Full text : Deutsches Kolonialblatt. VIII. Jahrgang, 1897. (8)

 

.

  
 

–x  —  r.

 

 

Aummer  93

Bwerischer  Landiag.

Wiige  Fragen  des  Postverkehrs.

s  unchen,  19.  4.  Verlehrsminiĩter  von
Seidlein  teilie  hrute  im  Landtag  mit,  sdie  tieuerliche
  Heranziehung  ded  Postverkehro  zu  Reichsadgaben
  sei  uegen  der  Zwangslage  der  Reichslasse
  unumgänglich.  Man  lönne  erwarten.  daß
der  Pottverlehr=  auch  diese  Erhöhung  ertrage.
lleber  die  Frage  #n  Pousparkaisen  werde  die
Postverwaltung  mil  den  anderen  Ministerien
beraten.  Die  Eimickung  dis  F  zugpostverkehre
für  Postsacken  und  Personen  werde  im  Leatschen
  Reiche  moöglichst  einheitlih  erfolgen.  Durch
die  Erric,  tung  eine:  Verbandes  deutscher  staatlicher
  Kraftwagenoe  rdände  wolle  man  Einiluß
auf  die  Marltlage  und  gunnige  Bedingungen
beim  Einlaufe  geminnen.

Die  8  Krlegsanleibe.

**  Berlin.  19.  4.  Die  Enzahlungen  auf  die
8.  Kriegvankeihe  übersteigen  schon  jebt  diejenigen
  bei  der  7.  Anleill  um  1.  WMill
liarden  Mark.  Darnach  darf  man  wohl
schließen,  daß  auch  die  Keichnungen  diesmal  ein
entsprechkend  höheres  Endergebnis  aufmeisen  werden.


  

 

Einzelergebnisse  in  Bayern.
Munchen.  19.  J.  Das  Ergebnis  der  Jeichnungen
  auf  die  achte  Kriegsanleihe  im  Bezriie

der  Neich-baulhaupter  le  München  hat  sich  seit
gestern  um  saft  100  Millionen  ver—
mehrt.  Nack  der  bicefberigen  ahlung,  die  noch
nicht  beendei  im.  erreichten  die  Jeichnungen  im
Bezie  le  der  Reichs  banlhaupin  elle  Münd  en  416
illionen.  Bei  der  endgülligen  enstellung
wird  diese  Zumme  noch  eine  weitere  Erhöhung
erfahren.
Bei  der  Reich  ebant  in  Würiburg  wurden  ohne

 

 
    
 

    

die  Rebepeilm  à5  160  500  Mk.  gezeichnel
Bei  der  ig  zneilbncnitenl  Nunberg.  beltragt
  #es  Ergebnis  162  Millionen  Mark  gegen

116  Millionen  bei  der  v.
Bei  der  i  Uanlicebene!  le  Fürth  wurden
gezeichnet  10.0  Mmionen  geden  I  Millionen

AKrtiegsamleihe.

 

*—

bei  der  #.  Kriegranlei#e.
Im  Bezir!  der  Stadt  Bayrenulh  wurden
1071360°%  l.  Tnrgen  0.5  63#0  M.  bei  der  7

 
 

Kriegsanieihe  ges  i.

Bei  der  B  B.  amberger  Reid#banknebennelle  haben
  die  Zeichnungen  dar  unerw  artet  hohe  (Ergebnis
  von  25.7  Millionen  Marl  ergeben.  "5
Das  Ergebnis  im  Re  eich  ban  teixl  Augeburg.
umassend  die  e  Kemplen,
Kausenten,  Lier  oreingen  beträgt

E  *(“1.77  Millionen
2en  Mark  bel  Ver  7.
irl  .  burg  allein
lü#nnen  Mark  gegen  45,132
der  #.  K#legeanleibe.

 

    
 

—

   
  
  

 

Kriegranleihe.  T
zeichnete  C0.621
Millionen  Marl  bei

Mchener  Neuigkellen.
Alünchen,  den  00.  April.

