Uummer 40
No#cnscm### nge##
Donnerstas, 25. Sehrua# 1973
Mi##het0-.M 1918,
für die Gemeinden:
Mauerkirchen,
Neubeuern,
Neulirchen,
Niederaschau,
Niederaudorf,
Nußdorf,
Hierandan
0P Pnn oor,
J9. Pietzing,
40. Prien,
41. Prutting.
arstag, den 11. März 1915,
für die Gemeinden:
4 Reischenhart,
43. Riedering,
44. Rimsting,
45. Rohrdorf,
46. Roßholzen,
47. Sachrang,
18. Söchtenau,
49. Söllhüben,
50. Steinkirchen,
51. Stephanskirchen,
52. Törwang.
Freitag, den 12. März 1915.
für die Gemeinden:
53. Umratoehausen,
5d. Vogtareuth,
55. Westerndorf,
56. Wildenwart.
Kommundles.
Sitzung des Kolleglums der Gemeinde-Bevollmächtigten
in Rosenheim.
Mittwoch, den 24. Februar,
vormittags halb 9 Uhr.
Anwesend: 23 Mitglieder.
Vorsinzender: G.-B. Finsterwalder.
„ Der Vorsitzende leilt ein Schreiben des
B. Ceistaller mit, welaäier milteilt, daß er
einige Wochen in der Heilanstalt Planegg
weilt. Für diese Zeit gilt er als entschuldigt.
Ein Geschenk fur die städtischen Sammlungen.
bestehend aus einem Album mit Aquarell:
ansickten von Rosenheim, wird mit Dank angenommen.
Schankgeberin ist die Magistratsoffiziantenswitwe
Kotz in Nosenheim.
Dem Magistratsbeschlaß betr. unentgeltliche
Abgabe von Wasser an das Gencsungeheim
Kaiserbad wird zugestimmt.
Entsernung von Bäumen.
Eine ausgedehnte. zum Teil sehr erregte
Debatie, knupfte sich an die Behandlung der
Frage über die Entfermung von Bäumen am
rechten Mangsallufer durch die Stadtgärtnerei.
Wie der Vorsitzen de berichtete. nahm das Kol
legium am 3. Februar einen Antrag des GB.
Beppo Huber an, welcher an den Magistrat
die Ansrage richteie. mit welcher Genehmigung
am ted ten Mangfallufer Bäume entfernt wür
den. Der Magistrat teilte dann mit, daß mit
seuberen Beschlüssen beide Kollegien die Ausforstung
daselbst beschlossen hätten. so zwar, dasß
200 Mark Kosten in den Etat eingcesetzt wor
en seien, während der Erlös des anfallenden
Huier- auf 650 Mark eingeschätzt worden wäre.
Die jetzige Entsernung von Baumen sei also
durc, übereinstimmende Beschlüsse beider Kollegien
gedeckt saweit dabei nicht den Direktiven
Newider gel. l worden sei. Der Magistrat
ricetete auch ein Schreiben an die Stadtgärtnerei,
in welchem uf diese Direltiven hingewiesen
und sie wiedertelt eingeschärft wurden.
Sie betreffen die Entser# ing von alten mor-30.
31.
32.
33.
34.
35.
38.
3
Lonn
—.
schen Bäumen. Fur die Entfernung“ anderer
Bäume mühte erst die Genehmigung des Verwaltungsrates
eingeholt werden. Ein Schreibe
des Verwaltungsrates stellt sest, daß nur olbe
Bäume entfernt worden seien, welche zum
Teil schon morsch waren oder bei der Durchforstung
im Wege standen. Mangels Zeit sei
es ihm nicht möglich gewesen. die ganze Strecke
mit dem Antragsteller abzugehen, um ihn von
der Notwendigkeit der Entsernung der Bäume
zu überzeugen.
