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lenen Kirchenzucht war. Man heißt diese Synode die Trul,
lanische, weil der kaiserliche Palast, in welchem sich die
Spnodal-Väter versammelten, Trullum genaunt wurde. Auf
dieser Versammlung wurde nun endlich festgesetzt, was bisher,
da die Kirche nun schon steben Jahrhunderte lang stand,
nicht festgesetzt worden war, was für Kirchengesetze
gelten sollten. Der Zufall und die Gewohnheit hatten
bisher die Menschen einzig geleitet; man hatte gebraucht, was
gerade unter die Hände fiel, und was man einmal gebraucht
hatte, das behielt man ohne weiteren Zweifel. So ging's
im Orient wie im Occident; nun aber im zweiten Kanon dieses
Concilii wurde feskgesetzt, welche Synodalschlüsse
künftighin gelten sollten, was für Epistolae canonicae
künftig augenommen würden. Die Synode war nicht bloße
Synode des Orients, sondern, da Rom damals unter der
Oberherrschaft des griechischen Kaisers war, so erschienen auch
rômische Abgesandte auf derselben, und man sollte nach dem
ganzen Verhalten des römischen Bischofs vermuthen, daß auch
er die Schlüsse dieser Synode sich würde gefallen lassen. Sie
enthielten aber zu Vieles, das der ganzen bisherigen Kirchen-Disciplin
der rômischen Kirche entgegen war, als daß sie der
rômische Bischof wirklich hätte aunehmen können.
In diesem zweiten Kanon, worin die Stücke bestimmt
wurden, welche künftig zum Codexr canonum ecclesiae gehören
sollten, war der Dekretalen rdmischer Bischoͤfe mit keiner
Sylbe gedacht, und doch schon über ein Jahrhundert waren
diese vollkommen gangbar; sie hatten eben das Recht, als
Kirchengesetze zu gelten, welches die andern Epistolae canonicac
Patrum hatten, es war also unmöglich, daß man diese
Schlüsse zu Rom annehmen konnte.
Selbst aber auch im Orient wurden dieselben nicht zum
genauesten befolgt. Kein Kaiser hatte jetzt mehr die auege-