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die in früheren Jahrhunderten nicht in dem Maße vorhanden
waren. So bekommen wir gewissermaßen von beiden Seiten
die Sporen und werden zu einer Anstrengung gezwungen,
die wir vielleicht sonst nicht machen würden. Die Hechte
im europäischen Karpfenteich hindern uns, Karpfen zu werden
(Heiterkeit), indem sie uns ihre Stacheln in unseren beiden
Flanken fühlen lassen; sie zwingen uns zu einer Anstrengung,
die wir freiwillig vielleicht nicht leisten würden, sie zwingen
uns auch zu einem Zusammenhalten unter uns Deutschen,
das unserer innersten Natur widerstrebt (Heiterkeit); sonst
streben wir lieber auseinander. Aber die französisch-russische
Presse, zwischen die wir genommen werden, zwingt uns zum
Zusammenhalten und wird unsere Kohäsionsfähigkeit auch durch
Zusammendrücken erheblich steigern, sodaß wir in dieselbe Lage
der Unzerreißbarkeit kommen, die fast allen anderen Nationen
eigenthümlich ist, und die uns bis jetzt noch fehlt. (Bravol)
Wir müssen dieser Bestimmung der Vorsehung aber auch
entsprechen, indem wir uns so stark machen, daß die Hechte
uns nicht mehr thun als uns ermuntern. (Heiterkeit.)
Wir hatten ja früher in den Zeiten der heiligen
Alliance — mir fällt ein altes amerikanisches Lied dabei
ein, welches ich von meinem verstorbenen Freunde Motley
gelernt habe; der sagt: In good old colonial times, when
we lived under a king — nun, das waren eben patriarchalische
Zeiten, da hatten wir eine Menge Geländer, an
denen wir uns halten konnten, und eine Menge Deiche, die
uns vor den wilden europäischen Fluthen schützten. Da war
der deutsche Bund, und die eigentliche Stütze und Fortsetzung
und Vollendung des deutschen Bundes, zu deren Dienst er
gemacht, war die heilige Alliancc. Wir hatten Anlehnung
an Rußland und Oesterreich, und vor allen Dingen: wir
hatten die Garantie der eigenen Schüchternheit, daß wir
niemals eine Meinung äußerten, bevor die anderen gesprochen
hatten. (Heiterkeit.) Das alles ist uns abhanden gekommen
(sehr gut! rechts); wir müssen uns selber helfen. Die heilige
Alliance hat Schiffbruch erlitten im Krimkriege — nicht durch
unsere Schuld. Der deutsche Bund ist durch uns zerstört worden,
weil die Existenz, die man uns in ihm machte, weder für
uns noch für das deutsche Volk auf die Dauer erträglich war.
Beide sind aus der Welt geschieden. Nach der Auflösung
des deutschen Bundes, nach dem Kriege von 1866, wäre also
für das damalige Preußen oder Norddeutschland eine Isolirung
eingetreten, wenn wir darauf hätten rechnen müssen, daß man
uns von keiner Seite die neuen Erfolge, die großen Erfolge,
die wir errungen hatten, verzeihen würde; gern sind die
leise des Nachbarn von der anderen Macht niemals
gesehen.