Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

282  Platane

Größe  u.  Gestalt  einen  Baum  vorstellt,  so  ist  sie  der
Substanz  nach  nur  ein  Kraut  u.  heißt  daher  bel  den
Spaniern  Plantäno.  Oken  3,  519;  Die  Obstbananen
..,  Plantain.  517.  -änc,  f.;  —;  —n-:  1)  eine
Gatt.  großer,  breitblättriger,  weitschattiger  Bäume,
Platänus.  Oken  3,  1540;  Schatten  wirft  die  laubige
P.  mir.  Plalen  2,  11  1c.,  vgl.  Dschenar;  Sykomore.  —
2)  st.  Bananc,  s.  Platangr.  -anistas,  m.,  uv.;
uv.:  ein  platanenbepflanzter  Schattenplatz:  Der
ehemalige  P.  (was  die  Engländer  den  Theegarten  der
Spartaner  nennen  würden).  püchler  Südöstl.  3,  244  2c.,
vgl.  Alameda  2c.  -äno,  m.,  —#;  —#:  Banane  (s.
Platanar):  Ein  paar  grune  P-s  u.  einige  Eier,  aus
denen  sich  die  Reisenden  ein  Mahl  herstellen  könnten.
Gerstäcker  NReis.  2,  217.  -anos,  m.,  uv.;  zanoi:
Platane  (1):  Wenn  zum  Ulmbaum  dort  der  vertrauliche
  P.  säuselt.  fAwolf  Arist.  Wolk.  v.  1000.  anus,
m.,  uv.,  (—ses);  uv.,  -se  [824,  2):  Platane  (1):
Die  hohen  Pse.  Heinse  K.  1,  417;  H.  2,  88;  Setzen
wir  uns  unter  diesen  P.  W.  16,  33  2c.  —  Plat-ea
(gr.,  lat.),  f.  [S  24,  11:  1)  s.  Platalea.  —  2)
(auch  —.):  a)  ein  geebneter  Weg,  Straße  2c.:
Magtister  ab  álta  P.  [Lehrmeister  vom  hohen  Sitz
od.  Standpunkt  herab,  —  voller  Dünkel  1e.  J.  w.
25,  378.—  b)  der  breite  Bandwurm.  —  Plat-eau
(frz.  —),  n.,  —6;  #S#,  (—):  1)  die  ebne,  platte
Wagschale  einer  großen  Wage.  —  2)  Platte,  Präsentier-Brett,
  -Teller;  Theebrett  2c.:  Schon  trug  er
ein  P.  voll  Gläser  u.  silberner  Geföße.  Gutzkow  Z.  8,
153;  Lenz  55;  Hartmann  Letzt.  Tag.  15  2c.  —  3)
Tafelaufsatz.  —  4)  eine  hochliegende  Ebene,  Hochebene,
  Tafelland:  Der  Ausdruck  Tafelland  (P.)  wurde
im  J.  1750  „.  Buache  in  der  Sprache  der  Erdkunde
eingeführt.  Ausld.  39,  436b;  Die  Ränder  der  Pex.
Globus  6,  2a;  Solche  erhabene  kalte  P—s  wie  dle  Steppen.
  DViertelj.  48,  208  2c.;  Hoch-Ps.  Daniel  Geogr.
22;  Auf  diesen  Gras-Ps.  Kohl  Südr.  2,  134;  Das
Steppen-P.  87.  -ebande  Cbängd),  f.;  —é,  —n:
niedrige  schmale  Einfassung,  nam.:  1)  (Gärtn.)
Rabatte  (s.  d.).  —  2)  (Bauk.):  a)  Plättchen,  als
architektonisches  Glied  eines  Gesimses.  —  b)  Thür-,
Fensterfutter.  —  c)  eiserne  Schienen  zur  Unterstützung
  gewölbter  Fenstersturze.  -ed  (engl.  plétid),
a.:  plattiert:  Die  Manufafturen  v.  p.  goods  lgudds!
lattierten  Sachen).  Kohl  E.  1,  19.  -esorme  (frz.
Platförm,  auch  so  geschr.  u.  mit  tt),  f.;  —,  (—):
4)  ein  geplatteter,  ebner  Ranm,  der  einen  hohen
Standpunkt  gewährt,  z.  B.:  a)  plattes  Dach  eines
Gebäudes  (vgl.  Altan).  Zastiano  11;  Catus  Engl.  1,
275;  G.  21,  175;  Heine  Rom.  101  ic.  —  b)  abgeplattete
  Ebene  oben  auf  einem  natürl.  od.  künstl.
Berge,  vgl.  Terrasse  2c.:  Nach  der  östl.  Citadelle
deren  weite  Platform,  die  jetzt  ganz  wüst  llegt  ..,  einer
der  einladendsten  Ansiedelungsplätze  sein  dürfte.  pückler
Swöstl.  3,  105  2c.  —  2)  (s.  1)  Ubrtr.:  Dieser  Theil
führt  den  Namen  Gankürr  u.  steht  auf  derselben  mora-Uschen
  Plattform  [Höhe,  auf  demselben  Niveau]  wie
dic  japanischen  Theehäuser,  nur  einige  Stufen  liefer.
WhHtint  Weltr.  2,  6  2c.  —  3)  (s.  1)  Stück-Bettung.
—  4)  Theilscheibe,  zur  Eintheilung  v.  Kreisen.
Karmarsch  M.  1,  236;  604.  —  5)  bes.  in  Nord-Platonisch



