Mengershausen. 393
2) Marie Thusnelde, geb. den 4. August 1809, vermählt seit dem 24.
Octbr. 1833 mit dem Grafen Karl Octavio zur Lippe.
3) Hermann Constanz Bruno, geb. den 29. Dechr. 1810, königl. preuss.
Lieutenant im 8. Uhlanenregimente.
4) Ferdinandine Josephine, geb. den 3. Febr. 1817.
5) Fictorie Genovefa, geb. den 14. Juni 1818.
6) Kurl Hubert Bruno, geb. den 15. August 1820.
Mutter:
Therese, geb. Freiin v. Bender und Loitha, geb. den 20. Januar
1783, Wittwe von deın am 29. Octbr. 1836 verstorbenen Grafen Friedrich
Wilhelm Bruno. v. Mengersen.
Von der adeligen Familie v. M. standen im Jahre 1806 zwei Brüder
v. Mengersen in dem Regirmente v. Lettow, Der ältere starb 1810
als Capitain, der jüngere aber schied im Jahre 1817 als Major aus
dem ?ten westphälischen Landwehrregimente.
Das Wappen der Familie v. Mengersen zeigt im goldenen Schilde
zwei rotlie Adlerjlügel, die unten von einem goldenen Ringe durchzogen
oder zusammengehalten sind.- Dieses Bill wiederholt sich auf
dem Elelme.
Das gräfliche Wappen hat auf dem Schilde und auf dem Helme
eine neunperlige Graienkrone. Zu Schildhaltern sind zwei Löwen
gewählt.
Nachrichten über diese Familie giebt Gauhe, I. S. 997. v. Hattstein,
I. S.377 u. f. Neues geneal. Handbuch 1778. I. Nachtrag 16.
u.f. Piderits, lippesche Chronik S. 234.
Mengershausen, die Herren von.
Sie werden auch Mengersshausen geschrieben, und stammen ans
der gleichnamigen, 14 Stunde von Göttingen gelegenen Ortschaft. Vorzugsweise
sind sie in den herzoglich braunschweig-lüneburgschen Erblanden,
im Fürstentlunne Göttingen, jedoch auch im Preussischen ansässig.
Ihr Wappen besteht aus einem quergetheilten, unten grünen
und oben rothen Schilde, worin in der obern Hälfte ein in die Höhe
strebender gelber halber Löwe vorgestellt ıst. Man findet schon um
das Jahr 1250 in Urkunden den Ritter Aeyenbodo von Mengersliausen;
dann 1365 die Gebrüder, den Ritter Hartwig im Gefolge der Grafen
von Eberstein, und wahrscheinlich Stammvater der auch noch im Lippeschen,
Preussischen u. s. w: blühenden Herren von Mengersen,
den Ritter Conrad als Stammvater der im Göttingschen gebliebenen
Familie, und den Canonicus Werner von Mengershausen im St, Petersstift
zu Nörthen. Conrads Nachkommen, von denen alleın hier die
Rede ist, waren bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts Burgmänner auf
der Burg Friedland u. s. w., auch Pröpste in benachbarten Stiftern
und Klöstern, hatten ihren vorzüglichsten Grundbesitz im Göttingschen,
und traten namentlich seit dem 15. Jahrhunderte als Erbgesessene im
Rittergute, Dorfe und Gerichte Mielenlausen bei Münden, auf dem Junkernhofe
zu Lemshausen bei Mengershlausen und Speele Oberamts
Münden, auch als Jkehnmänner und Patronatherren zu Niedernjesa bei
Göttingen auf, haben sich auch in diesem und andern Grundbesitze
bis zu den neuesten Zeiten erbalten. Unter ilınen haben sich vorzüglich,
ausser vielen andern Kriegern und Staatsdienern, durch ihre
Klugheit um den Staat verdient gemacht: Hans von Mengershausen um
das Jahr 1430 bis 1440 als von den Landständen erwählter Mitregent
des Landes Göttingen, und 1540 u. f. Christoph von Mengershausen als