148 gweites Buch. Der Bau des Einheitsstaates.
Jahr 1828. ergabe der — zum erstenmal. einen
Ueberschuß von 41½ Millionen.
Damit wurden größere Aufwendungen für gemeinnützige
Zwecke möglich, die sich wiederum reich lohnten. Das Postwesen
gedieh unter Nagler zu ungeahnter Bedeutung. Neue
Landstraßen vervielfältigten den Verkehr Auf Rhein und Oder
begam! die 1 DenesheC der aus —“ Ichtliche
1816—31 wuchs ihre Dichtigkeit auf die Quadratmeile um
25 Prozent, von etwa 2000 auf 2520. Der Konsum stieg
entsprechend, und damit wuchsen die Zolleinnahmen und Steuererträge.
Die Gewerbe gediehen; für sie vorbereitende Schulen
steigerten ihre Leistungsfähigkeit. Schon machte sich die Industrie
die Kraft des Dampfes dienstbar. Der Handel wurde
unternehmender und begann sich auf dem Meere heimisch zu
machen gin kom der Schiftahrtsvertrag. zu gute, der 1824
Nurde. Nach langen Verhandlungen, welche die Oynnacht
Preußens und die Hilflosigkeit des deutschen Bundes drastisch
illustriert hatten, machte endlich die mit Holland geschlossene
gssisnsae vom 31. Marz 1831 die Pheinschifahrt
* und läste bamit. nicht blof den preußischen, sondern den
deutschen Handel von einer Fessel, die wirtschaftlich ebenso nachteilig
wie politisch unwürdig und national demütigend gewesen
war.
Der wirtschaftliche Aufschwung Preußens kam namentlich
in dem Steigen des Gesamtwertes der verzollten Waren zum
Ausdruck. Im Jahr 1828 berechnete man die Ausfuhr auf