Diese Darlegungen: gaben Veranlassung zu
einer äußerit scharsen Debatte. in der von verschiedener
Seite gegen die Entsernung der Bäume
Siellung genommen wurde. An der Diskussion
beteiligten K die Gemeindebevollmächtigten
Schmidt, Pauer, Schener, Wendl,
nedorsser. Göpsert, Huber, Schreitenseger,
Geymahr, Dachs und der Vorsitzende. Sämiliche
Nedner legegneten sich in dem einmütigen
Protest gegen die Entfernung der Bäume, nur
über die Frage, welche Mittel und Wege eineschlagen
werden sollen, um den Protest wirkaen
gestalten zu können. gingen anfänglich die
Ansick-ten augeinander. Teils wollte man sosort
Beschluß gesaßt sehen mit den schärfsten Konsequenzen,
teils wollte man die Angelegenheit
dem Verwaltungosausschuß überweisen, um durch
dessen Beratung und Beschlußfassung eine ficherere
(Grundlage für die Beschlüsse des Kollegiums
zu erhalten.
Zum Schlusse der Debatte einigte sich das
Kollegium indessen einstimmig auf folgenden
Autrag Scheuer Ruedorffer: „Das Gemeinde.
kollegium spricht seine Entrüslung aus über
die mit einigen menigen Ausnahmen nicht ge
boten gewesene Emsernung der Bäume an der
Mangsall und stellt fest, daß der Stadtgartenverwalter
Stange neuerlich den ihm von
den zuständigen Stellen gegebenen Weisungen
rücksichtslos zum zidergehandeli hat. Die Aufs
fassung des Herrn Verwaltungsrates. wonach
die Entsernung der Bäume notwendig gewesen
sein soll. muß als unzutreffend bezeichnet wer
den. Das Gemeindetollegium richtet daher an
den Magistrat die Aussorderung, eine Dissipli
nierung des Stadtgartenverwalters Stange ins
Auge zu fassen, da dessen fortgesetzten Uebergriffen
endlich einmal ein Ziel gesetzt werdermuß."
Wie schon erwähnt. wurde dieser An
trag einstimmig zum Beschluß erhoben. Auf die
Debatie kommen wir nock zurück.
Vom Haustättergut.
Für bauliche Verbesserungen in den Gebäuden
des Hauflättergutes sind bereits 4500 Mk.
lewilligt. Es sind jedoch noch weitere Beträge
erforderlich, über die der Vorsitzende des
Bau Ausschusses. . Schrettenseger, berich
tete. In Beiacht kommt zunächst eine Waschküche.
Nach längerer Debatte. in der namentlich
die Frage erwogen wurde, ob die
Waschküche jetzt errichtet oder ob die Frage
zurückgestellt werden solle. wurde die Errichlung
einer Waschlüche in einem Anbau beschlossen.
Bezüglich der Kosten soll noch ein
Anschlag vom Stadtbauamt einverlang! werden.
Weiter sind für drei Zimmer Oefen um
160 Marl erforderlich. In der Pferdestallung
sollen Aenderungen um 100 Mark. im Kuhstall
um 350 Mark orgenommen werden. Auch
der Eislasten ist auszubessern. sodaß sich ein Gesamtersordernis
von noch 690 Marl ergibt. Der
Betrag wurde bewilligt. Der Bau der Waschküche
wurde mit 17 gegen 6 Stimmen für notwendig
befunden. Dagegen wurden die vom
Pächter welter gewönschten Aenderungen in den
Wirtschaflslokalitäten mit allen gegen eine
Stimme abgelehnt.
Im weiteren Verlaufe der Sizung beschäf
tigte man sich noch mit der Sicherung der Broternäahrung
der Sliodtbevöllerung.
Sie verschwand in der Vonn#- und
Breitschwert rieb sich vergnügt die Hano
Wer die beiden dann Arm in “ durch
dre abendlichen Straßen schlendern sah, hätte sie
füt ein richigr Arbeiterliebespärchen gehalten,
das nach des Tages Last und Müuhe den freien
Abend in gusus Gesellichaft genoß.
Alreilschwerl bemühte sich, die Gewohnbeiten
der Arbeiter so täuschend wie moöglich nachzuahmen.
Beim ersten Glas Bier legie er seinen
Arm um Annas Taille, beim zweiten duzte er sie
schon und als er eben dar dritte angetrunken
batte, beriet er den Tag der Hochzeit mit ihr und
wie sie sich dann das Leben einrichten wollien.
Auf Erich von Winkelmann kam er an diesem
Abend nicht mehr zu sprechen, das behielt er sich
für den nächsten Sonntag vor, an dem ein größerer
Ausflug mit Tanzvergnugen verabredet wurde.
