Nummer 10
Freitag, 14. Januar —W
Todesfall. Trauer ist in die Familie
des Herrn Kaufmanns. Mlois Reich am Mitteiror
eingekehrt. Der einzige Sohn, Herr Albis
Reich, welcher zu Eriedeneseiten als Kaufmonn
in Ingolstadt * war, ist nach langem Leiden
im Alter von 26 Jahren bei seinen Eltern gesiorben.
Kaum von schwerer Krankheit genesen,
erging bei Ausbruch des Krieges der Ruf des
Vaterlandes auch an ihn; er stand dann als
Ers.-Res. im 10. Jnf. Rgt. Unter der Fahne
scheint er sich die Keime zu neuen Krantheiten
geholt zu haben; er kam später leidend in das
Lazarett und weilte seit Dezember 1914 schon
krank im Vaterhause, sorgsam gepflegt von den
Seinen. Leider war aber Hilke nicht mehr zu
bringen; in den besten Jalxen ist er jetzt aus
dieser Jeitlichleit geschieden.“ Der Schmerz seiner
Angehörigen ist groß, ihnen wendet sich
aulgemein, Teilnahme zu.
Gymnasium. Herr Oberstudienrat
Dr. 9 bisher Rektor des Kgl. Gymnasiums
Notenheim, ist in den letzten Tagen aus dem
Felde zurückgekehrt. Er weille einige Tage in
Rosenheim, um sich vom Kollegium der Prosessoren
und den Schülern des Gymnasiums
zu verabschieden, bevor er seinen neuen Poslen
in München übernimmt.
Kusik und Thecker.
Wohltätigkeitskonzert zum Besten
der Ortsfürsorge Rosenheim. Nach
längerer Pause treten am kommenden Samstag
Liedertafel und Männergesangverein Rosenheim
in Verbindung mit der verstärtten Künstlerkapelle
der hiesigen Militärmusik und unter
gefälliger Mitmirlung des Hrn. Lehrers Schiegg
als Sänger an die Oeffentlichkeit, um durch ein
Wohltätigkeitskonzert im Festsaale des Hotels
„Deutscher Kaiser“ wieder Summen flüffig zu
machen zum Besten unserer Ortsfürsorge. Inserat
und Plalate haben schon die Einwohnerschaft
Rosenheims auf das bevorstehende Konzert
aufmerksam gemacht, und auch an dieser
Stelle sei an den bekannten und dewährten
Wrltätigleitssinn der Rosenheimer die Bitte
gerichtet, durch Besuch der Veranstaltung wieder
ergiebige Steine in den Bau fügen zu helsen,
den christliche Nächstenliebe und Dankdarkeit
geschaffen. Sicher wird jeder Gast in dem Ge-Lotenen
reiche Entschädigung für das gebrachte
Oofer an Geld und Zeit finden. Neben kraftvollen
Männerchören der beiden Vereine werden
auch Lieder für einen stattlichen gemischten
Chor gesungen. Letzerer verdankt sein Entstehen
der liebenswürdigen Miluirkung hiesiger Damen.
Die verstärkte Künstlerkapelle der hiesigen
Militärmusik wird in Solonummern und als
Blleiterin tätig sein. Herr Hehrer Schiegg aus
nchen, den Rosenheimern, besonders aber den
Mitgliedern und Gästen der Liedertasel aus
früherer Zeit in guter Erinnerung, wird sich
als ausgebildeter Sänger hören lassen, nachvem
er als plcher schon mit schönem Erfols. in
Münchener Konzerten ausgetreten ist. Was der
Veranstaltung noch eine besondere Anziehung
verleihen dürfte, ist der Umstand, daß zwei
schöne Chöre zum Vortrag gelangen, die Schöpfungen
ehemaliger Rosenheimer, der Herren
Stadtpfarrprediger Kagerer u. Lehrer Schiegg,
sind. Viele Stunden ernster Arbeit, große
Opfer an Zeit und Mühe gingen der Veranstaltung
voraus; sie wurden des edlen Zmeles
wegen gerne gebracht. An den Geladenen liegt
es nun, das begonnene Werk durch recht zahlreichen
Besuch vollenden zu helfen zum Besten
der Ortsfürsorge Rosenheim.
