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bald den Kammermeister oder Kirchendirektor rufen lassen
würde, und wenn vielleicht höchst wichtige Fälle kommen sollten,
wo schnell entschieden werden mußte, die Geheimenräthe
zur Hülfe haben könnte.
Unter diesem Namen faßte man nämlich den Land-Hofmeister,
den Kangler, den Bice-Kanzler und
Dr. Kilian Bertschin zusammen, und so wenig derselbe
als Gesammtname schon unter Herzog Chrisioph gangbar gewesen,
ob er schon wohl auch damals nicht fremd seyn mochte,
so schnell wurde er gleich nach Herzog Chrisiephs Tode eine
ganz gewöhnliche Bencnnung.
Mit diesen Namen unterschrieben sie sich selbst in vielen
ihrer Gesammtschreiben, 5) und wenn schon der Lond-Hofmeis
sier, der Kanzler und Vice-Kanzler, sobald sie einzeln unterschrieben,
ihren alten, ehrwürdigen Amtsnamen ganz allein
brauchten, auch Dr. Kilian Bertschin seinem Namen nichts
Besonderes beifuͤgte, so hieh es doch wohl bisweilen in öffentlichen
Akten und Profokollen, daß Dr. Kilian Bertschin einer
der Geheimen sey. 29)
Es findet sich auch im Archio unter den sogenannten
Dienerbüchern ein Original-Vergeichniß sämmtlicher Kanzlei-Verwandten
vom 18. April 4569, dessen Anfang folgender
ist:
*) S. im Archiv unter den Ludwigischen Vormundschafts-Akten
ein Schreiben der wirtembergischen Geheimenräthe
an Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg vom 22. März
1569, und ein anderes Schreiben der wirtembergischen
Geheimenräthe an sämmtliche Fürsten-Vormünder vom
43. April 1569, und mehrere ähnliche Aktenstücke.
**) S. das Protokoll über den zweiten vormundschaftlichen Abschied.