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Richelieu in Frankreich hochwichtige Dinge.
In Deutschland aber waren die Dinge dieser
Welt doch wichtiger als Himmel und Hölle, Seligkeit
und Verdammnis. Da konnte denn das allerchristlichste
Gewissen Nichelieus, der schon bisher Subsidien
bezahlt, nicht umhin, für die Protestanten
in Deutschland mobil zu machen, damit nicht das
Schlimmste des Schlimmen, ein starkes deutsches
aisertum und ein unter Österreichö Führung halbwege
geeintes, lebensfähiges und achtunggebietendes
Deutschland, entstehe. Nun wurden mit des katholischen
Frankreichs Hilfe dem katholischen Kaiser
ie errungenen Vorteile wieder entwunden; noch
wichtiger: Frankreichs Diplomatie sorgte dafür, daß
sich der schreckliche Krieg recht in die Länge zog, damit
Deutschland in Grund und Boden verwüstet
und bis zur völligen Ohnmacht geschwächt werde.
Am allerwichtigsten: Die französische Diplomatie
sorgte im Westphälischen Frieden dafür, daß die
hnmacht Deutschlands in Permanenz erklärt wurde.
Vom Deutschen Reich blieb infolge der französischen
Dorsehung nur eine Scheinorganisation. Um das
eich in völliger Unkraft zu erhalten, gab der Westphälische
Friede den deutschen Fürsten und Reichsstädten
fast volle Selbstherrlichkeit. „Das deutsche
Jolk war geteilt unter 5 Kurfürstentümer, 23 Herzog-Umer,
12 Fürstentümer, 2 Markgrafschaften, 4 Landgrafschaften,
52 Grafschaften, 16 Zerrschaften, 56
eichsstädte und 5 schwedische Besitzungen, wozu
noch 4 Erzbistümer, 21 Bistümer, 19 Abteien und
Propsteien binzutraten, zusammen also 221 Herraften,
ausgestattet mit dem Rechte, sich mit
ausländischen Mächten zu verbünden, zugleich mit