Glohßer  Pelzdiel't  tahl.  Während  der
Ausgeler  ener  rügen  Ve—  in  in  einem
Hause  an  der  Joseisttaie  Peliwaren  abholic.
  i#nhl  in  isck  %  Dieb
seinen  Ecke  Franz  niĩtcahe  ste  ·
lenden  Da  *1  HB  15150  Mk.
——  „nussen,  Kragen  u.  a.
lagen.

An  den

 

 

r#  rann
rl*-“!

     
     

eines  unerlaubten

Folgen
Eingrifss  Larb  in  einem  Hause  an  der  Raipstraße

  eine  27  jährive  Schneizerstochter  aus  Geisenfeid.



 

Sgnerische  Nacheichtes.

Eine  Miilchfälschung  von  seltener
Niederkträch  ligkeit  ließ  sich  die  Landwirtsehefrau
  Pauline  Zimmermann  von  Inningen
zuschuiden  kommen.  Die  wegen  Milchverwaserung
  schon  erheblich  vorbestrafte  Pantscherin
setzte  neuerdings  der  bei  ihrem  landwirkschaftlicen
  Betriebe  gevonnenen  Micch  bis  zu  00  Prozent
  Wasser  Zu  *7  Urleil  lautie  auf?!  Monate
Gefängnis  und  90  Marl  ()  erdstrafe  oder  weilete
  50  Tage  Ges  sängnis.  er  Amtsanwalt  hatte
1000  Mark  Geld'trafe  und  3  Monate  Gefängnis
beantragt.

Tödlicher  Ausgang.  In  einer  Fabrik
an  der  Adamstraße  in  Nurnberg  verunglückte  ein
1!7V  jähriger  Arbeiter.  dem  iniolge  Hängenbleibens
  an  einer  Transmission  der  rechte  Arm  ausgerissen
  wurde.  De#r  Verunglückte  ist  im  Krankenhaus
  seinen  Verienungen  erlegen.

Fliegerabsturz.  Gestern  Nachmittag  ist

in  Bamberg  der  Fliegerunteressigier  Fran  Grüner

  aus  Hof  bei  einem  Aebungofluge  abgestürzt
und  blieb  tot  am  Platze  liegen.

Rosenheimer  Anzeiger

Grenz  ande.

Salzburg  18.  4.  Der  Rucktritt  Graf
Czernins  machte  hier  einen  solch  niederschmetternden
  Eindruck,  dah  einzelne  Häuser  schwarz

«  beflaggten.  Die  Presse  soh  rieb  von  einer  verlorenen
  Schlacht.

Innsbruck,  18.4.  Todessall.  Im  Witer
von  83  Jahren  starb  uncrwartet  schnell  einer
der  angesehensten  Bürger  dahier,  Anton  Schumacher
  von  Marieuftid.  der  ehem.  Vesiger  der
Universitätsdrucwerei.  Der  Verstord##ne  gehörte
27  Jahre  dem  Gemeinderate  an.  Von  1877  bio
1896  war  er  Bizebürgermeister  der  Landeshauptstadt.
  Schumacher  belleidete  eine  Neihe
von  Ehrenämtern,  für  meiche  Verdienste  ihn  die
Stadt  zum  Ehrenbürger  ernannte.

Bs#nerisches  Oberlauo.

Bad  Uibiing,  18.  4.  Der  Kur-  u  L
Verschönerunge  vverein  hielt  gestern  im
Schuhbräu  seine  ordenttiche  Mitgliederrersammlung
  ab.  Der  1.  Vorsitzende,  Herr  Vürgermeister
Ruf.  begrüßte  die  Erschienenen,  insbesondere
Herrn  Regierungs  brrat  Popy.  Schriftführer  Lehrer
  Perzimaner  verla  hierauf  den  Jah  resbericht;
Lerr  Braucreibesiger  Wild  den  Koassenbericht.