Der Weltkrieg.
alte Kriesslage.
roßes Hauptgquartier, den
13. echenttch Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplaf.
Rordöstlich von Armentieres wurde der Vorstob
einer starken englischen Abteilung zurückgechlagen.
In den frühen Morgenstunden wiederholten
die Franzosen in der Chanwagne den Angriff
nordöstlich von Le Mesnil. Sie wurden glatt
abgewiesen.
Ebenso scheiterte ein Angriffsversuch gegen einen
Teil der von uns am 9. Januar bei den
Gefechten bei Maison de Champagne gewonnenen
Gräben.
Die Leutnante Bölke und Immelmann schossen
nordöstlich von Tourcoing und bei Bataume
je ein anglisches Flugzeug ab. Den unerschrocke-#nen
Offizieren wurde in Anerkennung iztt ausserordentlichen
„Leistungen von Sr. Masjestät
dem Kasler der Orden Pour le Merite verliehen.
Ein grittes englisches. Flugzeug wurde 1 lank wurde
im Luftkampf bei Roubaix, ein viertes durch
unser Abwehrfeuer bei Ligny südwestlich von
Lille herabgeholt. Von den acht enlisshen. Fliegeroffizieren
sind 6 tol, 2 verwun
Cestlicher uriegsschauplatz.
Erfolgreiche Gefechte deutscher Patrouillen
und Streiskommandos an verschiedenen Stellen
der Front.
Bei Nowosjolli zuischen der Olschanla und
der Beresina wurden die Russen aus einem vorgeschobenen
Graben vertrieben.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert.
Oberste Heeresleltung.
Das Verbrechen der „Baralong“.
Berlin, 13. Jan. Eine neutrale Stimme
zum „Baralong“-Fall und der englischen Antwort.
Die „Neuen Jürcher Nachrichten“ vom
6. Januar 1916 bringen eine kurze Inhaltsangabe
der englischen Antwort auf die deutsche
Denkschrift zum „Baralong“"-Fall und bemerken
dazu: Mit obiger Antwort ist das deutsche
Sühnebegehren wegen der Ermordung von 12
deutschen U-Bootsleulen durch britische Flottenmannschaften
auf Besehl des britischen Kapitäns
von der englischen Regierung abgewiesen
worden. Ein Wichtiges enthält die Antwort
von Sir Edward Grey doch, sie bestreitet den
fürchterlichen Tatbestand nicht, den viele bis
zur Stunde kaum zu glauben vermochten, daß
nämlich zmölf überlebende Mannschaften des
deutschen U- Bootes, das nicht in ehrlichem
Kampf, sondern auf hinterlistige Art bei falscher
Fle aage vernichtet wurde, als sie sich ergeben
halten, auf Befehl des siegreichen englischen
Kapitäns wie Raubwild niedergeschossen vur.
den, darunter der Kommandant des Utes.
Sir Edward Grey sucht den Vorgang 8
drei von deutscher Seite begangenen Alten zu
deden, welche Alte sich aber hier gar nicht zu
einem Vergleiche anführen lassen, auch ni
der von Grey herbeigezogene Edelmut mit der
Rettung deutscher Seeleute in anderen Fällen.
Die Hauptsrage verliert dadurch nichts an ihrem
fürchterlichen Ernste: Haben britische Flottenmannschaften
auf Befehl ihres Kapitäns deutsche
U--Bootleute ermordet, nachdem sie sich ergeben
hatten? Die englische Regierung ist nicht in
dber Lage, diese Frage zu verneinen, sie weigert
sich aber, die Mörder zur Verantwortung zu
ziehen. Nun hat Deutschland das Wort. Es
steht auf viel zu hober zivilisatorischer Stuse,
um ein Gleiches zu tun und sich nun auch am
Leben von englischen Gefangenen vergreisen zu
wollen. Scharfe Repressalien können aber nicht
ausbleiben, schon um die Wiederkehr solcher
Verbrechen nach Möglichkeit zu hindern. Auch
in neutralen Staaten wird man sich nicht verhehlen,
daß die englische Regierung mit ihrem
„Baralong“= Weißbuch den Schild Englands
mit einem unauslilgbaren Makel befleckte. Hälte
sie das scheußliche Verbrechen ihrer Leute mil
der blinden Wut derselben über die deutschen
Unterseeboote einigermaßen zu entschuldigen versucht,
so hätte man es verstanden, daß sie aber
mit sophistischen Ausflüchten über dasselbe hinweggleitet,
dafür fehlen zur richtigen Kennzeichnung
der Sprache die Worte. Dies ist schändlicher
als die Tat selber. Welcher Verwilderung
der Gesinnung in den Kreisen, die ein Vorbild
und Träger einer guten und menschlichen sein
sollten, gehen wir noch entgegen? (.
