thumbs : Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) vom 18. August 1896 nebst dem Einführungsgesetze vom 18. August 1896.

V.  Abschn.:  Schuldübernahme.  283

1.  Bgl.  §  202  A.  ö.  Maßgebender  Zeitpunkt  für  die  Zulässigkeit
der  Einwendungen  ist  der  Abschluß  des  Übernahmevertrags,  nicht  der
Genehmigung.

2.  Der  Übernehmer  hat  die  Schuld  so  erworben,  wie  sie  gegen
den  bisherigen  Schuldner  bestand,  ZE.  Bay.  5  357.  Dazu  gehört  auch  der
bis  dahin  geltende  Erfüllungsort.  Der  Schuldübernehmer  hat  aus
eigenem  Recht  nicht  das  benef.  competentiae  (§519).  Grundsätzlich  hat
er  auch  nicht  die  Einrede,  daß  der  Urschuldner  von  dem  benef.  comp.
hätte  Gebrauch  machen  können,  wenn  die  Schuldübernahme  nicht  erfolgt
wäre.  Anfechtungs=  (§8  119,  123,  143),  Widerrufs-  8  530)  und  Rückwittsrechte
  kann  er  nicht  geltend  machen.  3.  8  38

4.  Der  Übernehmer  kann  daher  die  Einrede  75#  nicht  erfüllten
Vertrags,  die  ihm  gegen  den  Veräußerer  zusteht,  dem  Gläubiger  nicht
entgegensetzen;  er  kann  nicht  auf  sein  Recht  zur  Wandelung,  Minderung
oder  zum  Rücktritte  sich  berufen.  Wohl  aber  kann  er  dem  Gläubiger
gegenüber  Einwendungen  aus  dem  rn  mevertrage  J  selbst  herleiten.
In  der  Regel  wird  die  Nichtigkeit  des  Kaufvertrags  die  ihn  enthaltende
Schuldübernahme  hinfällig  machen  (8  139),  2.  R.  588.

5.  Die  Unwirksamkeit  des  der  Schuldübernahme  zugrunde  liegenden
Kausalgeschäfts  führt  Bereicherungsansprüche  des  Übernehmers  gegen
den  Urschuldner  herbei.

4.  Erlösch.  v.  Pfandr.  u.  Bürgsch.  §.  418.

In  Folge  der  Schuldübernahme  erlöschen  die  für  die
Forderung  bestellten?  Bürgschaften  und  Pfandrechte.  Besteht
für  die  Forderung  eine  Hypothek,  so  tritt  das  Gleiche  ein,  wie
wenn  der  Gläubiger  auf  die  Hypothek  verzichtet.¾  Diese  Vorschriften
  finden  keine  Anwendung,  wenn  der  Bürge  oder  derjenige,
welchem  der  verhaftete  Gegenstand  zur  Zeit  der  Schuldübernahme
gehört,  in  diese  einwilligt."

Ein  mit  der  Forderung  für  den  Fall  des  Konkurses  verbundenes
  Vorzugsrecht?  kann  nicht  im  Konkurs  über  das  Vermögen
  des  Uebernehmers  geltend  gemacht  werden.“

I  317,  II  361,  IIb  412,  III  412.  M.  11,  147.  Prot.  1,  421  bis  425.

1.  Anders  bei  der  Abtretung  (8  401).

2.  Nicht  die  gesetzlichen  (§§  559,  5717,  585,  590,  647,  12512,
HGB.  §§  397,  410,  421,  440,  623,  VerlG.  8  360).

3.  8  1168;  vgl.  auch  §  11751  Satz  2  und  388  894  ff.

4.  Formlos  FK.  R.  70  4116,  §  183.  Genehmigt  (§  184)  der  Bürge
auf  Aufforderung  des  Gläubigers  diesem  gegenüber  schriftlich  die  Schuldübernahme,
  so  liegt  ein  neuer  Bürgschaftsvertrag  vor  (§  766),  vgl.  auch
K.  R.  70418.  Im  Zweifel  liegt,  wenn  der  Übernehmer  Eigentümer  des
Pfandes  ist,  in  dem  Übernahmevertrage  die  Einwilligung  in  die  Fortdauer
  ces  Pfandrechts.  5.  KO.  8  61.

6.  Zwingende  Vorschrift.  Anders  bei  der  Abtretung  (8  4017.