Die  Einnahmen  be  liefen  lilh  in  rus  e  1916  17
auf  15  523  Ml.,  die  Aurgaben  auf  11730  Mi.,
sodaß  ein  Aktivreft  von  302  Ml.  verblied.  Die
Gemeinde  leittete  hierzm  1500  Mk.  Ueder  die
Fahrerkasse  referierte  8.  Bürgermeister  Ruf.
Von  377  vorhandenen  Sremplaren  ur  ud  n  311
verlauft  und  10  gra#i:  ubgegeben.  sodaß  nur
nod.  56  Stuck  rorhinden  find.  11  ausgeloite  Anleilsch
  eine  sinnd  noch  Vich  eingelon.  Den  beiden
Kaffieren  u#urde  ung  erieitt.  Sodann  referierle
  Herr  Bürgermieister  Ruf  über  Verpfle-Lung
  und  Kurmusik  während  der  Kurzeit  1918.
Er  bzeic  nete  die  Verhaiinisse  als  schwierig,
glaubt  aber  burck  vernünfligen  n  iamerardeilen
  mi:  Scteibitzern  un  Wern#seicn  durchmilommen.
  DHeir  Regierungsrat  Popp  verbreilete

  sid  Tieranf  in  ausführl.  Weise  #er  die  Verbpflegungs#ve#rhältnisse
  u#hrend  des  niners.
Vei  wiederholten  Vesprech  ungen  im  Mi  lerium
der  J#ern  wurde  aurkannt,  daß  man  Kurorte
mit  allerworbe  nen  Reä  Un  nicht  schädigen  dürfe,
solange  es  veimiedrn  werden  kann.  Auf  Ersuchen
des  Herrn  Regierurg  rat?  mwurd:  Aibling  den
k.  Bädern  in  der  Zuteiung  von  Lebene#mitteln
gleickgesiell.  Mi:  Milch  ind  mir  gut  verforgt.

Sirabksesernen  befriedigend,  auch  die  Fettmenge
  kann  fräter  #  elle  eicht  erht  eoht  werden,  aber

lunl  ieri

 

 

 

  

 

  

  

 

   
   

     
  

müssen  ihre  :--11«c1(I-rc«knnlsn.


arer  auch  die  Ei  eimischen  dürfen  nicht  zu  kurz
lkommen.  Auch  müssen  Hotelbefiger  und  Ver-Mieter
  darauf  bmeisen,  daß  di:  Kurgäste  das
Hamstern  unterlasien.  Genngfamkeit  ur  1  ein  gewisser
  Tatt  ist  notw  endig  zuni  Durchtzalten  und
er  billet  in  diesem  Sinne  um  Mitarbein.  Der
Vorsitzende  dantie  Herrn  Regierungerat  Vopo
für  soine  interessanten  Ansührungen,  ebenso  dem
Schriftführer,  dem  Kassier  und  dem  Kurhausverwalter
  Benkert  für  geleillete  Arbei.  de#:  Varanschlag
  für  1913,  der  mi1  17  800  Mk.  bilanziert,
murde  genehmigt.  Für  Kurkonzerle  sind  bierin
3000  Mk.  vorgesehen.  Auf  Antrag  des  Herrn
Baumeisters  Gärtner  wird  der  Ver.  in  um  cinen
Gerneindezuschkuß  von  3000  Mi.  für  1916  17
nachsuchen,  um  einen  Reserrefonde  zu  haben.
Bad  UAibling,  den  19.  April.  3.  Kriegsleihe.
  Die  Le##nungen  aus  dem  Briirke
aioret  brtrre::  6%0%000  Mark  von  2130
Zeichnern.  #ieganleihe:  2  6506.00  Mark.)

Kokalaachrichlen.

*  Rosenheim,  den  20.  April.

