Volltext : Die Revidirte Gesindeordnung für das Königreich Sachsen in der Fassung vom 31. Mai 1898.

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Ferdinand  III.  blieb  ebenfalls  nichts  übrig,  als  fortzustreiten  gegen
die  Feinde  seines  Glaubens  und  Thrones.
.  12.

Mehrere  Jahre  (1054—1040)  glückte  es,  den  Feind  von
Baperns  Grenzen  abzuwehren,  der  in  andern  Gegenden  Deutschlands
  gleiches  Elend  verbreitete.  Die  Bapern  fochten  unter  Werth
und  Mercy  überall  tapfer.  Maximilian  that  alles,  um  für  die
Kriegsbeduürfnisse  zu  sorgen,  und  sein  Heer  vollzählig  zu  erbalten.
Nicht  immer  so  that  Oesterreich.  Max  machte  dem  Kaiser  darüber
Vorwürfe,  und  drohbte,  bei  solcher  Bewandtniß  noch  vom  Kampfplatz
  abzutreten,  und  sich  selbst  zu  retten.  Wirklich  war  Maximilian
  noch  dazu  gezwungen.  Denn  als  im  28.  Jahre  des  Krieges
(1045)  die  Franzosen  unter  Turenne  und  die  Schweden  unter
Wrangel  vereint  auf  Baypern  losgingen,  schnell  über  die  Städte
Donauwörth,  Nain,  Schrobenhausen,  Freysing  vordrangen,  und
Bapern  neuerdings  in  eine  große  Brand=  und  Blutstätte  verwandelten,
  so  schloß  Maximilian  mit  den  Schweden  und  Franzosen
in  Ulm  einen  Wassenstillstand  (14.  Mai  1047).  Bald  sah  aber  Max
den  Waffensilllstand  für  sich  mehr  nachtbeilig,  als  vortheilhaft.
Das  Unglück  des  Kaisers,  der  Uebermuth  der  Schweden,  die  traurigen
  Aussichten  in  die  Zukunft  bewirkten,  daß  Max  den  Waffenstillstand
  wieder  brach,  und  dem  Kaiser  zu  Hülfe  eilte.  Blutige
Rache  nahmen  dafür  Wrangel  und  Turenne  an  Bayern.

.  15.

Nach  so  vielen  Drangsalen,  die  Bayern  durch  das  fseindliche
Schwert,  durch  Hunger  und  Pest,  durch  Contributionen  und  Plünderung,
  durch  Verheerung  und  Verwüstung  erlitten,  nahte  endlich
das  Jahr  1048,  und  mit  demselben  des  dreißigjährigen  Krieges
Ende.  Denn  nach  langem  Unterhandeln  wurde  endlich  zu  Münster
  und  Osnabrück  zwischen  den  kriegführenden  Partheien  der  westphälische
  Friede  abgeschlossen,  24.  Okt.  10486.  In  diesem  Frieden
erhielt  Maximilian,  für  so  viele  Millionen,  für  so  viel  vergossenes
Blut  und  erlittenes  Elend  nichts,  als  den  bleibenden  Besitz  der
Churwürde  mit  dem  Erztruchsessenamte  und  der  Oberpfalz  mit  Kam.
Die  Pfalz  am  Rhein  und  die  junge  Pfalz  mit  der  neugestifteten
achten  Churwürde  erhielt  der  junge  Karl  Ludwig,  Sohn  des  un-