ummer 31.
Kosenhelz Anzestten
Sonntag, 2. Februar 1916%
Die Teutschen in England.
London, 5. Febr. Im Oberhaus teilte am
Mittwoch Lord Lucas auf eine Anfrage mit,
daß die Zahl der feindlichen Fremden, die am
27. Norvember in dem Vereinigten Königreich
intemiert waren, 18 259 männliche Personen
betrug, die eigentlichen Kriegsgefangenen ungereckhnet.
Frauen seien überhaupt nicht interniert.
Jwischen dem 27. November und dem 1.
ruar seien 1916 Personen entlassen worden. (m#
Der englische Bergarbeiterstreik.
London, 5. Febr. Zwischen dem Erekutivausschuß
der Bergarbeitergenossenschaft Großbritanniens
und den Vertretern der Bergwerle
von Vork#hfre fand eine Versöhnungskonserenz
in London statt, die noch nicht abgeschlossen ist,
die aber, wie die „Times“ sagen, Aussicht auf
eine günstige Wendung gibt. (3.)
Russischer Schwindel.
Stodholm, 5. Febr. Die in Petersburg
erscheinende Deilschrist „Lietopis Wojsny“ veröfsentlichte
in Nr. 14 folgende zwes Bilder:
„Ein von den Deutschen in Polen demoliertes
Landhaus“ und „Nack dem Abzuge der Deutschen,“
beide Bilder angeblich von einem Maler
Petrow nach der Natur gezeichnet und
deutsche Greueltaten illustrierend. Das sehr angesehene
Blatt „Kieuolfjanin“ vom 26. Januar
stellte fest. daß es sich um eine plumpe Fälschung
handelte. Beide Vilder sind in der zZeitschrift.
„Lietopis Sobytij“ schon früher erschienen,
das erste am 1. Januar 1906 mit der
Unterschrift „Die Demolierung eines Landhauses
durch die revolutionierenden Bauern“, das
zweite Bild am 14. Jannar 1906 mit der Untersch
rift, Ddie Vernichtung der Varrifsaden in
Moslau“
Gegen die amerilanischen
Waffenlieferungen.
Budapest, 5. Febr. Nach dem „Az Est“
überreichte die Liga der Newyorker ungarischen
Arbeiter dem Präsidenten Wilson einen Protest
gegen die Verletzung der Neutralität, die dadurch
begangen werde, daß in zahlreichen Fabriken
für die Ententeländer Kriegsausrüstungsgegenstände
hergestellt werden. Die ungarischen
Arbeiter sind somit gemungen, sich gegen das
Leben der eigenen Zandsleute zu vergehen. Der
Protest schließt mit dem Ersuchen, auf die wahre
und ehrliche Einhaltung der Neutralität strenge
bedacht zu sein. (3)
·
hm wesunhen ##iensschnuntr.
Der deutsche Sieg bei Massiges.
Genf, 5. Febr. Die Franzosen hielten bei
Massiges den seit dem 22. Dezember von ihnen
bejetzten, nordwestlich von dem Pachthof Beauseiour
gelegenen Kalvarienhügel mit seinen
drei Lnufgräben für uneinnehmbar. Dort fielen,
dank dem beldenmütigen Zufammenarbeiten
aller deunchen Abteilungen, die von dem
Gegner sehr schmer'lich empfundene und von
der französischen Miür sirärpresse. richtig eingeschätzte
Entscheidung. Die Franzofen versuchten,
aus Besorgnis ror fräfti ger Ausnützung der
deutschen Vomeile, ihre Stellungen zu befesiigen.
(J.)
In Dünkirchen und Voulogne.
Kopenhagen, 5. Febr. Der Kapitän des
norwegicchen Demwiere „Diana“, der aus Dünkirchen
zuruckio nm. berichiet von großer Nervosität
in Dul. rin In den 12 Tagen, die
das Schiff doit vor Anker lag, ist Dunkirchen
fünfmal von Fllegern bombardlert worden.
Boulogne steht völlig unter englischer Verwaltung.
Ein englisches Posthaus und englische
Zenfjur sind eingerichtet. Sonst iil die Stadt
nur noch ein großes Hospital. Seit Milte Januar
kommen große englische Traneporte an.
4 ? à2
der Krieg gegen Englaud.
Ein englischer Truppentransportdampfer
versenkt. .