Weiterer Bemerkungen zu diesen Ausführungen
bedarf es nicht.
Rücktritt A#bquiths?
Genf, 13. Jan. Die „Gazette de Lausanne“
schreibt: Wir wären durch den baldigen
Rücktritt Asquiths nicht überrascht. Zu viele
militärische und politische Fehler sind unter seiner
obersten Verantwortung begangen worden,
so daß die in gut unterrichteten Kreisen in Umlauf
befindlichen Gerüchte, Lloyd George werde
sein Nachsfolger, an Bedeutung gewinnen. (3Z.)
Amerika, Deutschland und England.
Neuyork, 13. Jan. (Durch Funkspruch
des Vertreters des WB.) Die Aussichten auf
eine baldige und endgültige Beilegung der ganzen
Unterseebootsstreitfrage erwecken in der
Presse und in den amtlichen Kreisen große Genugtuung.
Depeschen aus Washington betonen,
daß man für diese Woche die Klärung der Gesamtlage
erwarte, worauf Amerika wieder seine
Aufmerksamkeit auf die diplomatische Auseinandersetzung
mit England über die Beeinträchtigung
des amerikanischen Handels richten werde.
Die „New York Times“ sagt: In dem diplomatischen
Meinungsaustausch mil England werden
Wilson und Lansing genau von demselben
Gefühl geleitet, wie in dem Streit mit Deutschland,
nämlich, daß es ihre Pflicht ist, die Rechte
der Neutralen zu verfechten. Eine Depesche der
„New York World“ aus Walhington stellt fest,
daß Lansing die schärfste Note, die er je geschrieben
hat, über die Behandlung des amerilanischen
Handels nach London senden werde.
Die Note werde dartun, daß England in Friedenszeiten
fest dafür eingetreten sei, daß Nahrungomittel
unter leinen Umständen als Bannaut
anzuselen seien. Nachdem sich die Regierung
der Vereinigten Staaten grundsätzlich uberzeugte,
daß Deuschland und Cesterreich-Ungarn
ausfrichtig beabsichtigen, von jetzt an das
Leben von Nichtkämpfern auf torpedierten Schifsen
zu schonen, sei die amerikanische Regierung
nun auch überzeugt, daß ihre Stellung bei den
Verhandlungen mit London in dem Umfange
gefestigt merden würde, daß England gezwungen
sein werde, die Forderungen zu erfüllen.
an den Kreisen der Regierung gewinnt die Ansicht
schnell Boden, daß, wenn die Untersee-Tootsangelegenheit
endgültig beigelegt ist, der
Kongreß auf einem Vorgehen bestehen werde,
das England dazu zwinge, auf die amerikanischen
Forderungen einzugehen. Obwohl der
Plan, Schisfsladungen mit Wassen und Munition
für die Alliierten mit einem Embargo
zu bekegen, der Regierung niemals ernstlich vorgeschwebt
habe, glauben amtliche Kreise, daß
dies in naher Zukunft ernsthaft als Vergellungemaßnahme
gegenüber England befürwortet
werde
Die russische Offensive in der
Bukowina.
Czernom ita, 13. Jan. In Czernowitz ei eingebrachte
gefangene Russen bezeichn en die russischen
Berluste während der Ossensivtkämpfe als
ungeheuer. Oie kurzen Kampspausen seien darauf
zurückzuführen, daß alle Straßen mit Verwundetentransporten
und durch die Bestattung
der Toten verlegt sind. Der russische Sanitätsdienst
konnte eine derartige Aufgabe nicht bewältigen.
