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ihm zukam, so allein ihm unterworfen, daß er ein sou—
verainer Herr hätte scheinen können.
So lange das Erarchat bestund, war und blieb er ein
Unterthan des Byzantinischen Kaisers, und dieser, an despotische
Behandlungen seiner Reichsbischöfe gewöhnt, vergaß
besonders wenn dogmatische Entzweiungen entstunden,
oft selbst die Mäßigung und Schonung, an die der erste Bischof
seines Reichs mit großem Recht Anspruch machen konnte.
An eine Uebertragung des Ducats von Rom oder der dasigen
höchsten Gouverneurs-Stelle war vollends gar nicht zu
denken.
Doch eben dieser erste Bischof des Byzantinischen Reichs,
eben dieser Unterthan des dortigen Kaisers spielte bei allen Vorfällen
zu Rom eine sehr große Rolle. Rom selbst war dem
Byzantinischen Kaiser nur so unterworfen, wie volkreiche,
hochprivilegirte Städte einem entfernten Herrn unterworfen
zu seyn pflegen. Der Senat oder die Municipalität daselbst
bekümmerte sich oft eben so wenig um die Befehle, die von
Consiantinopel kamen, als um den kaiserlichen Gouverneur
selbst, und der Bischof, unstreitig nach Rang und Cinfluß
der erste Mann in Rom, gewann oft ein Ansehen, das nach
seinen wahren Amts-Verhältnissen unbegreiflich scheinen könnte,
wenn man nicht wüßte, daß gewöhnlich, unter schwachen,
Regierungen, Rang und Einfluß weit mehr wirken, als
fdrmliche Amts-Rechte thun.
Muratori de censibus ac rednibus olim ad REeclesiam BRonanam
pertinentibus in Antiqd. Ital. medii acvi. Tom. V.
P. 708. seq.
2. Sobald auch der Byzantinische Kaiser anfieng, diesen
Mann von großem Einflutz unbarmherzig despotisiren zu
wollen, so entwickelte sich durch schlaue Leitung desselben ein