Lond—on,s-.Fe!-.r.Anscinenthkichte
der englischen Admiralität über den Untergang
des Dampfers „Vnrunor“, der erst jetzt zur
Veröffentliche ####g# gelangl, gebt derror. daß der
Dampfer als Truppentrauepor#ichiff in Dienst
gestell:, war. Nit ihm sind 194 Unteroffüiere
und Seesoldaren untergegangen, außerdem noch
80 Matroten, im ganen also 274 Mann. (#).)
Die Folge der Blocdierung.
Amsterdam, 5. Febr. „Courant“ meldet:
Infolge der Blockierung stelllen bls heute Mittag
außer der White Star Line noch andere
37 Dampfschiffahrtsgesellschaften den Dampferverkehr
ein. (3.)
Versenkte englische Dampfer.
London, 5. Febr. Man befürchtet, daß
der Dampfer Borowmdale aus Sunderland, unterwegs
von London nach Granville, bei St.
Malo einem Unterseeboot zum Opfer gefallen
ist. Auch die Dampfer Sorata und Orconiasind
überfällig. (Z.)
Die Teuerung in England.
Amsterdam, 5. Febr. Die Teuerung in
England nimmt ständig zu. Seit Juli stieg
der Preis des Gefrierfleisches um 28, in der
Provinz um 32°½9°, das Brot um 18, in der
Provinz um 14%% Fisch um 51, in der Provinz
um 312%0, Jucker um 69, in der Provinz um
6550, Eier um 62, in der Provinz um 65%,
Kartoffeln um 11, in der Provinz um 220.
" "
In den Bolonlen.
In Kamerun.
Paris, 5. Febr. (Agence Havas.) Ein
Kabeltelegramm des Gouverneurs von Acquatorialafrila
meldei: Die französischen Truppen
haben am 29. Januar den
des Kadel, der in den Santa jließt.
Kämpsen, die am 25. und 28. Januar stattfanden,
besetzt. Dieser Erfolg sei von Bedeutung,
weil er eine Fortsetzung der Einschliessungsle
egungen (5) gegen die deutschen Streitkräfte
in Kamerun bilde. (Z.)
2
pom öllichen Krlepsichmylch.
(General Paurussischer
Armeeführer.
Kopenhagedn, 5. Febr. General Pau, der
die russischen militärischen Machtmittel prüfen
und die zukünftigen Aktionen beraten soll, ist in
Finnland angekommen. Nach einer Lesart besteht
die Absicht, den General persönlich mit der
Führung einer russischen Armee zu betrauen.
Die betrogenen Russen.
Wien, 5. Febr. Der Verichterstatter der
„Reichspost" in Mlawa meldet aus Gesprächen
Posten Bertua.
in Mittelkamerun, am Dunefluß, einem Zufluß
in den
gen bei Jalobeny und Kirlibaba Halt.
mit Gefangenen, daß viele von der Uebergabe
nur zurückgehalten würden durch die Drohung,
unvermundete Gesangene würden bei ihrer Rückkehr
nach Rußland erschossen werden. Die Bauern
wurden anfangs durch das Versprechen verlockt,
daß alles eroberte Land unter sie verteilt
werden solk. Sie sind jetzt längst entläuscht. Das
Vertrauen zur Führung ist geschwunden. (3.)
Die Not in Warschau.
Warschau, 5. Febr. Ueber die Not in
Warschau schreint „Warschawsk j Dnewnik“ unter
der Ueberschrift „Man lann nicht warten“
solgendes: Seit drei W.chen belommen das
Bürgerlomiler und der Magistrat von Warschan
leine Lebensmitlel mehr. Von der Station S.)=londi
Sawod (Gouvrernement Charkow) sind
am ersten Oktober einige Waggon Salz abgeschidt
worden, die in Warschau nach 82 Tagen
eintrafen. Solcke langen Transporte sind
hier leine Seltenheit mehr. Das Handelsministerium
hat sich mit dem Eisenbahnministerium
in Verbindung gesetzt und es wurde beschlossen,
eine ncue provifsorische Eisenbahn zu bauen. In
Archangelsk liegen für eine Million Lebensmittel,
die für Warschau besmmt sind. n
weiß aber absolut nicht, wann die Waren in
Warschau eintreffen werden. (H.)
Ein russischer Armeebefehl.
