Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1862. (53)

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a)  die  schwere  Ration  mit  25  Kr.,  die  Ration  der  schweren  Reiterei  mit
22  Kr.  und  die  leichte  Ration  mit  18  Kr.  zu  vergüten.
b))  Findet  nur  eine  theilweise  oder  ungleiche  Abgabe  von  Fourage  statt,
so  werden
1)  bei  der  schweren  Ration  für  die  Zugpferde
für  Scheffel  Hafer.  18  Kr.,
für  10  .  Heu  .  ..  ....  .,
2)  bei  der  Ration  fuͤr  die  schwere  Reiterei
für  37  Scheffel  Hafer.  .  .  .  .  15

r  10  Pfd.  Heu.  ..  .  .  .  ...  7  Kr.,
3)  bei  der  leichten  Ration
für  Scheffel  Hafer.  ..  ..  12  Kr.,
fuͤr  9  Pfd.  Heu.  ...  .  .  .  .  ..  6  Kr.
verguͤtet.

Fuͤr  das  Streustroh  und  fuͤr  die  Unterbringung  der  Pferde  uͤberhanpt
wird  keine  Verguͤtung  geleistet,  wogegen  der  Pferdeduͤnger  dem  Quartiertraͤger
uͤberlassen  bleibt.

Artikel  22.

Wenn  in  einem  Regierungsbezirke  der  Normalpreis  des  Scheffels  Korn
12  Fl.  und  des  Scheffels  Hafer  b  Fl.  uͤbersteigt,  so  hat  die  betreffende  Kreisregierung
  gemaͤß  Artikel  2.  des  mehrerwaͤhnten  Gesetzes  vom  25.  Juli  1850.
die  oben  aufgefuͤhrten  Verguͤtungssaͤtze  fuͤr  die  Kostportion  der  Mannschaft  und
fuͤr  die  Fourage  verhaͤltnißmaͤßig  zu  erhoͤhen.

In  diesem  Falle  wird  die  Vergürung  der  Kosiportionen  und  der  Fourazer
rationen  auch  von  der  Königlich  Preußischen  Regierung  nach  den  in  der  bezeichneten
  Weise  erhöhten  Ansätzen  geleistet  werden.

Diese  Erhôhungen  sind  gegebenen  Falls  von  der  Kreisregierung  vor  dem
1.  Februar  für  das  ganze  Jahr  festzusetzen.

Die  diesbezüglichen  Erlasse  der  Kreisregierungen,  beziehungsweise  vorläufig
  jene  der  Königlichen  Regierung  der  Pfalz,  Kammer  des  Innern,  werden
der  Königlich  Preußischen  Regierung  stets  unverzüglich  zur  Kenntnißnahme  mitgetheilt
  werden.

Artikel  23.

Für  den  gewöhnlichen  Vorspann  wird  für  das  Pferd  30  Kr.,  für  den
Wagen  15  Kr.  und  für  die  Verpflegung  des  Fuhrmanns  10  Kr.  pro  Meile,
ohne  besondere  Berechnung  der  Rückfahrt  vergütet.

Artikel  24.

Die  Ladung  eines  zweispännigen  Vorspannwagens  darf  zwolf  Centner
Gewicht  nicht  übersteigen.

Munitionswagen  und  Fuhrwesentrains  sind  auf  den  Lagerplätzen  aufzustellen,
  welche  die  Ortspolizei  hiefür  anweisen  wird.

Bei  Pulvertransporten  insbesondere  sind  die  Vorschriften  der  Königlich
Bayerischen  Verordnung  vom  1.  Mai  1841.  —  die  Aufsicht  auf  die  Schießpulvertransporte
  betreffend,  —  welche  die  betreffende  Distrikts=  oder  Ortspolizeibehörde
  dem  Transportkommandanten  mitzutheilen  hat,  genau  zu  brachten.

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