Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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versehen,  dem  herbeisirdmenden  Volke  theilte  man  Patronen
und  Gewehr  in  Menge  aus.  Es  zeigte  sich  auch  bald,  von
welchen  entscheidenden,  nachtheiligen  Folgen  es  sey,  daß  Igelsirdm
  seinen  Truppen  keine  vorläufige  Ordre  gegeben  hatte,
wo  sie  sich  im  Falle  des  Aufstandes,  den  man  doch  schon  seic
einigen  Tagen  als  nahe  drohend  ansehen  mußee,  sogleich  versammeln
  sollten.  Waͤhrend  der  Jusurrektion  selbst  ließ  sich
dieses  nicht  mehr  durch  Adjutanten  bewerkstelligen,  denn  letztere
  wurden  aufgefangen  oder  niedergemacht,  und  ganze  Korps
russischer  Truppen  standen  in  den  äußersten  Vorstädten  zum
Angriffe  vllig  bercit,  aber  es  fehlte  an  Ordre.  Sie  wußten
nicht,  wohin  marschiren,  und  wußten  nicht,  warum  denn
eigentlich  der  ganze  Tumult  entstanden  sey,  und  wofür  man
zu  kämpfen  habe;  ließen  also  manchmal  ganze  Regimenter
olen  ruhig  vorübermaschiren,  wenn  etwa  der  kommandirende
Offzier  sagte,  er  marschire  in  die  Stadt,  den  Kduig  zu
schützen.  So  allein  ist's  auch  begreiflich,  wie  ein  Korps  von
ungefähr  2000  (4000)  Polen,  denn  höher  soll  sich  die  polnische
  Garnison  in  Warschau  nicht  belaufen  haben,  über  beinahe
  achtrausend  Russen  siegen  konnte,  ungeachtet  Igelsirdm
selbst,  sobald  er  Nachricht  von  der  ausbrechenden  Insurrektion
hatte,  alles  Mogliche  that,  was  er  irgend  noch  thun  konnte,
und  schon  Morgens  früh  um  4  Uhr  mit  seinen  Adjutanten
Subow  und  Aprarin  zu.  Pferde  war,  um  überall  selbst  die
nöthigen  Verfügungen  zu  treffen.  Früher  als  4  „Uhr  war
ihm  leider  nichts  gemeldet  worden.  Fröher  noch  scheint  es
der  König  erfahren  zu  haben,  weil  mehrere  Herren,  die  gleich
vom  ersten  Angriff  hörten,  und  in  ihren  Häusern  sich  nicht
sicher  hielten,  gleich  nach  dem  Schloß  eilten;  aber  steuern  und
helfen  konnte  der  König  nicht,  sondern  vielmehr  wegen  seines
eigenen  Lebens  mußte  er  besorgt  seyn.  Er  eilte  auch  sogleich
in  den  Schloßhof,  um  die  Garden  zu  seiner  Vertheidigung