Berlin, 5. Febr. Folgender Armeebefehl
des russijchen He#tkom enahboerenden gelangte
in die Hände der deutschen Heeresleitung:
„Der Höc stlommandierende lenkte die Aufmerl
samkeit darauf, daß in der vergangenen Kriegs
periode einige Korps und Divlsionen eine große
Menge Geschüte und Maschinengewehre ver
loren, wobei die Höhe der Verluste nicht im
mer der Gefechtslage entsprochen hat. Seine
Kaijerliche Hoheit befahl aus diesem Grunde.
die Kommandenre der Truppenteile darauf auf
merksam zu machen, daß es notwendig ist, das
Kriegeomdsterdal eiwas mehr zu schonen wegen
der Sch wierigteit des Ersatzes und weil es erwünscht
jst, daß unsere Gegner durch Zurück.
lassen unserer Geschüte und Maschinengewehre
bereichert werden. Gleichzeilig besahl Seine Kai
erliche Hoheit, alle Kommandeure, welche sid
einer ungenügenden Schonung des Geschutz- um
Maschinengewehrmaterials schuldig machen, in
Strafe zu nehmen. gez. Der Kommandeur der
II. Armee: General d. Kao. Scheidemann.“
½ n
Bon den önerc. Relegsschaopläe#.
Neue Erfolge in den Karpathen. —
4000 Russen gefangen.
WITB. Wien, 5. Febr. Amtlich wird verlautbart:
In Pelen und Westgalizien ist die
Lage unverändert. Die Angriffe, die die Russen
in den Karpathen stellenweise täglich wieder.
*
holen, brechen unter den schwersten Verlusten
rusammen. Im Waldgebirge schreiten die eigenen
Angrisse fort.
Die russische Offensive war in der Bukowina
bis Mitte Jänuar in das oberste Tal der Moldawa
gelangt. Dem weiteren Vordringen der
hier angesetzten stärkeren feindlichen Kräfte über
die Karpathen geboten zunächst unsere Stellun-In
mehrtägigen Angriffen versuckte der Gegner am
20. Januar den Widerstand der die Hauptübergaude
deckenden Truppen zu brechen. Da alle
Versuche, unsere Höhenstellungen zu stürmen,
scheiterten, und eigene Truppen selbst zur Osfenlive
übergehend, am 22. Januar Kirlibaba
dem Gegner entrissen, zog sich der Feind an den
folgenden Tagen mit seinen Hauptlräften in
den Richtungen auf Kimpolung und Moldawa
zurück, wo er verblieb. In den letzten Tagen
haben neue Kämpfe begonnen.
Umere Truppen, die auch hier im Ueberwinden
der durch das Terrain und die Witterung
bedingten großen Schwierigkeiten Hervorragendes
leisten, lind in das Moldawatal eingedrungen.
Sie warfen den dort befindlichen Gegner
zurück und nahmen Jzwor, den Ort Moldawa
und Breaza in Besitz. Die Zahl der in den
Karpathen Gefangenen erhöht sich um weitere
1000
Wien, 5. Febr. Die „Nowoje Wremja“
schreibt: Die Tatsache, daß die Verbündeten
in den Karpathen ungeheure Truppenmassen
versammeln, verleiht der gegenwärtigen militärischen
Lage ihre Signatur. Die Verbündeten
seien im Vegriff auf einer Kampffront von
200 Kilometern, rasche und bedrohliche Bewegungen
auszuführen, die um so ennstlicher zu
nehmen sind, als die Verpflegung und der
Nachschub der Verbündeten sich auf diesem Gebiete
durch vier Eisenbahnlinien geregelt werden
kann. (3.)
Haag, 5. Febr. Die „Times“ melden, die
russische Offensive in den Karpathen sei vorläufig
durch das Vorgehen der Oesterreicher, die
durch neu hinzugekommene Verstärkungen unterstützt
worden seien, volkkommen eingedrückt worden.
Die Russen seien über die Pässe der Mitlelkarpathen
zurückgegangen. Gegenwärtig wüte
in den Besliden noch eine große, unentschiedene
Schlacht, von deren Ausgang vielleicht die Entscheidung
über die Haltung Rumäniens abhängen
werde. (Z.)
Tarnow von den Russen aufgegeben.
