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bloß alles ehelichen Umgangs enthielten, sehr streng fasteten,
in einer freiwilligen Armuth lebten, sich nach der Weise aller
Geweihten starker Getränke enthielten, uͤbrigens von Zeit zu
Zeit in die Gesellschaft zurückgingen. Andere, schon nicht
so edle, irrten eine Zeit lang in der Wuͤste herum und kamen
dann in ihrem ungewoͤhnlichen Habit oft in eine Stadt, zeigten
sich da oͤffentlich nackt auf dem Markte, so daß die
Obrigkeit gegen das Aergerniß einschreiten mußte. Diese letzteren
heißt man Sarabaiten. Eine andere Gattung
verkroch sich bloß in Hoͤhlen. Denen war es nicht genug,
sich bloß von aller menschlichen Gesellschaft zu isoliren; sondern
sie krochen in solche Hoͤhlen, wo sie nicht aufrecht stehen
konnten, vom Regen gleichsam in die Erde hineingesenkt
wurden und bei lebendigem Leibe zu verfaulen anfingen, weil
Alles bei ihnen von dem Satz ausging, je schmerzhafter
auf dieser Welt, desto glücklicher in einer andern.
Anderer Hauptgelübde war: keine menschliche Speise zu
essen (Pabulatores). Noch Andere setzten sich absschrlich der
äußersten Kälte und Hitze in den schnellsten Abwechslungen
aus. Gewöhnlich variirt nichts leichter als die Nartheit;
doch der Superlativ unter den Narren waren die sogenannten
Styliten, ') und das Probesiück von diesen Säulenbewohnern
war der heilige Simcon.
Der gute Mann war ein geborner Eilicier, kommt einmal
als Knabe in die Kirche und hört vorlesen: selig sind,
die da hungern, denn sie sollen satt werden; die da weinen,
denn sie sollen lachen. Er macht davon eine Exegese zum
groͤßten Nachtheil seines Magens, entschließt sich, in's Kloster
zu gehen. Da war es ihm aber nicht streng genug. Um
nur einigermaßen sich mehr Henker zu werden, wand er sich
*) Von orv#o, die Szule.