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Übel ist die durch das Lagerbicr erzeugte
Magenerweiterung, wobei die Kartcffel, unser festes
Lagerbier, noch tatkräftig sekundiert. Diese Magenauftreibung,
die jedem Deutschen von Jugend auf
durch Bier und gehaltlose Genußmittel mühsam aber
systematisch beigebracht wird, veranlaßt ıhn zu einer
weit über den Bedarf hinausgehenden Nahrungsaufnahme;
er hat immer Hunger. Die Kartoffel ist
ebenso wertlos wie das Lagerbier. So zieht immer
ein Unglück das andere nach sich. Das Lagerbier
reizt wegen seines hohen Alkoholgehaltes fortwährend
zum Trinken, ohne recht den Durst zu stillen.
Dazu noch einen Tobak und einen Schnaps nach dem
andern, und der in Völlerei versunkene, nach Millionen
zählende tabak- und bierherzkranke deutsche
Dickwanst ist fertig zum Gespötte der ganzen Welt.
Wenn er 50 Schritte laufen muß, geht ihm die Luft
aus, und im Sommer riecht er stark nach Schweiß.
Wir haben seit alten Zeiten ebenso geschmacklos
wie häufig das deutsche gute Herz gepriesen, woran
die skeptischen Ausländer wegen fehlender Beläge
nie recht glauben wollten. Unser schönes Bierherz
können sıe uns nicht bestreiten, denn wir beweisen
ihnen, daß in München jeder zehnte Mann vorzeitig
daran eingeht. Schon früh beginnt Jungmichel. In
den Städten spaziert er unter den Augen der Bevölkerung
vom 12ten Jahre an mit der Zigarette herum,
und mit sechzehn Jahren ist er ein vollwertiges
Mitglied der biervertilgenden Familie. In Schülerverbindungen
übt unsere sog. bessere Jugend fleißig:
den Bierkomment, dessen Befestigung und Erweiterung
dann die studentische Korporation, gleichviel
welcher Art, übernimmt. Die Folgen des Suffs sind
grauenhafte geworden, sie gefährden die körper-