St#tre  Spiostenheime

Morgen.  Sonnag  und  am  Moanta  ig  soll  auch
bier  eine  Sammlung  für  Soldatenheime  durchgeführt
  werden.  Soldatenheim.  Heim  in  der
Inbegriff  aller  Traulichkeit,  des  Killen  Glükter,
  des  Reichtumo  und  der  Zufriedenheit.  Wer
lein  Heim  hat.  in  arm.  Es  gibi  Heimlose:  Milliondre
  und  bei  all  ibren  Schätzen  sind  (ie  zrm.
Ruhetos  irren  sie  über  die  Erde  und  sinden
zmar  Terstreuung,  aber  kein  Glück,  keine  Befriedigung.
  Heim!  Mit  diesem  Wort  wird  in
uns  die  Erinnerung  lebe  ndig  an  tausend  glückliche
  Stunden.  Wer  ein  Leim  hat,  hat  auch
Schutg.  Schon  längst  haben  #ir  Heime  für  Gesellen,
  für  Arbeiter,  Kauslen#.  Namn  wollen  und
sollen  uir  Soldatenheime  buen.  Wir  haben
lereitso  Soldatenheime  und  ie:  haben  sich  trefflich
  bewährt.  Aus  dem  bayerischen  Soldatenheim
  in  Bukarest  kommt  mir  die  Botschaft  zugeflogen:
  „Ich  sitze  gemütlich  im  Zoldatenheim
und  lese  im  Anzeiger,  das.  Sie  glauben

 
 

 

 

 

 

Hedle  Rosenheimer  BHer

 

 

gar  nicht,  was  für  eine  Wohltat  so  ein  Soldatenheim
  ist.“  Ja,  das  Soldatenheim  ist  eine  große
Wohltat  für  unsere  Feldgrauen.  Wenn  sir  aus
ihren  gasschwangeren  Grüften  h.rauf  fsteigen  und
aus  Eisenhagel  und  Blutdam##)#  zur  woh  verdienten?
  Ruhe  wiederleh-  en:  finden  1  im  Soldatenheim
  cin  Stück  Heimat  uierer.  Im  Soldatenheim
  wandert  ihnen  gleich  am  die  Heimat  nach:
die  Heimat.  für  die  sie  lämpfen,  ieiden,  Oluten,

nserben;  die  Heimat,  deren  Gedenken  noch  ein
gwigen  Lächeln  auf  die  ersterbenden  Lippen  zeichret.
  Im  Soldatenbeim  grüßen  Heimatkilder.

Dort  llingt  Heimatlied  und  Heimatsage;  dort
kramen  Heimalkücher  und  Heimatblatter  ihr
Wissen  von  der  Heimat  aus;  dork  liest  der  eldat
die  Heimatberiese  und  dort  schreibt  er  an  die
Heimat.

Soldatenheim  ist  dem  Krieger  Schutz  und
Schirm  vor  dem  Sumpf  und  Schlamm  d
der  verlorener  (Gass  en  und  dem  Giftqualm  verrufener
  Kneipen.  Die'e  Wohltat  möglichst  vielen,
ja  allen  Soldaten  zuzusehren.  int  der  tiesere
Grund  der  Sammlung  für  Soldatenheime.  Das
wird  nicht  verfagen.
Auf  die  Heizen,  auf  die  Taschen!

·"

Auszeichnungim  Felde.  Mir  dem  Eisernen
  Kreuz  2.  Kl.  murde  ausgeziichnet.  Unteroffizier
  Pevi  Cadinger  bei  einer  beyr.  Aemee-Kraftwagen-Kol.
  als  Sohn  des  Zugiührero
Jas.  Fadinger  von  —T

Beförderung.  Der  Unteroffizier  und  Ofsiziersaspirant
  Hans  Neumüller,  Bankbeamter
von  Dier,  Mitlämpfer  in  dem  schmeren  Ringen
im  Westen  wurde  #en.  Vizeseldweb.  befördert.
Er  ist  Inhaber  des  Eisernen  Kreuzes  2.  Kl.  und
des  .  Mil.-Verd.-Kreuzes  &.  KI

.-  Königs  Beileid.
neir  des  Nönigs  inl  bei  de:  Gatin  Hes  auf  dem
Felde  der  Chre  *  efallenen  Stabs-  und  Regimentarzto,
  Lerrn  Dr.  Fe  T.  Eisenreich,  Schwiegersohn
  dis  Herrn  STanitälsrats  Heiüler,  ein
Schreilen  eingetroffen.  in  dem  König  Ludwig
in  huldoollen,  tröüenden  Worten  sein  Beileid
zum  Auedruck  bringt.