Es kam vor. daß Verwundete 36, ja
48 Sinnden hilflos liegen blieben. Wegen Mangels
an Bahnanlagen mußten auf freiem Felde
ambulante Sanitätsanstalten errichtet werden.
die unter der Kälte und den mangelhaften Hilfsmitteln
furchtlar litien. Unter den Verwundeten
befinden sich viele Oif#zierc. darunter ein
General und drei Obersten. Die Gefangenen
sagen serner aus, daß unsere weittragenden Gechütze
die Verproviantierung der russischen
Truppen sehr erschweren, stellenweise sogar unmöglich
machen. (J.)
Die italienischen Verluste.
Genf, 13. Jan. Die Verluste des italienischen
Heeres an der österreichischen Grenze betragen
bis zum 1. Dezember an Toten, Verwundeten
und Vermißten 600 000 Mann. (3. )
Die französische Preie
er Montenegro.
Geunf, 13. Jan. Die 7!— Presse bespricht
sehr erregt die verzweifelte Lage Montenegros.
Sie sagt, daß sich das Trauerspiel Serbiens
wiederhole; der Vierverband, besonders Italien,
sei zu spät gekommen. (Z.)
Danilo, Aenia und Nitita in Rom.
Bern, 13. Jan. Römische Blätter melden
die Ankunft des Prinzen Danilo und der Prinzessin
Tenia von Montenegro in Rom; sie trasen
von Ventimiglia kommend ein und fuhren
zur Residenz. Das Gerücht von der Ankunft
des Königs Nilita in Italien wird nicht
bestätigt. (Z.)
Auf Minen gestoßen.
Rom, 13. Jan. (Agenzia Stefani.) Am 6.
Januar stießen der requirierte Dampfer „Citta
die Palermo“ (1052 Tonnen) und die „Brindisi“
in der unteren Adria auf Minen und
sanken. Schnelle Hilfeleistung ermöglichte es,
fast die gesamte Besatzung und die Fahrgäste
der „Citta die Palermo“, sowie die ganze Besatzung
und über die Haälfte der Reisenden der
Gi zu retten. (Z.)
Vor Saloniki.
Lugano, 13. Jan. Die französische erste
Verteidigungslinie ist nunmehr vollständig hergestellt
und die zweite nahezu vollendet. Die
Stimmung im französischen Lager hat sich aus
diesem Grunde etwas gebessert, denn man ist
der Ansicht, daß es den Zentralmächten und
ihren Verbündeten nicht leicht gelingen werde,
Saloniki, das jetzt einem zwbeiten uten gleiche,
u nehmen. Es scheint, daß die Engländer und
Franzosen den Hauptangriff von Westen erwarten.
Es scheint auch, daß die Verbündeten
eine Operation mit den Italienern planen. Der
Korrespondent des „Secolo“ spricht die Vermutung
aus, da ß die in Salonili stehenden nicht
ganz 200 000 Mann für einen wirksamen Wiverstand
genũgen werden. Es sei aber ratsam,
sie zu verstärken und zwar durch Italiener- am
die Engländer sei nicht viel zu zählen, denn die
hätten anderswo, zumal in Aegypten, alle
Hände voll zu tun. (J.)
Die Franzosen auf Korfu.
Athen, 13. Jan. (Agence Havas.) Die
Gesandten da Alllierten übermittelten gestern
der griechischen Negierung folgende Note: Die
Regierungen der Alliierten beauftragen ihre
Vertreter in Akthen, der griechischen Regierung
auseinanberzusetzen, daß sie es für eine unabueisbare
Pflicht der Menschlicheit hiellen (1),
so bald als moglich einen Teil der serbischen
Armee auf einen der albanischen Küste benachlarten
Punkt hinüberzuschaffen, wo er sich jetzt
befindet, um diese heroischen Soldaten vor
Lungersnot und Bernichtung zu bewahren. Nach
einer cingehenden Erwägung der Bedingungen
des Transportes erkannien die alliierten Regierungen,
daß nur die Jusel Korfu die notnmendigen
Möglichleiten im Hinblick auf die
Gesundheit der serbischen Truppen, die Sicherheit
und Schnelligkeit des Transportes, sowie
die Bequemlichleit der Verpflegung biete. Sie
war der Ansicht, daß Griechenland sich nicht
der Uebersiedelung der Serben und seiner Verbündeten
widersetzen werde, die nur kurze Zeit
auf der Insel bleiben würden, mo die Bevöllerung
sie sicherlich mit der gebührenden Teilnahme
aufnehmen werde (1). Es handle sich
um keine Art von Besetzung, da der griechischen
Regierung in dieser Hinficht alle Garantien gegeben
wurden souohl betreffs Korfus, wie der
anderen Teile der griechischen Territorien, deren
sich die englischen und franzisischen Truppen
zeitmeilig seit Beginn des gegenmärtigen Prieges
hälten bedienen müssen.