Wien, 5. Febr. Der Budapester „W##Est“
meldet: An der Nida dauern die Artilleriekämpfe
und beiderseitigen Infanterievorstöße sort. Tarnow
ist wegen Beschießung durch schwerste öflerreichische
Mörser von den Russen aufgegeben
worden, sie behaupten nur mehr die rückwärtigen
Höhen. Am Dunajec und an der Biala
herrscht erhöhte Tätigkeit. Das Schwergewicht
der Kämpfe liegt am Duklapaß, den die Russen
mit stärken Kräften vergeblich zu nehmen
trachten. (Z.)
Die Kämpfe am Duklapaß.
Budapest, 5. Febr. Die Russen haben gestern
und vorgestern angegriffen. Sie versuchten
vergeblich, mis großen Kräften unser: Dukla-Front
zu durchbrechen. Unsere Maschinengewehre
richteten in den feindlichen Reihen fürchterliche
Verheerungen an. Vor unseren Schützen
gräben liegen hausenweise Leichen. Die Verbündeten
haben östlich von Lupno mehrere wichtige
Positionen erobert, ein russisches Bataillon
gefangen genommen, Kanonen und Maschinengewehre
erbeutet. Die Russen haben Truppen
von der Przemysler Belagerungsfront herangezogen,
um in den Karpathen zu einem Erfolge
zu gelangen. (3.)
Das Forthaus im Venfeloprund.
Detektiv- Roman von J. Eduard TUflüger.
Waduc verdote#.
Nechenbach wollte eine iwe andung magen,
aber Breitset wert winkte ernst a
„Sie sind von der Unschund, der jungen
Dan# übem engt, lieber Freund, ich sehe es an
Ibrem Gesicht und Ihrem VBenehmen, ich muß
Sie aber ersuchen, hier ni icht einzugreifen und
meine Kreise nicht zu stören. Wie Sie wissen,
sind nicht mehr Sie allein bedroht, sondern
auch ich.“
„A#le
ganz ruhig.
dem Herzen, tun
handeln Sie die junge Tame als das,
ist. als Tame aus der guten Gesellschaft.“
Mein lieler Rechenbach, die Dame ist für
mich eine Vererecherin und ich kann und darf
keine anderen G#tsatze walten lassen, als die
der Fall erfordert. Die Dame ist das Vermittelungsglied
zwischen der menschlichen Gesellschaft und
einer großen zur Vernichtung jener- gegründeten
Korporarion. Ich verstehe und achte Ihre Gefühle,
aber ich lann nicht anders handeln Und ich bitte
Sie, jetzt nicht mehr einingreifen.“
Tach wandte er sich an Hertha:
Ich will Ihnen genau erklären, was alles
vorlicgi, ich will Ihnen schildern, wie weit meine
Ermitielungen, wie weit meine Kouibi nattonen
gehben und dann die Fragen stellen, die Sie mir
beannorten können oder nicht, Je nachdem Ihre
ich sage ja gar nichts, ich bin ja
Nur eine einzige Bilte habe ich auf
Sie mir den Gefallen und bewas
sie
itren
wit lurz den Fall und konstruieren wir daraus
dat kriminal or dem wir stehen.
schr###e Briese, in denen ihm sein Tod 'angekündigt
wird, darüber sind wir uns volltommen
ar, nachdem wir den Schlüf'fel zur Geheimschrist
entdeckt haben. Ich werde überfailen, in meiner
Wohnung wird eingebrochen, mein Diener wird
ermordet, um diese geheimschristlichen Briefe unserer
Untersuchung zu entzieben. Taraus werde ich ab-Herusen!
in einer besonrerrn Mission und verhafte
kadaschda Solowiew in dem Angenblick, als sie
den Tolch zum Mord erhebt. Aus ihren Papieren
entneme ich, daß sie in intimster Verbindung mit
den Feinden Rechenbachs sleht. Ich kenne sogar
die Gruppe, es ist der Anarchistenllub „Morgenröte,
der bis zu dem Zeirvunkt, als ich ihn entdeckie.
in Mannheim tagte, seiwem aber unbekannt
versogen ist. Nun lege ich viesem Klub Morgenröte
cine Falle, indem ich seinc Tätigkeit hierher
locke, in diese Einsamkell, in Rief- Oede, wo ich in
der Lage bin, ieden —. breit Landes m überwachen.
Und Sie, mein Fräulein, die Sie zuerst
vermitteist eines ganz durchsichtigen Ccups die
Bekanntschaft des Herrn Staatsanwaltes gemacht
baben, erscheinen im entscheidenden Momemt hier
auf der Vildslöche, Sie gewinnen durch Ihre
loketten Künste.
