Die österreichische Offensive bei Lemberg.
(Oesterreich-ung arisches Kriegspressequartier, 10. September, 8 Uhr
45 Min. Im Gebiet von Lemberg geht der von österreichischer Seite mit größter
Energie aufgenommene Offensivkampf gegen die dort konzentrierte russische Haupt-
armee weiter. Nähere Mitteilungen werden vom Hauptquartier vor der Entscheidung
der Schlacht nicht ausgegeben. (Berliner Tageblatt.)
Englische Verwaltung in Samoa.
Berlin, 10. September. In Samoa haben die Engländer nach der am
20. August vollzogenen Besitzergreifung eine provisorische Verwaltung eingerichtet.
Einzelheiten fehlen noch. (W. T. B.)
Schlacht an der Marne. — Neue Kämpfe in Ostpreußen.
Großes Hauptquartier, 10. September. Die östlich Paris in der Ver-
folgung an und über die Marne vorgedrungenen Heeresteile sind aus Paris
und zwischen Meaux und Montmirail von überlegenen Kräften angegrifen.
Sie haben in schweren zweitägigen Kämpfen den Gegner aufgehalten und selbst
Fortschritte gemacht. Als der Anmarsch neuer starker feindlicher Kolonnen ge-
meldet wurde, ist ihr Flügel zurückgenommen worden. Der Feind folgte an
keiner Stelle. Als Siegesbeute dieser Kämpfe sind bisher fünfzig Geschütze und
einige tausend Gefangene gemeldet. Die westlich Verdun kämpfenden Heeres-
teile befinden sich in fortschreitendem Kampfe. In Lothringen und in den
Vogesen ist die Lage unverändert.
Auf dem östlichen Kriegsschauplatz hat der Kampf wieder begonnen.
Generalquartiermeister v. Stein. (W. T. B.)
Hilfskreuzer „Oceanic“ gesunken.
London, 10. September. Die Admiralität gibt bekannt: Der als Hilfs
kreuzer armierte Dampfer „Oceanic“ von der White Star Line hat gestern nahe
der Nordküste von Schottland Schiffbruch gelitten. Der Dampfer ist vollständig
verloren. Alle Offiziere und Mannschaften wurden gerettet. (W. T. B.)
Erneuter Sieg Hindenburgs über die Russen. — Sieg des
Kronprinzen bei Verdun.
Großes Hauptquartier, 10. September. Der deutsche Kronprinz hat
heute mit seiner Armee die befestigte feindliche Stellung südwestlich Verdun
genommen. Teile der Armee greifen die südlich Verdun liegenden Sperrforts
an. Die Forts werden seit gestern durch schwere Artillerie beschossen.
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