Der Erfolg entsprach diesmal durchaus seinen
Erwartungen. Freilich mußte er vorsichtig sein,
denn Winlelmann hatte sicherlich seine Späher
biwer ihm hergeschickt und die Tatsache, daß die
übsche Anna jent mit einem Arbeiter verkehrte,
war ihm wohl schon längast gemeldet worden.
Hofssentlich hatten die Späher ihn nicht in seiner
wahren Eigenschaft erkann
Er wurde sast arnch bei dem Gedanken
mid machte sich Vorwürse, daß er selbst Anna
nahe getreten sei. Irgend ein ibtkansster. Polizist
von außerhalb wäre schließlich eben dabin geklonrmen,
wie er. Unangenehm war es zu wissen,
daß man cinc geschickle Kenjunktur durch eigene
Dummheit vielleicht verdorben hal. Daß er auch
daran nicht gleich denlen lonnte. Nun, wenn es
diesmat 7nm wurde, daun konnte er seinen Beruf
überhaupt aufstecken, hatte er doch den wichligsten
E#ndsatz, erst zu denken und dann zu handeln,
na
m’' geradezu
lässigt... Nun, vielleicht gelang alles besser, als
man annahm.
Ter Sonntag kam und er lockte Tausende
von Menschen noch einmal vor die Tore Franlkfurls,
denn der Oklober zeigte im Scheiden sein
freundlichiier Geiicht. Warmer Sonnenschein lag
über den ####ld. : und es war trocken, wie an
einem Lochsommertag.
Breitschwert hatte sich zu rechter Zeit vor
.-. Hsiutichmct tgcncllt und war mit
dem sanber gepunten Tienstmädchen in den Stadtwald
binausgesahren, um durch einen Spaziergang
ein Alleinsein zu ermoöglichen. Waren sie
erst in cinen Tanzloral, so mußte es viel schwieriger
seln, d lädchen aus mfragen, als wenn sie
auf der sauberen Waldwegen in den warmen
Oktobersonnenschein lustwandelten.
Der Eriolg seines vorsichtigen Verhörs war
geradezu überraschend, denn er erfuhr, daß der
7 Annas sich augenblicklich in Berlin
„Und er schreiot dir von dort? Hör' mal, das
muß doch amshören.=Ach,
du deulst, das sind Lichee#e ?
ar soll er denn anders zu schreiben haben?“
Nein, nein, sorge dich nicht, er gibt nur
Auweisungen, wie ich das Hauswesen fuhren soll,
Bücher und so weiter.“
Tas gleube ich im Leben Ach- wenn er so
einer ant. der, lrohdem er eine Frau hat, einem
chen die GEir welspricht:
„Aber d u't dich dar uf verlassen,
hier 1,. nein kersn Vries, lich nur
erreicht, was Breitschwert in mühevollet
Kleinarbeit erstrebt hatte.
hielt den Brief des Gesuchten in der Hand, aber
die Adresse feblte leider
da,
Unverankwörtucher Wei# r. 1 l
die Kl#e des
EELILL
Colalnachrichten.
· Rosenheim, 24. Febr.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Josef Derl aus Kirchdorf a. H., Ersatzreservist
im Inf.-Reg.; Georg Schußmann,
Buneiimonn. zum Stoib in Finsterwald (Miesbach),
Gefreiter im 12. Res.-Juf.-Reg.; Bäckermeister
Blank aus Teisendorf; Grschestereisenree
Sangerer aus Teisendorf.
Das Eiserne Kreuz. Mit dem Eisernen
Kreuz wurden ferner ausgezeichnet: Karl Hromadni#,
Sohn des Kommerzienrates Hromadnik
in Pasing, Unteroffizier bei der 2. gemischten
Landwehrbrigade; Tanduehrmann Egid
Hartmann aus Adling (Glonn).
Justizdienst. Der Selretär am Amtsgerichte
Wasserburg Otto Heseler wurde an
das Amtsgericht Laufen und der Selrelär am
Amtsgerichte Laufen Joseph Mar Mayer an
das Amtsgericht Wasserburg, jeder auf sein
Ansuchen in gleicher Diensteseigenschaft in etatsmäßiger
Weise versetzt.
