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Osterreich, Rußland und England gegen ihn, um ihn zur Ordnung zurückzuführen,
aber in der Schlacht bei Austerlitz 1805 (Deeikaleerschlach wurden
die Russen und Osterreicher geschlagen. Osterreich #
mußte Tyrol und Venedig abtreten. Franz II.
legte 1806 die deutsche Kaiserwürde nieder, da
viele deutsche Fürsten sich mit Napoleon verbanden.
Rheinbund. Weil Friedrich Wilhelm III.
dem Rheinbund nicht beitrat und einen nordischen
Bund gegen Napoleon stiften wollte, darum
rüstete Frankreich gegen ihn. Napoleon beleidigte
den König auf jede mögliche Weise, bis dieser
ihm zuletzt den Krieg erklärte. *5½
2. Der unglückliche Krieg für Preußen —
von 1806—7. 1806. Friedrich Wilhelm hatt.
seine mit großer Siegesgewißheit erfüllten Heere
gerüstet und war den Franzosen entgegen gezogen.
Auch die Sachsen und Russen hatten sich
mit ihm verbunden. Der Oberbefehl über das preußische Heer führte der 7 2jährige
Herzog Ferdinand von Braunschweig. Napoleon war unterdessen mit seinen
Scharen herangezogen und stand in Thüringen. Schon gleich das erste Zusammentreffen
der Preußen mit den Franzosen fiel unglücklich für die ersteren aus. Der tapfere Prinz
Ludwig Ferdinand griff mit der Vorhut des preußischen Heeres die Franzosen
an, wurde aber (10/10.) bei Saalfeld geschlagen und fiel selbst. Das preußische
Hauptheer war in zwei Haufen geteilt. Den einen führte Ferdinand v. Braunschweig,
den andern der Prinz v. Hohenlohe an. Napoleon griff beide Heere am 14. Oktober
1806 in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstädt an, die an beiden Orten
unglücklich für Preußen ausfiel. An Stelle der früheren Kampfeslust trat jetzt große
Mutlosigkeit. Ganz aufgelöst floh das preußische Heer. Die Trümmer desselben
sammelten sich erst hinter der Weichsel, wo auch schon die russischen Heere standen.
Die meisten Festungen wurden von ihren verräterischen Kommandanten den Franzosen
übergeben (nicht so Graudenz, Kolberg, Pillau), und so konnte Napoleon schon Ende
Oktober in Berlin einrücken. Er durcheilte schnell fast das ganze Land und bezog
ein festes Lager hinter der Weichsel. — 1807. Die Königliche Familie wohnte jetzt
in Königsberg, später in Memel. Der preußische General Lestocgq vereinigte die
Überbleibsel des geschlagenen Heeres mit den Russen unter Benningsen. Die Verbündeten
wollten Königsberg nicht so leicht in die Hände der Feinde fallen lassen,
und es kam am 7. und 8. Febrnar 1807 zu der furchtbar blutigen Schlacht bei Pr.
Eylau, in der es den Preußen und Russen trotz der größten Tapferkeit nicht gelang,
die Franzosen entscheidend zu schlagen. Diese zogen sich nur auf einige Wochen hinter
die Passarge zurück, drangen dann wieder vor und schlugen die Preußen und Russen
am 14. Juni bei Friedland a. d. Alle. Dieser Sieg Napoleons entschied über
Preußen. Am 9. Juli kam der Frieden zu Tilsit zu stande. Preußen mußte alle
Besitzungen zwischen Rhein und Elbe, ganz Süd= und Neuostpreußen abtreten. Die
erstern vereinigte Napoleon zum Königreich Westfalen. Die letztern erhielt das
von Preußen abgefallene und von Napoleon zum Königreiche erhobene Sachsen. Preußen
behielt nur noch 4 Millionen Einwohner. Außer der schon erhobenen Milliarde
Mark Kriegssteuer mußte Preußen noch 120 Millionen Mark Entschädigung zahlen.
So lange diese nicht aufgebracht waren, blieben Franzosen im Lande. Der König
durfte nicht mehr als 42 000 Soldaten halten, von denen Napoleon in jedem Kriege ½
zu Hilfe kommen sollten. Napoleon frohlockte. „Wie konnten Sie es wagen, mit mir
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Fig. 22. Friedrich Wüem *