Full text : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuß Älterer Linie. 1891. (40)

Nachsendung
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grammen.

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b)  im  Falle  der  Geldempsänger,  indem  er  die  telegraphische  Postanweisung  erwartet,
  der  Telegraphenanstalt  den  Wunsch  ausgedrückt  hat,  die  Jahlung  gleich
nach  der  Ankunft  der  Anweisung  bei  der  Telegraphenanstalt  in  Empfang

zu  nehmen.

In  beiden  gällen  muß  der  Auszohlung  des  Betrages  der  vollständige  Ausweis
des  Empfängers,  falls  derselbe  nicht  persönlich  und  als  versügungsfähig  bekannt  ist,  vorhergehen.
  Die  kelegraphische  Postanwelsung  ist  alsdann  von  der  Telegraphenanstalt  mit
dem  (vorzuschreibenden)  Quittungsvermerk  zu  versehen,  dieser  vom  Empfänger  zu  unterschreiben
  und  die  Unterschrift  durch  die  Telegraphenanstalt  mit  dem  Zusatze  zu  beglaubigen,
daß  der  Empfänger  bekannt  sei,  oder  daß  und  in  welcher  Weise  er  den  Ausweis  geführt  habe.

8.  15.

I.  Der  Aufgeber  eines  Telegramms  kann,  indem  er  vor  die  Ausschrift  den  Vermerk
  „nachzusenden“  oder  „(FS)“  niederschreibt,  verlangen,  daß  dasselbe  sofort  nach  der
vergeblich  versuchten  Zustellung  von  der  Beftimmungsanstalt  an  den  neuen,  ihr  in  der
Wohnung  des  Empfängers  bekannt  gegebenen  Destihenuntort  weiterbefördert  werde.

Der  Vermerk  „nachzusenden“  oder  „(FS)“  kann  auch  von  mehreren  hintereinander
  stehenden  Bestimmungsangaben  begleitet  sein;  das  Telegramm  wird  dann  n
einander  an  jeden  der  angegebenen  Beftimmungsorte,  nzthigensalls  bis  zum  letzten,  befördert.

III.  Bei  der  Aufgabe  eines  nachzusendenden  Telegramms  ist  nur  die  auf  die  erfle
Besörderungsftrecke  entfallende  Gebühr  zu  entrichten,  wobei  die  vollsländige  Aufschrift  in
die  Wortzahl  einbegriffen  wird.  Für  jede  Nachtelegraphirung  an  einen  neuen  Bestimmungsort
  wird  die  volle  tarifmähige  Gebühr  berechnet  und  vom  Empfänger  erhoben.

IV.  Jedermonn  kann  nach  gehörigem  Ausweis  verlangen,  dah  die  bei  einer
Telegraphenanstalt  ankommenden  und  in  deren  Bestellbezirk  ihm  zuzustellenden  Telegramme
an  eine  von  ihm  angegebene  Adresse  bestellt  oder  weiterbefördert  werden.  Die  bezüglichen
Ankräge  sind  schriftlich  zu  ftellen.

.  Wenn  der  Empfänger  seinen  Aufenthaltsort  verändert  hat,  so  werden  demselben
  die  für  ihn  eingehenden  Telegramme  an  den  neuen  Ausenthaltsort  nachtelegraphirt,
dies  ausdrücklich  verlangt  worden  ist,  sofern  dieser  neue  Aufenthaltsort
des  Empfängers  unzweifelhaft  bekannt  ist,  innerhalb  Deutschlands  liegt,  und  sich  am
ursprünglichen  wie  am  neuen  Aufenthaltsorte  Anstalten  der  Reichs-Telegraphenverwaltung
bz.  der  Staals-Telegraphenverwaltung  Bayerns  oder  Würktembergs  befinden.
8  16.

I.  Die  Telegramme  können  gerichtet  werden  entweder  an  mehrere  Empfänger  in
einer  Ortschaft  oder  in  verschiedenen,  aber  in  den  Bestellbezirk  einer  und  derselben  Telegraphenanstalt
  fallenden  Oertlichkeiten  oder  an  einen  und  denselben  Empfänger  nach
verschiedenen  Wohnungen  i  derselben  Ortschaft  mit  oder  ohne  Weiterbeförderung  durch
Post,  Eilboten  oder  Estaset

.  Der  Auheber  **“  zu  vervielfältigenden  Telegramms  muß  je  nach  d
Umftänden  vor  die  Aufschrift  eines  jeden  Empfängers  die  besonderen  Angeben  bergl.
*  6  III)  niederschreiben;  handelt  es  sich  jedoch  um  ein  dringendes  oder  zu  vergleichendes