Lugano, 13. Jan. „Secolo“ meldet aus
Atlten: Es wird befätigt, daß die Franzosen
auf der Villa des Achilleion die französische
Flagge hißten. Auck das Kap Sideri im Norden
von Korfu wurde besengt. Mit den französischen
sind auch serbi#iche Soldaten auf Korfu
Helandet. Mit der Besetzung des Achilleions
war eine Haussuchung der Villa verbunden. Die
griechische Regierung wird auf alle Fälle gegen
die Besetzung proteitieren. Die Erbitterung über
die neuen französischen Uebergriffe ist sehr groß.
K. Staatoministerium des Innern.
Bekanntmachung
über die Einfuhr von Nutz= und Zuchtoieh aus
Oesterreich in das bayer. Grenzgebiet.
Unter Ausyebung aller entgegenstehenden
Verfügungen wird im Hinblick auf den Stand
der Maul-= und Klauenseuche im österreichischen
Grenzgebiete mit sofortiger Wirkung folgendes
bestimmt:
1. Die Einfuhr von Rindvieh zu Nutz= und
Juchtzwecken aus den österreichischen politischen
Bezirken Perg, Freistadt, Rohrbach, Tamsweg,
Zeil am See, Kufstein, Schwaz, Innsbrud
Bezirls- Haup##nannichaft, Innsbruck-Stkadt,
Reutte, Imst, Bregenz, Prachatitz isl bis auf
weiteres verboten.
2. Die Einfuhr von Rindvieh zu Nutz= und
Zuchtzwecken aus den österreichischen politischen
Bezirlen Urfahr, Linz-Bezirlshauptmannschaft,
Kirchdorf, Steyr-Bezirkshauptmannschaft,
Gmunden, Linz-Stadt, Steyr-Stadt. Wels,
Schärding, Nied, Braunau, Vöcklabruck, Eferding,
Grieskirchen, Hallein. St. Johann, Salzburg-Bezirkshauptmannschaft,
Salzburg-Stadt,
Kipbühel, Landeck, Bludenz, Feldkirch, Fallenau,
Asch, Eger, Tepl, Marienbad, Plan, Mies, Tachau,
Bischofteiniy, Taus, Klattau, Kruman.
Kaplitz und Schüttenhofen in das bayer. Grenzgebiet
ist nach Maßgabe der Bestimmungen unler
10 der Bekanntmachung vom 25. Febr. 1906
(GVWBl. S. 53) mit dem Beisügen, daß seitens
der l. k. österreichischen Regierung erlassene
Ausfuhrverbote hierdurch nicht berührt werden
und mit nachstehenden Beschränkungen zugelassen:
a) Veder, Viebpah hat auhzer den nach 8 39
Abs. 2 a. a. O. vorgeschriebenen Angaben
die amtliche Bescheinigung des Gemeindevorstehers
zu enthalten, daß das Tier in
den letzten 30 Tagen vor seinem Abgange
vom Herkunftsorte nicht in einem Bezirke
gestanden hat, aus dem die Einfuhr von
Rindvieh zu Nutz= und Zuchtzwecken nach
Bayern verboten ist;
b) bei der Einfuhr auf dem Landwege dürfen
Bezirke, aus denen die Einfuhr von Rindvieh
zu Nutz= und Zuchtzwecken nach Bayern
verboten ist, nicht berührt werden.
München, den 7. Januar 1916.
J. A.: Ministerialrat Luremburger.
Wetterbericht für Freitag, den 14. Januar:
Regen und Schnee.
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