Full text : Der Weltkrieg. I. Band. (1)

Die  letzten  Verständigungsversuche

 

nicht  möglich;  dann  seien  wir  bereit,  die  französische
Beteiligung  zurückzunehmen.  Herr  Revoil  erklärte  sıch
damals  noch  mit  großer  Entschiedenheit  gegen  ein  Ausscheiden
  der  französischen  Gruppe  aus  dem  Bagdadunternehmen,
  mit  dem  Hinzufügen,  daß  auch  seine  Regierung
dasVerbleiben  der  französischen  Gruppe  im  Bagdadgeschäft
wünsche.  Es  müsse  auf  andere  Weise  versucht  werden,
unsern  Wünschen,  deren  Berechtigung  er  nicht  bestritt,
gerecht  zu  werden.

Diese  kaum  begonnenen  Besprechungen  wurden  durch
das  Erscheinen  des  ‚Panther‘  vor  Agadir  und  die  sich
daran  anschließende  kritische  Zuspitzung  des  deutsch-französischen
  Verhältnisses  unterbrochen.  Dann  ließen  der
türkisch-italienische  Krieg  und  der  Balkankrieg  ein  weiteres
  Zuwarten  als  geboten  erscheinen.  Erst  im  Frühjahr
1913  konnten  die  Fäden  mit  Nutzen  wiederaufgenommen
werden.

Meine  Anwesenheit  in  Paris  gab  Gelegenheit,  die  deutschfranzösische
  Verständigung  über  die  türkischen  Geschäfte
wieder  in  Fluß  zu  bringen.  Die  Vorfrage  der  französischen
Stellung  im  Bagdadgeschäft  wurde  dieses  Mal  zu  einer
klaren  Entscheidung  gebracht.  Nachdem  ich  Herrn  Revoil
erneut  die  Alternative:  „ou  collaboration  loyale,  ou  separation
  nette‘  gestellt  hatte,  erklärte  dieser,  mir  nach  Befragung
  des  Ministers  des  Auswärtigen  eine  klare  Antwort
  geben  zu  wollen.  Nach  einigen  Tagen  brachte  er  mir
den  Bescheid  des  Quai  d’Orsay;  er  lautete  —  wie  mir

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