Metadata : Archiv für öffentliches Recht.Elfter Band. (11)

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Eingreifen  in  einander  zur  Zeit  noch  die  Lücke  auf,  dass  die  Rente
keineswegs  sich  immer  sofort  an  das  Aufhören  der  Krankenunterstützung
  für  Erwerbsunfähige  anschliesst,  und  dass,  sofern  die
Wiederherstellung  anfänglich  nicht  für  unwahrscheinlich  gehalten
wurde,  der  Patient  ein  halbes  Jahr  und  länger  lediglich  auf  sich
selbst,  auf  Armenunterstützung  oder  wohlthätige  Vereine  angewiesen
  sein  kann,  da  unter  den  Zwangskassen  nur  verhältnissmässig
wenige  sind,  welche  über  13  Wochen  hinaus  Krankengeld  zahlen;
die  Betriebs  (Fabrik)-Krankenkassen  sind  in  dieser  Beziehung  am
günstigsten  gestellt,  die  Ortskrankenkassen  aber  haben  aus  den
oben  angedeuteten  Gründen  mit  so  viel  Schwierigkeiten  zu  kämpfen,
  dass  nur  wenige  von  ihnen  zur  Gewährung  der  längeren  Unterstützung
  im  Stande  sind.  Mit  Rücksicht  hierauf  wäre  es  erwünscht,
wenn  die  Invalidenrente  für  die  nicht  dauernd,  sondern  vorübergehend
  Erwerbsunfähigen  nicht  erst  nach  Ablauf  eines  vollen
Jahres  ($  10  des  Inv.-  u.  Altersvers.-Ges.),  sondern  schon  nach
Ablauf  der  statutenmässigen  Krankengeldbezugsfrist  beginnen
  würde,  spätestens  aber  nach  den  ersten  26  Wochen.  In
ähnlicher  Weise  gliedert  sich  bekanntlich  die  Unfallversicherung
mit  Schluss  des  ersten  Vierteljahrs  an  die  Krankenunterstützung
an,  ohne  dem  wohlthätigen  Eingreifen  der  Berufsgenossenschaften
vor  Ablauf  jener  Zeit  Schranken  zu  setzen  (vgl.  8  76°  und  ®  des
Krankenvers.-Ges.,  neue  Fassung).  Wie  das  Rundschreiben  des
Reichsversicherungsamts  vom  9.  Jan.  1896  (Amtl.  Nachr.  1896,
S.  159ff.)  ersehen  lässt,  dass  die  Berufsgenossenschaften,  besonders
  die  industriellen,  mit  der  zeitigen  Einleitung  des  Heilverfahrens
  ganz  vorzügliche  Erfolge  erzielt  und  manchem  gegen  sie
gerichteten  Angriffe  die  Spitze  abgebrochen  haben,  so  darf  auch
erwartet  werden,  dass  die  Vorstände  der  Invaliditäts-  und  Altersversicherungsanstalten
  auf  demselben  Gebiete  nicht  zurückstehen
werden.

Voraussetzung  hierfür  ist  allerdings,  dass  es  ihnen  zu  solcher
Thätigkeit  nicht  an  den  erforderlichen  Geldmitteln  fehle,  und  dass