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Verhältnisse entwickeln in der Jugend, die doch schon aus einer
zusammengewürfelten Arbeiterbevölkerung hervorgegangen ist, die
3 leit iche Erziehung nach der Entlassung aus der Volksule
b
Ich 5 es ist eine dringende Notwendigkeit, zu betonen:
gerade für unsere ungelernte jugendliche Arbeiterschaft ist die Fortbildungsschule
eine Notwendigkeit, weil die ortbilbungsschule bei
ihr noch mehr den Begriff der Autorität der Schule, des Staates zum
Ausdruck bringen muß, und es liegt im dringenden Interesse auch
unserer Industrie, daß diese jugendliche Albeiterschest nicht in dem
bisherigen Zustande weiter bleibt, ohne jede Fortbildung. Ich glaube,
daß gerade dieser Gesichtspunkt neben den Darlegungen über die
innere Seite des Fortbildungsschulunterrichts noch hier hervorgehoben
werden muß. Wir brauchen absolut notwendig das Fortbildungsschulgesetz,
sei es nun das preußische Fortbildungsschulgesetz,
sei es eine Ausbildung der Reichsgesetzgebung.
Herr Rektor Schulz, Schwelm:
Meine verehrten Damen und Herren! Ich trete vor Sie als ein
Vertreter einer Kleinstadt. Es ist ja eben schon gesagt worden, daß
vielfach in solchen Versammlungen die Verhältnisse der Großstadt zur
Beratung stehen und zur Beratung kommen, die Verhältnisse der
kleinen Stadt aber mehr zurücktreten. Ich habe hier nicht soviel
Klagen wie einer meiner Vorredner in dieser Beziehung, denn in der
Kleinstadt steht es auch nicht schlecht. Wir haben in Schwelm zum
Beispiel seit 45 Jahren die Fortbildungsschule, und wir haben in
dieser Beziehung ganz gute Verhältnisse. Nur möchte ich zur Ergänzung
des Vortrages einiges anführen, was uns in den Kleinhien
vielfach ein übergewicht gibt über die Verhältnisse der großen
läbte
Die erste Forderung ist es überhaupt nach meiner Meinung,
wenn wir in der Fortbildungsschule erfolgreich wirken wollen, daß
wir enge Verbindung halten mit dem Handwerk und mit den Kreisen,
aus denen wir die Lehrlinge bekommen und die unsere Arbeiten
unterstützen müssen. Andererseits muß aber auch das Handwerk
bereit sein, uns als Mitarbeiter und als Faktor mit in Betracht zu
ziehen bei seinem Fortschritt und bei seiner weiteren Arbeit und
Tätigkeit. Es ist Ihnen schon gesagt worden, daß vielfach die Handwerkskammern
nicht geneigt sind, Feortbildungsschullebrer zu den
Prüfungen der Gesellen heranzuziehen. Ich kann aus meinem Bezirke
das Gegenteil berichten. Die Handwerkskammer Dortmund ist
in jeder Weise entgegenkommend. Seit ungefähr acht Jahren hat
sie mich zum Vorsitzenden der Gesellenprüfungskommissionen des
Kreises Schwelm ernannt, und in dieser Eigenschaft habe ich meine
Erfahrungen gemacht und sie auch, vorteilheft ausgenutzt für die
le, die ich vertrete und die ich leite.
Es ist nach meiner Meinung nbedingt notwendig, daß die Vertreter
der Schule, die Lehrer und Leiter der Schule, stets in enger
Verbindung mit dem Handwerk und bei der kaufmännischen Schule