist,  dem  deutschen
Volke  sein  Recht  auf  friedliche  Entwicklung  zu  verkümmern.
England  beabsichtigt,  Deutschlands  Kolonien  zu  annektieren.
Anfangs  hatte  England  gezögert,  sich  auf  diesen  Punkt  festzulegen.
  Vielleicht  mit  Rücksicht  auf  Amerika,  wo  man  es  für
nötig  hielt,  zur  Erleichterung  der  englischen  Propaganda  die
absolute  Uneigennützigkeit  der  englischen  Kriegsziele  zu  betonen.
Klarheit  über  die  Ziele  der  englischen  Regierung  schuf  insbesondere
die  Rede  von  Lord  Robert  Cecil,  die  er  am  16.  J.  1917  im  Unterhause
  gehalten  hat,  als  er  dazu  aufgefordert  wurde,  sich  zum
Programm  der  russischen  Regierung  „Friede  ohne  Annexion“
zu  dußern.  Ich  habe  mich  mit  dieser  Rede  am  7.  ö.  1917  in
Leipzig  auseinandergesetzt  und  lasse  die  wesentlichen  Punkte
aus  meiner  dort  gehaltenen  Rede  hier  noch  einmal  im  Zusammenhang
  folgen:  Lord  Robert  Cecil  sagte  wörtlich:

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