Joseph  Brandner  #.  Durck  das  Able-Len
  de:  Herrn  Joseph  Brandner,  Bahnschreiner
von  liir,  .at  der  Turnverein  don  1300en  ver- 



 

den  Verlun  erlitten.  Brandner  war  einet  der
lrüch  uno  erfolgretähnen  Turner  des  Berein-  —-Zuchtkcss«"ci111«aln-1q.nu«rut,s!.

nnthd  igen  Leistungen  vor  dir  .  isehen

lral.  Beim  Diutschen  Trnerfe  it  in
im  Jehre  i06  etrana  ert  oa2
Andenlen  des  begeiteiten
sache,  der  im  Alter  r###  33  Jal,
Kranlenhause  harb.  wu#rd  un  esgänglis;  #:  75*7  *

.  Kriegeanleihr.  Uu  dem  bereite  gemeldesen
  geitnungsergebnis  des  Garnisonbalaillons
  Nr.  1  mit  Mark  312  800  iommen  noch  Mk.
106500  des  Grens##  ut.  sodaß  vom  hief.  Gornisonbalailon
  inrgesamt  Mari  à310  ..00  gezeichnot
  wurden.

Die  Kapelle  des
LeistRegimen!t

Franl  furt
Ureis  -  Das

der  s  nn-  


   
 

 

 

Ersatzbati.  des  Inf
wird  morgen  folgende

tadtlonzeite  geben:  11  bis  12  Uhr  Mar-  Josesplan.
  14  bis  1.5  Uhr  Va  ahnhosplatz,  5  Kia
1.  6  Uhr  Rriegerdentmal  und:  i  3
Ulr  Salinengarten.

Bom  Wetter.  Dem  Regenwetler  der  lenz
ten  Tage  i!  Schneefall  nachgefolg!,  so  daß  inan
von  einem  ganz  abscheulichen,  nastlalten  Zudelmetter
  sorechen  lam.  Hofsfentlich  ill  der
April  in  seinem  letzten  Deillel  mit  derartigen

„Bescherungen“  spar'am.

Bollstheater.  Den  morgen  nachmittag
und  abend  statlfindenden  Aufführungen  des
Bachschen  Originalvollestucke:  „„Der  Kegeltoni
von  Schliersee“  dürfte  ein  guler  Besuch  beschieden
  sein.  Die  Neueinstudierung  des  Stückes
leitet  Direltor  Bach  selbst.  Der  „Kegelloni“,
der  hier  und  anderwärts  seine  Feuerprobe  glän:-zend
  heanden.  wird  eine  gute  Befekung  und
sorgsältige  Juszenierung  erfsahren,  so  daß  die
Theaterbesucher  wieder  eimnal  die  erfrischende
Wirkung  der  Darbietlungen  unseres  bodenstän
digen  Theaterunternehmens  erfahren  dürsten.

Ae  ber  ein  Gastspiel  von  Mitglie
der  n  unseres  Vollkstheaters
Reichenhall,  bei  dem  der  „Himmelhof“  gegeben
  wurde,  bringt  der  „Reichenhaller  Grenzbote“
  nach  lehende  schmeichelhafte  Kritik:  „In
den  Hauptrollen  lernten  wir  Matthias  Krämer
(Himmelboauer)  und  Fanny  Schmler  (Sina
in  ihren  vorteilhaften  Partien  kennen.  Einwand--in

  Bad
.  übte  einen  Selbstmordversuch.  indem  er  sich  mitl

 

Aus  dem  Kali- 



 

frei  in  der  Beherrsch  ung  der  Zzenen  rissen  #i:#

die  anderen  mit  sich  fort  und  halfen  zum  laulen
  Beifall  des  bis  auf  den  detzlen  (Platz  besetzen
  Hauses.  Von  den  übrigen  Darstellern  verdient
  Berta  Zmilling  (Mena)  noch  besonders
herrorgelhloben  zu  werden.  Das  Zusam

menspiel  klappic,  die  übrigen  Darstleller  taten  bhr.
Bestes,  um  das  Stück  über  den  Berg  zu  bringen.

