Full text : Kriegsanordnungen des stellv. Generalkommandos I. Bayerischen Armeekorps

Milchversorgung  in  München.  91

bei  Abholung  im  Laden  für  den  Liter  26  5,  für
den  halben  Liter  13  5,  für  den  viertel  Liter  7  6;
bei  Abholung  vom  Milchbassinwagen  für  den
Liter  24  5,  für  den  halben  Liter  12  5,  für
den  viertel  Liter  6  6;
bei  Zustellung  ins  Haus,  abgefüllt  in  Kännchen,
für  den  Liter  28  5,  für  den  halben  Liter  14  9,
für  den  viertel  Liter  75;„
bei  Zustellung  ins  Haus,  abgefüllt  in  verschlossener
Flasche  für  den  Liter  30  5,  für  den  halben
Liter  15  8,  für  den  viertel  Liter  8  #
nicht  übersteigen.
Die  Abgabe  der  Milch  im  Laden  darf  nicht  zugunsten
  der  Zustellung  ins  Haus  verweigert  werden.
8  3.  Zuwiderhandlungen  werden  nach  8  6  des
Höchstpreisgesetzes  in  der  Fassung  des  Artikel  I  der
Bekanntmachung  über  die  Anderung  des  Gesetzes
betr.  Höchstpreise  vom  23.  März  1916  (RGBl.  S.  183)
bestraft.
§  4.  Diese  Anordnungen  treten  am  15.  Juni
1916  in  Kraft.

München,  den  9.  Juni  1916.
Der  Kommandierende  General:
von  der  Tann.

(Nr.  106528.)  Bekanntmachung  betreffend  Regelung
der  Milchversorgung  in  München.
Ergangen  an  Milchhandelsbetriebe.

Unm  die  gleichmäßige  Verteilung  der  Milch  ir:

München  sicherzustellen,  erlüßt  das  stellv.  Generalkommando

  I.  bayer.  Armeekorps  auf  Grund  des

Artikels  4  Nr.  2  des  Kriegszustandsgesetzes  für

Ihren  Milchhandelsbetrieb  folgende  Anordnung: