Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Amore

Am  -  õre  (it.),  m.,  uv.;  0:  Liebe,  Lust:  Con
Imit)  a.  w.  HB.  2,  136;  163  ꝛc.  Torstte,  m.,
—n;  —;  f.;  —n:  Die  Peeten  erschaffen  mehr  2gl.
kleine  Liebesgömer  unter  dem  Tirel  der  A-n.  Ramler
Mrth.  78;  W.  15,  126;  128  (bgl.  Amors  Brüder.
ebd.;  die  Amern.  127)  2c.;  Die  A.  freiligrath  S  W.  1,
197;201  r.,  auch  (it.)  Amorétto  (vgl.  Amorine);
serner:  Amerétichen,  Art  Harfenschnecke.  Oken  5,
476.  orkvole  (it.),  adr.:  (Mus.)  lieblich,  zärtlich.
  —  Amörg-inisch,  -ilch,  a.:  von  der  gr.
Insel  Amörgos  stammend,  bes.:  A-#  Gewebe,  Gewänder,
  slorartig,  durchsichtig,  s.  Cuhl  1,  180;
Weiß  Kest.  1,  115  ꝛe.  —  Imor-ill  (span.  ijo),
m.,  —  ;  —:  eine  Sorte  Cigarren.  -in,  m.,  en;
en;  -ine,  f.;  —;;-ind  (it.),  m.,  —#;  —s:  Amorette:
  Fin  A-o.  W.  3,  140;  23,  294  ½.;  Amor  ...  Der
kleinen  A“-en,  seiner  jüngern  Brürer.  284  ff.;  3,  137;  Ech.
26b  2c.;  flatternde  Schleife  im  Haar;  auch  Pfl.  —
Reseda.  Oktn  3,  1373.  ös  (it.),  a.:  verliebt:
Zu  a-#er  Natur  zu  sein.  püchler  Südöstl.  3,  25.
öso:  1)  m.,  —;  —8,  -dsi:  Liebhaber;  Liebesbeld.
  —  2)  (adv.)  Mus.  —  amorevole.  —
Imörph  (gr.),  a.:  „gestaltles“  (Chem.),  von
Körpern,  die  —  in  Folge  schneller  Abküblung  —
nicht  die  ihnen  sonst  eigenthümliche  krystallinische,
sondern  eine  glasförmige  Struktur  zeigen.  Zurmeister
Gsch.  61;  70;  319;  A-er  Basalt.  Ausld.  39,  94  83;
A“er  Phesrher.  Uaur  14,  2719b2c.  a,  f.  [824,  1]:
Pfl.,  Sichelfrehme,  bes.  A.  fruricösa  2c.  -ir,  f.;
0;  eismus,  m.,  uv.;  0:  amorpbe  (s.  c4  )  Struktur.
  Burmeiser  Gsch.  318.  -isch,  a.:  amordh.
Son,  Jum,  n.,  —#;  -a:  amorrbe  Kärper.  —
Amort-rren  (frz.),  tr.:  amortifieren.  isäbel,
a.:  amortifierbar.  -isatiön,  f.;  —en;  —-:  Amortisierung:
  A-#.  Erikt;  Fenrs;  „Gesetz;-Kasse;  -Termin
  2c.  -isserbar,  a.:  der  Amortisatien  unterworfen.
  -issieren,  tr.:  1)  Werkbrapiere  für  „ab
u.  todt“,  ungültig  erklären;  nam  auch,  bei  Staatsschuldscheinen
  2c.:  sie  durch  Zahlung  aus  dem  Amortisatiens=
  (od.  Schuldentilgungs-)  Fonds  einziehn
&.  —  2)  Güter  in  die  „todte  Hand“  übergehn
machen.  eissement  (mäng),  n.,  —#8;  —#;  —6-:
Amortisation.  —  #Smöt-iön  (lat.),  f.;  Sen:
Amovierung.  -  us,  a.:  amoviert:  Rés  amöte,
etwas  Entwendetes,  unrechtmäßig  Genommnes  2c.
—  Amour  (frz.  —u),  f.;  -en,  —6:  Liebe,  Liebschaft.
  Sch.  191b  2c.,  s.  aimer:  Postillon  (-ilIjöngl
d'a.,  Liebesbote;  Billet  (s.  d.)  d’a.;  Flate  (s.  d.)
d’a.;  Cour  (s.  d.)  d'a.  2c.;  auch:  Bankschleife  am
Haarbeutel  (vralt.).  Scherr  Bl.  1,  187.  Taché
l-aschẽ],  a.:  verliebt,  vernarrt:  Er  ist  wirklich  a.
Sozer  14,  79a.  —tte,  f.;  —,  —s:  Liebschaft;  die
leckersten  Theile  eines  Bratens  2c.  (Pfaffenschnit)):
A-n-Helz,  Amarantholz.  isch,  a.:  auf  Amouren
bezügl.:  Ven  der  letzten  a-en  Bekannrschaft.  Heine
Ens.  194.  —58,  a.;  verliebt.  schaft,  f.;  -en:
Liebschaft.  OMuͤler  Ack.  106;  239.  —  Amov-ibel
(frz.),  a.:  ent-,  absetzbar.  -ibilität,  f.;  O:  Absetzbark.
  ren  (lat.),  tr.:  entfernen;  unrechtmäßig
  wegnehmen,  sich  zueignen;  vom  Amt  entfernen,
  absetzen  2c.