Sonntag,  21.  Arrll  1918

Wenn  die  Nosenheimer  in  etlichen  Wochen  wicderkehren,
  sollen  si.  uns  willkommen  sein!“!

Sendet  Liebesgaben  an  vie  Frynt!
Wie  oft  haben  wir  seit  Monaten  die  Lebensmilteleinschränkungen
  bellagt,  die  es  uns  unmoglich
  machen,  das  Füllhorn  unserer  Liebesgaben,
wic  in  den  ersten  Kriegsjahren  über  die  Häupler
  unserer  tapseren  Kämpfer  zu  schütten!
Aber  nur  unsere  Kurzsichtigkeit  bedingt  solche
Klagen:  Unsere  Soldaten  wissen,  daß  diese
Maßnalnen  ein  eisernes  Gebot  der  Notwen
digleit  sind,  sollen  all  ihre  Wassenerfolge  nicht
zerschellen  an  dem  Wirtichaftstriege.  Darum
heißt  es  auch  in  vielen  Briesen  und  Karten:
„Behaltet  Eure  Lebenemittel,  Jr  leidet  unter
den  Einschränkungen  mehr  ale  wir.  die  wir  durch
di:  Heere:  Ssverwaltung  unmer  geungeny  versorgt

erden!  Um  eines  aber  billen  wir  Cuch  drin
gend:  Schafft  und  für  die  Zeit  der  Ruhestellung
  ein  Dach  über  Miisern  Haupte,  ein  men
schenwürdige:  Hein,  wo  wir  unsere  durchn  äßten
und  beschmugten  Kieider  wechseln  und  rei  nigen
lönnen,  wo  wir  ein  gutes  Buch,  ein  schön  es  Spiel
vorsinden.  wo  wir  unsere  Briese  auf  dem  Tische
schreiben  komen!  In  wessen  Busen  schlägt  Lohl
ein  Heiz  von  Stein,  daß  er  solcher  Bitte  nicht
willfahren  wurde.  In  unseren  Rosenheinern  ge
uiß;  nicht!  Freudig  und  reichlich  wollen  wir  hinlere
  Liebesgaben.  die  wir  jetzt  nicht  mehr  in
Feldpoitschachteln  verpacken  können,  amn  Sonntag
und  Montag  in  die  Sammelbüchsen  legen  und
die  von  RKunstlerhand  eniworfenen  reizenden
Postlarlen  erwerben.  Das  „Vergelt's  (Oott'".
mit  dem  liebenswürdige  junge  Ddimen  iede,  auch
die  kleinite  Gabe  quitlieren,  wird  ein  danlbares
Echo  finden  bei  unseren  Brüdern  und  Sohynen

um  Schützengraben.

Marineheime  Soldatenheime.
Mit  liesster  Danlbarkeit  und  Bewunde  rung  horen
  wir  täglich  von  den  unvergleichlichen  Taten
unserer  Helden  drauseen,  zu  Wasser  und  3#11Land.
Und  uniere  Danlbarkein,  die  wir  ihnen  saukzen.
wie  könnten  i  irfisse-;n.i0l.i?-iicf-»...iieials
  wenn  wir  ihnen,  die  uns  nah:zu  3  Zalre
Haus  und  Hef  beschirm  hab##n.  siels  auf  .  MNeur
hemüht  fsind,  ihre  Lage  üglich

 