Ein mißbilligender Blick Rechenbachs traf
Breitschwert und Hertha machte wine, [Bewegung.
als ob sic etwas sagen wollte, a in Tränen--
der aus ihren schönen Mger rlir '½* hinderte
sie am Sprechen. — —
„Sie gewinnen durch Ihre koletten Künste,
sagte ch, die Liebe unseres Freundes, verlassen
ihn aber eigentumticherweisen ohne das Aittentat
haben. Sie sind noch unschuldsg.
den Dolch zum Morde bei
EHn haben. Sie sind auch unschuldig, —
in ich überzeugt. an dem heim hen u ,
wenngleich Sie
ifti
Der raiurch Voblem v erhält geheimder
durch das bone des Imilhauses“ auf wich
a#mesenuert wu de: aber Sieverden in dem Augenblick
verhafiel, als wirn rbrageien Schüyen
aus der Sour sind. 1 „0 var werden Sie verhaitet,
weil sich veriidi 1 „KRuische das Gewehr
sindet, mit dem derl Serun auf mich abgest nert
worden war. G# gibt ie: nn Richler in Teulschland,
der Sie nicht dr Vihilfse schuleig finden
würde, und ich glanh- i «.r mein Freund Rechennmüßie
in diese: „all, wenn er vor
Schranlen stände, cuf versuchten Menchelmord
Ppladieren.“
#mechte eine längere Pause, weil
. riet gesagt hatte, nun erst auf die
Seele des Wiädchens wirlen lassen wollte. Dann
begann er wieder von neuem und seine Stimme
hatte etwas Sircuges.
Ich jrage Sie unn, wollen Sie mir Auskunse
geben, in welcher Verbindung Sie mil der
Morddaude stetzen? Wollen Sie mir die Namen und
Aufenthalts r der Genossen von der Morgenröte
nennen?
Hertha sehwieg.
Rechenbach stürzte auf sie zu. saßte ihre gefesseien
Hände und drückte sie leidenschaftlich bewegt
an seine Lippen
„Ich bitte dich, Gertha, reinige dich von de
entehidnden Verdacht, „den dieser harte Mann
gegen dich aussprichi. Sage ein Wort, du siehst,
er selbst ist von deiner Unschuld übergengt, ich in
noch weit höherem Maße, ich halte dich nichl einmal
der Beihilse an diesem Verbrechen. schuldig.
Lessene die Lippen, sage ihm alles, befreie mich
von der furhtbaren Qual, unter bder ich leide.“
Sie sab ibn mit cinem toilranriaen Blick, an
und öffnete nun zum al, seitdem das
Berhör begonnen, ihre 8 heh
„Ich kamn nicht, Eabert, ich darf es nicht.
ein furchtbarer und entsetzlicher Eid bindet meine
Zunge. Und nicht der Eid allein, ich bin zum
Schweigen verurteilt durch die beluigsten Bande des
lutes. Wenn du mich wirllich liebst, so mache
mir meine Hände frei und gib mir den Dolck
urück. kann nicht leben, ich soll dich täuschen,
aa vor der etwas verschweigen, vor dem ich voch
kein Geeimni haben kann und dennoch muß ich
Schweigen. 4
Lassen. Sie, bitte Ihre Gefühlsausbrüche,
meine Gnädige, fiel ihr jetzt eiskalt Breitschwert
ins Wort, „ sie haben für uns gar kein Interesse.
Wenn Sie nicht antworten wollen, kann ich Sie
nicht zwingen, es bleibt mir dann nichts weiter
übrig, als Sie hier zu überwachen, bis ich Sie den
Hitern de des Gesetzes in sicherem Gewahrsam übereben
n.“
s In bichem Augenblickr wurde die Tür aufgerissen
und ein der sein Gesicht durch
eine schwarze Teidenaazte verhüllt hatie, trat ein.
Mes sprang auf.
*—* neue aalnkemmlling seine rechte
## I öhe und richtete eine moderne
hee eine jener Krwss ar sihberen Wesserauf
den Kop krlssener lur und sa
„Die bsse Bewegung, die 9 gegen mich
machen, zerschmettert Ihren Führer den Kopf.
bleiben Sie also ganz ruhig und hören Sie
ꝗ
" odt wellte en, St der
gemde Mann - ihm mit drohender Stimme zu-
— — —