Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1876. (53)

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5)  Die  Wahlen  der  Städte  und  Oberamtsbezirke  sind  genau  30  Tage  nach  dem

Erscheinen  gegenwärtiger  Verfügung  im  Regierungsblatte,  also  am

Mittwoch  den  13.  Dezember  1876
gleichzeitig  vorzunehmen  und,  wenn  möglich,  an  diesem  Tage,  jedenfalls  aber  am  14.  Dezember
  zu  beendigen.

6)  Die  Bekanntmachung  des  Tags  der  Wahl,  des  Beginns  und  des  Schlusses  der
Wahlhandlung  hat  in  jeder  Gemeinde  spätestens  am  10.  Dezember  auf  ortsübliche  Weise
zu  erfolgen.

Hiebei  sind  die  Wahlberechtigten  bezüglich  des  Schlusses  der  Wahlhandlung  auf  die
Ausnahmebestimmung  in  Art.  13  letzter  Absatz  aufmerksam  zu  machen  und  dieselben,
falls  für  die  einzelnen  Gemeinden  eines  Abstimmungsdistrikts  der  Zeitpunkt  der  Abstimmung
  je  besonders  festgesetzt  ist,  ausdrücklich  darüber  zu  verständigen,  daß  ihnen  unbenommen
  bleibe,  im  Verhinderungsfalle  auch  zu  einer  anderen  Zeit  innerhalb  der  für
die  Wahlhandlung  überhaupt  anberaumten  Frist  abzustimmen.

Es  ist  darauf  zu  achten,  daß  die  Beurkundungen  dieser  Bekanntmachung  in  einer
die  ordnungsmäßige  Vornahme  der  letzteren  unzweifelhaft  bestätigenden  Weise  zu  den
Akten  gebracht  werden.

7)  Für  die  Wahl  der  den  Wahlvorstehern  der  einzelnen  Abstimmungsbezirke  beizugebenden
  zwei  Urkundspersonen  (Art.  12  des  Wahlgesetzes)  ist  rechtzeitig  Sorge  zu  tragen.

8)  Die  Distriktswahlkommissionen  haben  sorgfältig  darüber  zu  wachen,  daß  keine
Stimmzettel  von  Unberechtigten  in  die  Wahlurne  gelegt  werden  und  daß  mit  den  in
die  Wahlurne  gelegten  Stimmzetteln  keine  Veränderung  vorgenommen  werden  kann.
Bei  jedem  einzelnen  Wähler  ist,  bevor  sein  Wahlcouvert  in  die  Urne  gebracht  wird,  nachzusehen,
  ob  er  in  die  Wählerliste  seiner  Gemeinde  ausgenommen  ist  und  es  ist  zutreffenden
  Falls  bei  seinem  Namen  in  der  betreffenden  Columne  der  Wählerliste  die  erfolgte
Abgabe  seiner  Stimme  vorzumerken.

9)  Die  Distriktswahlkommissionen  haben  dafür  zu  sorgen,  daß  in  dem  Wahllokale
jedem  Wahlberechtigten  Gelegenheit  gegeben  ist,  seinen  Stimmzettel  daselbst  zu  schreiben;
ebenso  haben  sie  eine  geeignete  Person  (Art.  12  vergl.  mit  Art.  14  Abs.  4  des  Wahlgesetzes)
  aufzustellen,  welche  von  den  bereit  gehaltenen  Wahlcouverts  jedem  Wähler  ein
solches  Couvert  zum  Verschließen  seines  Stimmzettels  übergibt.

Stimmzettel,  welche  auf  bestimmte  Wahlbewerber  lauten,  dürfen  innerhalb  des  Wahl-