amerika,  doch  aus  Cromwell's  Zeit  stammend  (s.
Herrig  30,  215,  vgl.  plank):  die  anerkannten  Prinzipien
  einer  politischen  Partei;  Parteiprogramm.
Ausld.  39,  26b;  51  2a;  Grenzb.  26,  3,  26;  Nat.3.  21,
267;  291;  Salon  3,  707;  Volksz.  16,  261  2c.
sond:  s.  Plafond.  „formle):  s.  Plateferme.  —
Platiasmeus  (gr.),  m.,  uv.;  zen:  breite,  vlatte
Aussprache.  —  Vlatieren:  s.  plattieren.—  Platill-a
(span.  —ilja),  —e  Cili),  k.;  —#:  Sorten  feiner  Leinwand.
  Eneykl.  f.  Kaufl.  642b.  —  Plälin  (—),  n.,
—s;  0;  ein  (erst  seit  1736  bekanntes)  Metall,  unter
allen  bekannten  das  schwerste,  an  Farbe  dem  Silber
(s.  plata)  ähnl.,  sehr  geschmeidig  u.  dehnbar,  den
stärksten  Säuren  u.  dem  Zerspringen  widerstehend  2c.
Katmarsch  2,  851;  Mirscherlich  2,  2,  331;  Schwefel-,
Phosphor-,  Kiesel-P.  342;  P.-Oryr-Ammoniak
od.  Knall-P.  338  c.;  P-Amalgam;  -Blech;,
Chlorür;  „Draht;  Erz;  „Feuerzeug  ((.
Gasopyrion);  -Lüster  (s.  .);-Mohr,  -Schwarz;
Munze  (s.  Serinkie);-Oryd;  =  Plattierung;
Salmiak;  Salze;  =  Sand;  Schwamm;
Schwarz  c.  Daneben:  Das  Plätina  (Metall)
u.:  Die  in  unserer  Zeit  gefundene  Plätina.  Merch's  Br.
2,  26  (Die  keusche  Plalina.  Kolegarlen  Rh.  3,  118).
Dazu  (vgl.  vergolden  2c.):  Verplätinen,  tr.  Kormarsch
  3,  567  —  platinieren,  vgl.:  Die  Platinierung.
  ibd.;  2,  857.  —  Plaline  (frz.),  f.;  n,
—6:  1)  eine  Metall-Platte,  -Schiene,  z.  B.  zur
Verfertigung  v.  Gewehrläufen  (Karmarsch  M.  1,
583);  gewalzte  Eisenschiene  (119),  vgl.  Millbar  2c.
—  2)  am  Strumpfwirkerstuhl,  ein  dünnes,  geschweiftes
  Blech  zw.  je  2  Nadeln.  K##marsch  3,  132.
—  3)  am  Jaquard-Webstuhl  r2c.  ein  oben  u.  unten
zu  einem  Haken  gebogner  Eisendraht,  in  dessen
untern  Haken  die  Korde  eingehängt  ist.  605  2c.  —
platin-#en,  iren  2c.:  s.  Platin.  —  Plaliläde
(scz.),  f.;  —n:  Plattheit:  Bodenlose  P—u.  Platen
1,  293.—  Platmenage:  s.  Plattmie.  —  Plätnih:
s.  Plolnik.  —  Plät-oln)  (gr.),  —;  öneln)  (§  21,
3,  Snis]:  ein  berühmter  griech.  Philosoph,  Stifter
der  Akademie  (s.  d.  1);  auch  antonomastisch:  Pervonte
  ..  hält  steif  u.  fest  sich  gegen  10  P-nen]  an
die  Realität  der  Mundprovisionen.  W.  12,  26;  Daß  er
.alle  seine  „P-nen“  .  wieder  verkaufte.  HB.  1,  179
lbei  Jarobs  Verm.  5,  11  eitiert:  „P-ne“]  =  Werke
des  P.  -öniker,  m.,  —;  uv.:  Anhänger  des
Plato.  w.  Lue.  4,  291  ie.  (s.  Platonist);  Neu.  P.
od.  alexandrinische  Philosophen  (Eklektiker).  -Snisch,
a.;  v.  Plato  herrührend,  seiner  Lehre  gemäß  re.,
s.  antip.  u.  z.  B.:  Die  lueiantsche  Feimschaft  gegen
..  alles  Uberspannte,  gegen  p-#e#  Prastigias.  W.  35,
143  r2c.;  bes.  aber:  Pe  (unsinnliche,  vgl.  uranische,
metaphysische)  Liebe,  s.:  Das  Buch  ..  war  Platon's
Symvosion  u.  .  Diotima  [s.  d.]  die  Dame,  v.  welcher
die  Rede  war.  Diese  schöne  u.  geistige  Art  v.  Liebe,
welche  man  mit  undankbarer  Verschweigung  ihrer  wahren
Erfinderin  die  p-e  zu  neunen  pflegt.  17,  122;  4,  110;
Wenn  du  Lust  haben  solltest,  die  metaphysische  Liebe  zu
kosten,  so  habe  ich  deinen  Mann  gefunden.  Er  ist  p-er
als  Plato  selbst.  141  2c.;  ferner:  P-e  Republik  (s.  d.),
der  in  Plato's  gleichnamiger  Schrift  aufgestellte