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und andere Beschästigungsarten auf dem Lande immer mehr und
mehr und mit ihnen auch die Gegenstände, die an sie erinnern.
Diese Zeugen entschwundener Tätigkeiten und Zeiten müssen für
die Nachwelt gesammelt und in den Landorten aufbewahrt werden.
Als nächstes Ziel muß gelten, daß mindestens für jeden Bezirk oder
Kreis ein vorbildliches Dorfmuseum gegründet wird, das die geschichtliche
Vergangenheit einer Gegend und ihrer Bewohner an
konkreten Gegenständen systematisch und möglichst lückenlos vorführt.
Diese ländlichen Mustersammlungen werden auf die Be.
wohner der anderen Dörser in den betrefsenden Gegenden voraus.
sichtlich anregend und nacheifernd einwirken. Das wäre sehr zu
wünschen; denn jedes Schuldorf könnte eine solche Heimatsamm.
lung brauchen: im Unterrichte der Volks-- und Fortbildungsschule
würde sie als äußerst wertvolles heimatliches Anschauungsmittel
gute Dienste leiften.
Mittel und Wege. Als Voraussetzung bei Gründung
von Dorffammlungen hat zu gelten, daß geeignete. kostenfreie
Unterkunftsräume zur Verfügung stehen. Davon hängt wesentlich
das Fortbestehen und die Weiterentwicklung der Dorfmuseen ab.
Kleinere Sammlungen werden am zweckmäßigsten im Schulhause
untergebracht. Behufs mannigsaltigster Verwertung im Unterrichte
stehen sie dann dort jederzeit zur Verfügung. Die Schul.
und Volksbibliotherg kann mit der Dorfsammlung verbunden
werden. So muß das Dorfmuseum zu einem Mittelpunkte im
Geistesleben der Dorfbewohner werden. Bei eifriger Sammelarbeit
werden die Museumsobjekte wohl bald so sehr sich vermehrt
haben, daß ihnen in andern Räumen eine Heimstätte bereitet
werden muß und nur die Gegenstände, die im Unterrichte als An.
schauungsmittel recht oft gebraucht werden, im Schulhause verbleiben
können. Das Gemeindehans, die zu einem Dorsmuseumsgebäude
umgewandelte Schul- oder Pfarrscheune oder ein leer
stehendes Privathans wird die Dorfsammlung dann voraussichtlich
ausnehmen.
Die systematisch gesammelten Gegenstände eines reichhaltigen.
Dorsmuseums werden am besten in verschiedenen Gruppen belehrend
so zusammengestellt, daß jedes Stück inneres Leben erhält
und als Teil dieser Gruppe sich selbst erklärt. Etwa solgende
Abteilungen sind vorzusehen: 1. Möbel und sonstige Haus- und
Küchengeräte: 2. landwirtschaftliche Geräte: 3. Gegenstände, die
an Flachsbau, Flachsverarbeitung und Tuchversertigung erinnern:
4. Gegenstände aus dem Hirten- und Schäferleben; 5. Gegenstände
aus dem Jägerleben: 6. Pröhistorische Funde: 7 Gegenstände,
die an Einrichtungen im Leben der Dorfgemeinde erinnern;
8. Beleuchtungsgegenstände: 9. alte historische Trachten:
0. eine heimatliche Münzsammlung: 11. Gegenstände, die an geschichtliche
Ereignisse erinnern; 12. Abbildungen und Pöbotographien
vom Orte, von Häusern und von Personen: 13. Aufsätze,