— 171 —
Aber, meine Herren, diese Aussicht darf uns nicht abhalten,
das Gesetz, das heute vorliegt, und mit ihm zusammen das Gesetz
über die Kriegsgewinnbesteuerung der Reichsbank, wo ja die Verhältnisse
erheblich durchsichtiger und einfacher liegen, jetzt so
rasch wie möglich zu verabschieden. Einen Aufschub können diese
Gesetze nicht vertragen. Namentlich das Gesetz über vorbereitende
Massnahmen muss rechtzeitig fertiggestellt werden, um zu verhindern,
dass Gesellschaften in grossem Umfange über die Gewinne
des zweiten Kriegsgeschäftsjahres frei verfügen können.
Das wäre der Fall, wenn das Gesetz nicht in diesem Tagungsabschnitt
des Reichstages zustande käme. Ich habe also an das
hohe Haus die dringende Bitte zu richten, die Beratung des Gesetzentwurfs
so sehr wie irgend möglich zu beschleunigen.
Ueber Einzelheiten brauche ich mich hier nicht weiter zu
verbreiten. Sie werden ja wohl die Verweisung des Gesetzes an
die Kommission beschliessen, und dort wird selbstverständlich jede
irgendwie gewünschte weitere Auskunft erteilt werden.
Wie gesagt, ich hoffe, es wird gelingen, die beiden Gesetze
ın diesem Tagungsabschnitt fertigzustellen und damit einen ersten
Schritt zu tun zu dem praktischen Ausbau eines grossen, für
unsere Zukunft wichtigen Werkes, das dem gesamten deutschen
Volke ın allen seinen Teilen am Herzen liegt.