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tificum Epistolis excerpti a Hemedio Curiensi Episcopo
jussu Haroli Magni Regis Francorum et Alemannorum.
Diese Collectio canonum ist nichts als Sammlung
von Ercerpten aus Pseudisidor von Klemens bis auf
Urban; und da die Sammlung kraft der Aufschrift noch
zu Karl's des Großen Zeiten gemacht worden seyn soll,
so schien doch Pseudisidor unter dieser Regierung oder vielleicht
noch vor derselben gelebt zu haben. Aber ist dem
die Aufschrift gewiß ächt? Goldast's einzige Auktoritär (und
dessen Augen müssen wir hier allein trauen) kann bei der
sonstigen Beschaffenheit seiner Sammlungen unmöglich emscheiden,
besonders da sein Eremplar selbst verstummelt war.
Und wenn auch die Ausschrift so weit echt ist, daß der erste
Urheber dieses Stücks, seiner Sammlung wirklich diesen
Namen gab: liegt hier nicht gleiche Betrügerei zum Grund,
wie bei Angilramn's Kapiteln ?), daß man vielleicht durch
Vorsetzung des Namens eines alten, in der alemannischen
Kirche sehr geschätzten, Bischofs, dieser Sammlung einen
Schein von Unschuld und also desto schnellern Abgang verschaffen
wollte. Wenigstens wird doch dieser Verdacht dadurch
sehr begünstigt, weil in dieser Sammlung, so weit wir
sie nun gegenwärtig haben, gar nichts als Fragmente des
Pseudisidorus enthalten sind.
Goldast kann uns nicht einmal versichern, ob das,
was er abdrucken ließ, Copitula Remedii Episcopi Curiensis
oder Cepitula Notingi Episcopi Constantieneis
sepen. Seine Handschrift schien ursprünglich beides enthalten
zu sollen, und daß er gerade dieses Stück für Remedius
*) Wie sich jene Canones zu diesen Angilramnischen Kapiteln verhalten?
ob sie nicht wahrscheinlich ein u. eben dasselbe sind? bedarf
noch näherer Untersuchung.