Contents : Dr. J. Milbiller's kurzgefasste Geschichte des Königreichs Bayern.

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land  erhoben.  Zwar  nahm  der  Kaiser,  dem  Wallenstein  vorzüglich
  auf  Andringen  Maximilians,  den  Oberbefehl,  (1030);  er  seldst
aber  blieb  sich  in  seinen  Grundsätzen  getreu.  Er  ging  mit  nichts
wensger  um,  als  alle  neuen  Kirchen  auf  deulschem  Boden  zu  vertilgen,
  dem  Hause  Oesterreichs  die  Reichskrone  auf  immer  zu  fichern,
  und  im  Reiche  nach  Willkühr  zu  schalten.  Um  seine  erste
Absicht  zu  erreichen,  ließ  er  das  bekannte  Restitutions-Edikt
ergehen,  welches  den  Kalvinisten  alle  Religionsübung  untersagte,
den  Protestanten  aber  gebot,  alle  Kirchengüter  zurückzustellen,  die
sie  seit  dem  Vertrage  zu  Passau  (1552)  elngezogen  hatten.  Dann
stellte  dieses  Edikt  einem  jeden  Fürsten  frei,  seine  Unterthanen
zur  katholischen  Religion  anzuhalten.  Mit  Waffengewalt  ließ  er
diese  Berordnungen  an  den  Protestanten  vollziehen,
8.  O.

In  dieser  für  die  Protestanten  so  traurigen  Lage  erschien  Gustav
  Adolph,  König  von  Schweden,  um  seinen  Glaubensgenossen
beizustehen,  und  dem  Kaiser  Ferdinand  II.  Schranken  zu  setzen.
Er  landete  nur  mit  15,000  Mann  in  Pommern  (24.  Juni  1030),
aber  sein  Heer  mehrte  sich  mit  jedem  Schritte.  Aus  Haß  und
Furcht  voe  dem  mächtigen  Ferdinand  unterstützte  den  Schweden-König
  auch  Frankreich,  das  seine  verderblichen,  staatsklugen  Hände
während  des  dreißigjährigen  Krieges  immer  im  Spiele  hatte.
Tilly  wurde  mit  dem  bayerisch-kaiserlichen  Heere  dem  nordischen
Helden  entgegengesandt.  Ebe  er  mit  ihm  zusammentraf,  eroberte
und  zerstörte  er  Magdeburg,  das  sich  für  Gustav  erklärt  hatte.
(10.  Mai  1031.)  Von  diesem  Tage  an  schien  der  Glücksstern
vom  slegreichen  Tilly  gewichen.  Bald  stieß  er  bei  Leipzig  auf  Gustav
  Adolph,  und  Tillv,  der  Sieger  von  36  Schlachten,  verlor
bier  seine  Lorbeern,  7.  September  1051.  Nun  stand  dem  Könige
Deutschland  offen.  Tilly  zog  sich  mit  den  Resten  der  kaiserlichen
UArmee  nach  Bamberg.

.  10.

Wie  ein  reißender  Strom  drang  nun  Gustav  vorwärts.  Bon
Sachsen,  Franken,  den  Rheingegenden  und  Schwaben  war  er  in
wenigen  Monaten  Meister.  Von  Schwaben  wandte  er  sich  gegen
Bayern.  Nicht  ohne  Unruhe  vernahm  es  Maximilian.  Er  glaubte