Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1838. (4)

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ausschließe,  erklärte  auch  Dir.  Gallenkamp  für  nachstehenden  von
ihm  vorgelegten  Lehrplan  nicht  zu  beanspruchen;  es  müßten  jedoch
alle  solche  Modificationen  ihre  Grenze  daran  finden,  daß  die  Aufgabe
  der  Realschule  zu  wissenschaftlicher  Arbeit  insbesondere  durch
und  für  Mathematik  und  Naturwissenschaften  zu  bilden,  nicht  beeinträchtigt
  werde.

—  —  #—.

Lehrgegenstände.  viivimuss
Religinan  2  2  2  2  2  2
Deutscs  4  4  4  3  3  3
Französissg  8  8  8  6  51  1
Englisg  —  —  9  44
Geschichte  und  Geographie.  2  3  4  4  3
Mathematik  und  Rechgen  6  6  6  6  6  6
Naturwissenschaften  2  2  34  65
Jeichen  2  2  2  2  3  3
Schreiben  3  3J3  2  ——  —

Summa?90  31  31  32

Eine  ähnliche  Freiheit  wie  für  die  Gestaltung  des  Realschul-Lehrplans
  wurde  von  zwei  Seiten  auch  für  den  Gymuasial-Lehrplan
in  Anspruch  genommen  (Klix,  Ostendorf).  Daß  man  indeß  nicht
jedem  einzelnen  Director  gestatten  könne,  den  jeweiligen  Lehrplan
nach  seiner  Ansicht  umzugestalten,  daß  jene  Freiheit  in  der  zu
sichernden  Möglichkeit  des  Ueberganges  von  einer  Anstalt  zur  anderen
  ihre  Schranke  finden  müßte,  und  daß  die  Zielleistungen  der
Anstalten  durch  gemeinverbindliche  Vorschriften  über  die  Maturitätsprüfungen
  fest  zu  bestimmen  seien,  darin  war  man  mit  dem  Referenten
  allgemein  einverstanden.  ..

Was  die  Lehrgegenstände  der  Realschule,  und  insbesondere  die
Frage  betrifft,  welche  gremden  Sprachen  zu  lehren  seien,  so  begegnete
der  Vorschlag  des  Referenten,  zwei  fremde  Sprachen,  entweder  JLateinisch
  und  Französisch,  oder  Englisch  und  Französisch  zu  lehren,
mehrfach  abweichenden  Ansichten.  -

Einige  Mitglieder  der  Versammlung  (Techow,  Dillenburger,
  Bonitz,  Hofmann,  Kern,  Gallenkamp,  Reisacker)
waren  für  gänzliche  Ausschließung  des  Lateinischen  von  dem  Lehrplan
  der  Realschule.  Andere  (Paur,  Fritsche,  Meffert).  wünschten
  den  lateinischen  Unterricht  als  wesentlichen  Bestandtheil  des
Lehrplans  aufrecht  zu  erhalten;  noch  andere  ihn  sogar  erheblich  zu
verstärken  (Schrader,  Klix,  LPandtne,  Zum  Kpeiil  ging  man
dabei  von  dem  Wunsche  nach  einer  Ausdehnung  der  den  Realschul-