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man jeine Beweisführung anfnüpft. Wir ftehen nicht
auf dem gejpanmteiten Zuße zu Preußen. Lnfer Neferat
jagt ausprüdlih, das Treundjchaftsverhältnig Jul erhalten
werden, und e8 fol nad) Ablehnung der Verträge
die E. Staatsregierung erfucht werden, Mittel zu finden,
um anmehmbare Berträge mit Preußen auf dem Freund:
jchaftsfuße herbeizuführen, und daß folche Mittel zu finden
ind, das wijjen Sie, meine Herren, aus dem, was id)
Ioeben aus einem Schreiben yon DVerfailles vorgelefen
habe.
Nun, nachden ich diefe Punkte bejprochen habe, muß
ih dody noch Eines erwähnen, was mit befonderer Betonung
hervorgehoben wurde, und was auch mit einer
gewifjen Kunftfertigleit jo durchgeführt worden ift, daß
jelbit geftern nody ein Herr Nebner diefe KRunftfertigfeit
zu loben Sich berufen fühlte. Ic meine jenen Einwand,
der gegen ung betreffjg der Militärbelaftung vorgebradht
worden ift, und die Argumentation, welche Herr Dr.
BHLE hieran geknüpft bat. Meine Herren! die Argımentation
war wirklic, Fünjtlich, die Durchführung war
hör, ich laugire e8 nicht — aber fie hat einen Fehler,
und diefer it, daß fid meines Cracdhtens die Argu:-mentation
nad) Sem Wortlaute der vorliegenden Gefeße
nicht bewährt. Ich muß demmad den Wortlaut diefer
Sefege und etwa ein paar Erklärungen näher in’s Auge
jaffen. Der Art. 62, fagt der Herr Redner, ift für
uns nicht maßgebend, weil er nicht angenommen tft. Nun
im Art. 62, wie er bei uns angenommen ift, beißt es:
„Bayern verpflichtet fi, für fein Kontingent
und die zu demfelben gehörigen Einrichtungen einen
gleichen Geldbetrag zu verwenden, wie nad) Ver:
hältnig der Kopfitärke durd) den Militäretat des
deutfchen Bundes für die übrigen Theile des Bundes:
heeres ausgejekt wird.‘
Abi. 2:
„Diefer Geldbetrag wird im Bundesbubget für
das Fonigl. bayerische Kontingent in Eier Summe
ausgeworfen. Seine Berausgabung wird durch
Speztaletat8 geregelt, deren Aufitelung Bayern
überlaffen bleibt.’