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Jetzt war der Schneemann fertig. Nun machten
sich die Jungen Schneebälle und fingen an, nach dem
Manne zu schießen. Fritz rief: „Achtung, zielt nach dem
Kopfe! Da schoß ihm Otto die Mütze herunter. Fritz
warf ihm die Zigarre aus dem Munde. Karl schoß ihm
die Nase ab. „O weh, die Nase“ rief Karl weinerlich,
und alle drei lachten.
Nun flogen die Schneekugeln nach den Armen und
nach dem ganzen Körper. Mit Hurra! Hurra! zerschlugen
die wilden Jungen den armen Mann zuletzt mit dem
Stocke.
Was von dem Schneemann noch übrigblieb, das
wurde am andern Tage zu Wasser.
106. Was die Schneeflocke erzählt.
Als ich im vorigen Winter vom Himmel fiel, war es
noch dämmeriger Morgen, und es hatte die ganze Nacht
über geschneit.
Als dann die Straßenlaternen ausgelöscht wurden und
die Kinder zur Schule gingen, trat aus der Haustür, vor
welcher ich niedergefallen war, ein kleiner Junge. Der
blieb mit offenem Munde in der Türöffnung stehen und
schrie laut auf, als er uns sah: „Oh, was für 'ne Masse
Schnee!“ Seine Augen leuchteten. Seine Backen wurden
noch frischer, und mutig trampelte er in die weiße Decke,
die wir über die Erde gedeckt hatten, mit seinen Stiefeln
Löcher. „Oh, was für ’ne Masse Schnee!“ rief er vergnügt
und nahm beide Hände voll und machte einen Schneeball.
Und als er vor das Nachbarhaus kam, duckte er sich nieder
und wartete. Dann öffnete sich auch dort die Haustür,
und gleich flog der weiße Ball hinein. Aber er hatte nicht
seine kleine Schulfreundin, wie er wollte, getroffen, sondern