Amphibrach  51

Ampechõni-on  (er.),  n.,  —s;  zen,  -a:  Ein
leichtes  Mäntelchen,  welches  auch  über  die  Arme  gehet,
u.  vermuthlich  ist  dieses  dasjenige  Stück  der  weibl.  Kleirung.
  welches  Enchelien  od.  Crelas,  auch  Anabolarion
u.  A.  genannt  wurde.  Winchelmann  Gsch.  d.  K.  1,  204.
—  A##mpel-idren  (gr.),  pl.:  Pflanzenfamilie,
wozu  der  Weinstock  (gr.  ämpelos)  gehört.  -öplis,
f.  [§  24,  3,  uv.]:  Pflanzengatt.  (aunrebe).
Sos,  m.,  uv.;  zoi:  1)  Weinsiock.  —  2)  „Laube“
zur  Deckung  der  zum  Sturm  ed.  zur  Leiterersteigung
  vorgehenden  Soltaten.  Rüstow  9K.  313.
„urgĩe,  f.  0:  Weinbankunde.

Imphlb--ie  (gr.),  f.;  —  :  A.,  Ampbibi-um,  on,
„keidlebiges“  d.  h.  im  Wasser  u.  auf  dem  Lande
lebendes  Thier,  wie  Frösche  u.  andre  Lurche;  verallgemeint:
  die  große  Klasse  der  ungesiederten  u.
unbehaarten  kaltblutigen  Rückgratthiere  ohne  Flossen,
  wozu  außer  den  Lurchen  noch  die  Schilrkröten,
Eidechsen  u.  Schlangen  gehören;  vgl.:  Ven  A-n
sellte  man  ..  Nichts  in  den  Sterren  vermurben,  da  man
bier,  wo  fafi  Alles  trocknes  Land  ist,  faßt  nicht  v.  einem
-Amphi'  der  Glemente  frrechen  kann,  u.  doch  sind
Schlangen,  Eirechsen,  Schildkröten  u.  Fische  äußerst
bäufg.  Kohl  Südr.  2,  119  2c.;  ferner:  ein  Wesen
v.  Doxpel-,  Zwitternatur  2c.:  Ein  bäslicheres  A-ium
als  der  euror  #ffierte  Handelsgrieche  auf  seinem  brzantinischen
  Beden  bestebt  nicht.  faumerayer  Fr.  2,  220;
Wir  suchen  uns  zwar,  wie  A-ia  mit  eigen  erfundener
malerischer  Tracht  zu  belfen.  Heinfe  A.  2,  84;  So
zwiingt  die  Natur  dieselben  Thiere,  welche  in  der  ersten
Zabreshälfte  auf  dem  wasserleeren,  Kaubigen  Boden  lder
Sterren]  vor  Durst  verschmachteren,  als  A“ken  zu  leben.
Humboldi  Ans.  1,  31;  Mit  einem  reizenden  Mäirchen  so
zu  reden,  als  eb  sie  ein  geschlechtsloses  A-ion  wäre.
(Schlegel  Luc.  1,  116;  Dies  Aeion  der  Tugend  u.  des
Lasters.  Ciedge  Ur.  5,  47  2c.  Siolith,  m.,  —s,  Sen;
en:  Versteinrungen  v.  Amrhibien.  iolög,  m.,
—en,  —s;  -en:  Kenner  der  Amphibien.  Dazu:  A-dis,
f.;  isch,  a.  -ion,  n.,  —;  zia:  Amphibie.  iöt,
n.,  —en;  Sen:  A-en:  Thiere,  die  in  der  erüen  Periode
reine  Wasser-,  in  der  srärtern  reine  Luftthiere  sind.  Ausld.
39,  1216a.  Siotisch,  a.:  beidlebig:  Wasser-Gliererlbiere,
  a-#e  Gliedertbiere,  Landgliedertbiere  2c.  Burmeister
Gsch.  385;  387.  isch)  a.:  in  der  Weise  v.  Ampbibien
  (s.  d.  u.  amphibiotisch):  Zu  jenema-en  Tbeile
des  Bundes,  der  inn=  u.  außerhalk  der  Kirche  üebt.  Eutzkew
  R.  6,  17  2c.  —  Amphiblestr-oditis  (gr.),  k.
[8  24,  3,  uv.]):  Netzhaut-Entzündung  (Dilreiris).
„oide,  f.;  —n:  Netzhaut  des  Auges  (Retina).  —
IAmphib-öl  (gr.),  m.,  -(e)s;  —e;  -öle,  f.;  -n:
Die  Hernklende  (A.),  an  ihrer  schwarzen  Farbe  leicht
kenntlich,  ist  ein  Dorvelsilikat,  das  aus  3fach  kieselsaurer
Kalterde  mit  derrelt  kieselsaurer  Talkerde  entstanr  und
seine  schwarze  Farbe  beträchtlichen  Antheilen  v.  Eisencx#dul
  verdankt.  Zurmeiker  Gsch.  151,  vgl.  Augit.
Solié,  f.;  +eyn:  Zweideutigk.  ölisch,  a.:  zwei-,
dorpelreutig:;  dorpelten,  unentschierenen  Charakters:
  A-e  Gesteine  (vgl.  Amrhitel).  olit,  m.,
—(e)s;  —-e:  Amrhibol.  Stegorooius  Kerf.  1,  126.
Sologié,  f.;  —eyn:  Amrhibolie.  —  Amphibrach
(gr.),  m.,  —#n,  —;  -en:  Versfuß,  worin  eine

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