Volltext : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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haßt  und  wurde  so  ganz  als  der  Urheber  aller  boͤsen  Anschlaͤge
  angesehen,  als.  Matthäus  Enzlin,  Professor  der
Rechte  zu  Tübingen,  den  der  Herzog  gleich  mit  dem  Antritt
seiner  Regierung  in  den  wichtigsien  Geschäften  brauchte,  sogleich
  von  der  Universität  hinweg  in  seinen  besondern  Rath
zog  und  endlich  zu  seinem  Canzler  machte.  Als  Rdmischer
Rechtslehrer  hatte  Enzlin  zu  Heidelberg  und  zu  Tübingen
geglänzt,  aber,  versetzt  in  das  Fach  des  Staatsmanns,  und
bei  Finanzgeschäften,  in  welchen  er  gebraucht  wurde,  vergaß
  er  die  Vorsicht  und  die  Enthaltsamkeit,  wodurch  ein  gehaßter
  Gönsiling  seinen  Feinden  ihre  Unternehmungen  ##
schweren  sollte.  Die  Versetzung  vom  Catheder  in's  Kabinet
ist  zwar  überhaupt  noch  selten  gelungen,  aber  auch,  der  gewandteste
  Minister-  der  uͤber  seinen  Roͤmischen  Rechtsprinwuͤrde
  schwerlich  dem  Vaterlaude  und  diesem  seinem  Heun
zugleich  haben  dienen  konnen,  da  Herzog  Friederich  die
Eilfertigkeit,  womit  ein  Projekt  ausgeführt  wurde,  fast  immer
  dem  Projekt  selbst  vorzog,  alles  mit  einemmal  angriff,
das  alte  Familiengewebe  zerstoͤrte,  die  Theologen  zu  Theologen
  machen  wollte,  sich  ein  kleines  Corps  stehender  Soldaten
  zu  werben  suchte,  seine  Finanzen  und  seine  ganze  *
gimentsverfassung  umzuschaffen  anfieug.

chem  viele  seiner  eren  michtigsten  Prränderugen  flossen,
daß  er  sein  Land  so,  besitzen,  wolle,  wie  es  von,  „Herzog
Eberhard  II.  bekomme,  „daß  ihn  nachtheilige  Verträge,
welche  von  Herzog  uliich  und.  seinen  Descendenten  geschlose
sen  worden,  nicht  binden  könnten,  weil  ihm  Ulrich  und
seine  Descendenten  an  den  Rechten  nichts  hätten  vergeben
dürfen,  welche  von  seinen  Vorältern  auf  ihn  gekommen