Jurid. 385 987
soet vorkofft heuet, eff de koper scolle dat betalen . .; (Bl.153) ‘N.
heuet siner husfrowen eine lifftught vorsereuen vnd vor sine seult
dar an gulde vorscreuen, eff de vrowe nach sinem dode des vorscreuens
entgelden scolle an erer lifttught’; "In vellen .. steden und
kerken is eyn wontheit we in den steden is dat men den geuet
presencien, distributiones eottidianas . ’; (Bl.153b) “Eff eyns mans
echte wiff in ouerspelle kint gewiunet sal dat ok eruen. ’. “Wo en
vullenkomen scolle dat he van riddersart geboren sy... Bl.154
Gutachten, unterzeichnet H.n.i.d.’: “Edele lewe juncher vnde guden
vrunde. So gy my hauen bedden laten to screuen solke rechticheit
de cedele frowe Hascke van Pyrmont tho der ebedie to Hersze hauen
moge‘. Zu diesem Gutachten Haxthusen’s gehören 2 Schreiben an
Haxthusen, welche in der Mitte der Blätterlage eingeheftet sind:
a) Bl.156. 157. 158. 160: Dieses Original-Schreiben enthält zuerst die
Abschriften von 3 Beschlüssen des Basler Coneils: 1) Bl.156a ‘SS.
gen. synodus Basil... Johanni episc. Lubicen. Basilee commoranti ..
Rationi congruit’; darin wird Hezeke de Spiegelberge — so heisst
sie hier wohl irrthümlich — als Abtissin von Heerse anerkannt.
2) Bl.158a “De pacificis possessoribus. Quicunque non intrusus nec
violentus’, dazu am Rande ‘Ista sunt nouissime edita sed non
publicata in sessione generali die Ven. XI Martii 1435’. Dieses Stück
ist abweichend gedruckt in Monumenta Conciliorum gen. . . conc.
Basil. ser. t. II S.801 (unter dem 9. Juni 1435). 3) Bl.158b Ein Beschluss
des Coneils über ähnliche Verhältnisse “Statuit hec S. synodus’
mit der Note "Eadem die Ven.XI Martii”. Das 4. Blatt (160) enthält
den eigentlichen Brief, der von Sandcerus de Markshusen (?)
und Jo. de Rickerssen “ex Basilea raptissime die domin. XIII Martii’
(1435) unterzeichnet ist. b) Bl.159 ist ein Brief (Original) von
Jo. de Rickerssen ex Basilea, Jouis 22. Martii (1436). Diese
Streitsache ist berührt von Schaten, Annales Paderb. zum J.1455.
Auf die leeren Schlüsse der BI.155 158 und 160 hat Haxthusen
kleine latein. Gutachten über andere Fälle eingetragen. Dieselben
sind, wie fast alle folgenden lateinischen, mit “hoc H. utr. iur. doetor’
unterzeichnet. Bl.161 Responsum in einer Sache “inter capitulum
Paderb. ex una et conventum M. ex alia’; Bl.161b “in causa Johannis
Dulwner (?)’ gegen Stadt Lemgo. B1.162 folgen noch 11 lateinische
Responsa Haxthausen’s, hauptsächlich über das Jus canonicum in
Verbindung mit dem Güterrecht. Bl.165 Bruchstück eines latein.
Urtheils wegen Kaufs gestohlener Güter (vgl. Bl.166). B1.165 Ediet
(hochdeutsch mit niederd. Formen untermischt) “Wii Frederich von
gots gnaden romesseher koninck’, wohl von Friedrich III; tadelt, dass
“vil.. angriffe vnde beschedigung gesehein sindt, vnde noch tegelich
geschein mit raub, mordet vnde brandt” und verweist auf eine “nachgesereuen
ordnung” dagegen, die Jedoch fehlt; der Schluss ist wieder
vorhanden. B1.166 Deducetion "In hac eausa Johannis Lange contra
ven. dom. Theoderieum Drosten praepositum ceel. Monasteriensis’,
welcher wissentlich die jenem geranbten Güter gekauft habe (vgl.
Bl.165); der Verfasser ist wahrscheinlich der im Eingange des
folgenden Schriftstücks genannte Fastrardus. B1.170b Andere
Deduction über dieselbe Sache "Quamvis ven. dom. Fastrardus (?)
legum doctor in sua (in)formatione deduxit’; am Schluss nennt
25*