Contents : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1872. (63)

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(Nr.  7974.)  Verordnung  wegen  Aufhebung  der  Verordnung  vom  10.  Juni  1871.,  betreffend
die  Errichtung  von  Bankkomtoiren,  Kommanditen  und  Agenturen  im  Elsaß
und  in  Lothringen  durch  die  Prcußische  Bank.  Vom  26.  Februar  1872.

Wir  Wilhelm,)  von  Gottes  Gnaden  König  von  Preußen  2c.

verordnen,  auf  den  Antrag  Unseres  Staatsministeriums,  nachdem  das  Haus  der
Abgeordneten  der  auf  Grund  des  Artikels  63.  der  Verfassungs-Urkunde  vom
31.  Januar  1850.  erlassenen  Verordnung  vom  10.  Juni  1871.,  betreffend  die
Errichtung  von  Bankkomtoiren,  Kommanditen  und  Agenturen  im  Elsaß  und
in  Lothringen  durch  die  Preußische  Bank,  die  nachträgliche  Genehmigung  versagt
hat,  was  folgt:

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Die  unter  dem  10.  Juni  1871.  erlassene,  in  der  Gesetz  Sammlung  (S.  229.)
verkündete  Verordnung,  betreffend  die  Errichtung  von  Bankkomtoiren,  Kommanditen
  und  Agenturen  im  Elsaß  und  in  Lothringen  durch  die  Preußische  Bank,
wird  aufgehoben.  )6

§.  2.

Das  Staatsministerium  wird  mit  der  Ausführung  dieser  Verordnung
beauftragt.

Urkundlich  unter  Unserer  Höchsteigenhändigen  Unterschrift  und  beigedrucktem
Königlichen  Insiegel.  «

Gegeben  Berlin,  den  26.  Februar  1872.

(L.  S.)  Wilhelm.

Fürst  v.  Bismarck.  Gr.  v.  Roon.  Gr.  v.  Itzenplitz.  v.  Selchow.
Gr.  zu  Eulenburg.  Leonhardt.  Camphausen.  Falk.

 

(Nr.  7975.)
            
831 — berger zu Freiberg und vor allem Martin Römer zu Zwickau. — Für die Einnahme der Geleitsgelder war ein Geleitsmann angestellt, der offenbar zu den angeseheneren Beamten gehörte, wie denn Georg Kitzscher, Geleitsmann zu Hain, mit den Verhandlungen zu Breslau mit Matthias von Ungarn und Kasimir von Polen betraut wurde. — Auch für die Forstverwaltung gab es schon, wo herzogliche Forsten vorhanden waren, entsprechende Beamte, vor allem aber für das Münz= und Bergwesen, auf das aber noch an besonderer Stelle zurückzukommen ist. Höfisches Leben. Die zunehmende Bedentung der landesfürstlichen Stellung brachte es mit sich, daß die Fürsten mit größerem Prunke auftraten, sowohl was äußere Ausrüstung ihrer Person und ihres Gefolges, als auch dessen Anzahl betrifft. Unbedingt notwendig waren Trompeter und Pfeifer, wo immer der Landesfürst in einer Stadt seinen Einzug nahm. So kam Friedrich der Ernsthafte 1342 nach Erfurt, von solchen Musikanten im voraus angekündigt; seine allzu kordiale Begrüßung durch den Grafen von Weimar gab dann Anlaß zu der früher erzählten Grasenfehde. Sein Sohn, Friedrich der Strenge, trat auf dem Hoftage von Metz 1356 vor Karl IV. in seiner Eigenschaft als Landgraf von Thüringen als des römischen Reiches oberster Jägermeister auf, indem er mit dem Grafen von Schwarzburg als seinem Unterjägermeister unter dem Schall der Waldhörner, von 3 Jagdhunden begleitet, einen Hirsch und ein Wildschwein auf die Tafel des Kaisers Karl IV. trug. So wenig man im allgemeinen in dieser Zeit politisch dem Kaiser zu Diensten war, so warf doch der überlieferte Glanz kaiserlicher Majestät noch immer Schimmer genug auf die kaiserlichen Hofämter, um sie den Fürsten zur Vermehrung des eigenen Glanzes wertvoll erscheinen zu lassen. Wir wissen, mit welcher Energie nach der Erwerbung der Kurwürde die Wettiner auf der Ausübung ihres Rechtes als Schwertträger des Kaisers bestanden und wie Kurfürst Ernst einen Versuch, das Schwert ihm vorzuenthalten, fast blutig geahndet hätte. Selbst kleinere Ehrenämter auch bei anderen Reichsfünsten hielt man mit Zähigkeit fest. Als z. B. 1469 die Besetzung des Obermundschenkenamts der sächsischen Herzöge bei der Abtei zu