 

i  orleich:  ern.  ü
und  stündlich  setzen  sie  ihr  Leben  fn  nir  ns:n  ein;  wie
wenig  erscheint  dagegen,  u  36  wir  ihren  geben.
Und  menn  in  diesen  Tagen  die  Sammlung  für
Soldatenheime  flattsinden,  dann  wollen  wir  aus)
unserer  treuen,  blauen  Jungen  gedenken,  die  in
den  wenigen  Heimen  so  danibar  die  Ruhe  Nach
schwerer  Fahrt  genießen,  um  neue  Krafte  zu  neuen
Talen  zu  sammein.  Ihnen  gilt  der  Abend  am
2.].  April,  vom  Flonenbund  deutscher  Frauen
reranfialtet.  Wir  boffen.  daß  das  schone,  vien
seitige  Vrogramm  ein  echt  volles  Haus  sehen
mg:,  zum  Beweis,  daß  aum  bei  uns  Lie  Leiun--gen
  unserer  Marine  rerllamen  und  gewürdigt
rerden.  Neben  dem  hochinteresianten  Film
„(Hraf  Dohna  und  seine  Möme“  dürften  auch
die  andern  Darbietungen  großen  Interesse  be—
g#cguen.  Das  übeize  Programm  ist  durch  die
Plakate  zu  ersehen.  Den  Vorverklauf  hat  die

Firma  Mulzer  Jigarrengeschäft  übernommen.
  Derselbe  begimt  Sonnteg,  den  21.
April.

Brand.  In  cinem  Nebengebäude  des  Anweseno
  der  Familie  Krarf  in  Thansau  brach
am  12.  Aprit  abende  10.  Ahr  einBrand  aue,
dem  das  Gebäude  samt!  Inhait,  Getreide,  Holz
und  Fahrnisse  zum  Opsei'  siel.  Den  Bemühan--gen
  der  Nachbarn  und  des  Wachkammandos  der
Ioisawcit  unter  Leilung  des  Direltors  Wiʒert

  lonnte  cs  nicht  mehr  gelingen.  den  Vrand
5  loschen.  Der  Schaden  beträgt  ungesahr  '00#
Mark,  da  bei  der  Brandversicherung  das  v.
gebrannte  Gebäude  nicht  eingeschloise  u  ar.  Die
Brandursacke  wird  auf  einen  Badosen  zurt  ad.
gesühbet.  der  lich  in  dem  Gebäude  *  d.

Ermittelter  Einbrecher.  er  ledige
Bäckergeselle  Martin  Pichler  von  gct  ing,  zuletzt
  bei  Bäckermeister  Buchecker  dahier  in  #zellung,
  wurde  alo  Täter  der  Posteinlruch  -
stähle  ermitielt  und  feslgenommen.

Aufgegrissen.  Ein  Reisteskranker  Dienitkuecht,
  chascher  aus  der  Heil-  und  (Pflegeanftalt
Gabersee  entwichen  ist,  wurde  hier  beiroffen  und
ins  Krankenhaus  eingeschafft.

Selbstmordversuch.  Ein  Schreiner  vereinem
  Taschenmesser  an  der  rechten  Halsseite.
am  linken  Handgelenk  und  an  der  linken  iSchlüsselbeingrube

  Stiche  beibrachte.  Grund:  Schwere
Kranlheit.  6
Auogewiesen.  Der  Schuhmacher  Thomas

Stodenreiter,  geboren  18.  Dezember  1880,  wurde
  mit  nunmehr  rechtslräftigem  Magistratsl
schluß  vom  13.  Oktober  1916  von  Diesem  Tage
ab  auf  die  Dauer  von  C#Jahren  aus  sder  Stadt
Rosenheim  und  den  Gemeinden  Aising,  Großgarelisenestd
  Happing,  Kolbermoor,  Pang,  Niedering,
  Stefanskirchen  und  Westerndorf  ausgewiesen.


Bergeßt  morgen  und  am  Montag  die  Spende

a  für  die  baverischen  So

 

datenheime  nicht!