Postuverwaltung. WBesördert in etatsmähiger
Weise ab 1. Februar 1915 zum Pack
meister der Schaffner Michael Kleinhuber in
Wasserburg a. J.
Verboteue Haferverläufe. Durch
die Bundeorats-Bekanntmachung vom 13. Februar
1915 über rie Regelung des Verkehrs
mit Haser sind mit dem Beginn des 16. Februar
1915 über die Regelung des Verkehrs
räte an Hafer für das Reich, vertreten durch
die Jentralstelle zur Beschaffunn der Heeresversflegung
in Berlin, beschlagnahmt. Gleich-Usohl
wmurde am vergangenen Donnerstag von
zahlreichen Bauern aus der Umgegend Hafer
zur Rosenheimer Schranne verbracht und dort
ohne Genehmigung des zuständigen Kommunalverbandes
(Bezirlaamt an Pserdebesitzer
oder Händler verlauft. Diese Verläuse sind
nach 3 der genannten Bundesralo-Bekannlmachung
nich tig. Es wird daher nachdrücklichst
davor gewarnt, solche Verkäuse lünstig vorzuneh’nen,
ohnc torber die bezirlsamtliche Genehmigung
zu erholen.
Die Ge werbebanul Rosenheim hielt
am Mittmoch ihre Generalversammlung ab.
Nach dem Jahresbericht stellte sich der Gesamtumsag
1912 auf 1,5 Milenmn, 1913 auf
rund 2,2 Millionen und 1914 auf rund 3.2
Millionen Mark (wweiseitig). Das Konto für.
dreimonatliche Kündigung beziffert sich auf rund
30 000 Mr, für tägliche Kündigung auf 16 500
Mark, das Konto für laufende Rechnung auf
126990 Mark. Die Banken- und Scheck-Konti
erreichten 556 000 Mk. Der lebhafieste
Geschästsmonat war der Juli. Wesentliche Faktoren
an der Steigerung der Geschäftstätigleit
der Bank sind der Anschluß des Rabattsrarvereins
und die Verrechnung der korporativen
Arbeiten des Allgemeinen Gewerberereins,
hauptsächlich bei Behurden. Als eine
Warnung und einen Fingerzeig, wie man es
nicht machen darf, führt der Bericht folgendes
an: „Bei dem Bau von Wol#nhäusern einer
Vaugenossenschaft, welche die Hersiellung billiger
Wohnungen für kleine Leute bezweckie,
besteht die Tatsache, daß Gewer omeister für
Arbeiten, die zum Teil schon im November
und Dezember 1913 ferlig waren, von der
Unternehmerin bis heute noch keinen Pfennig
für ihre saueren Verdienste erhielten. Vertrauenb
auf die Solidarität des Unternehmens, wurden
die Leistungen der Deeilege von uns
zum großen Teil belehnt. Es ist Pflicht der Un
ternehmerin, daß sie urs sofortige Regelung
sorgt; durch Einsatz der Reserven, der Geschäftsamteile
und der Haftlsumme lönnte bei
gutem Willen die Kalamität aus der Welt
v# genan
auf den Slempel
a. sagte er,
Pestamtes
eingeprägt zu haben.
„Aber woher Krhi- du denn, wohin du seine
Sachen schiclen soll
Das ist kinmer - Adresse, die set eibi er
nicht auf. n hat er mir mündüch nesanl.
tl du, daß du die Adresse der Polizei
— zennn
„Ach, davon rede nur nicht, denn wenn er
so einer ist, den die Polizei sucht, so bringt er
mich sicher um, wenn ich ihn verrale. Nein, nur so
was nicht, jiur die Polizei aus dem Spiel tu
as ist ges dannlich. ns at u5
uͤderhaupt M wir rl. dhetcatei Aens
brauchen wir hache ihm nichts mete zu frage
„Ja, ja.“ antwortete Breitschwert und paßte
seiner Cigarre so stark vor sich hin,
esicht in eine Wolke von Damyf geden
Haua
daß sein
hüllt wa
e hreint Wohh, Vostlagernd an ihn?“
r% sach A 60 Kauptpostamt. “
„Und haf u 5,0 5* beschrieben?“
„Nein, i4 nuß aber heute noch einige Sachen
für ihn abschick
Da warf Vreischwert seine Cigarre weg und
sagte Laui
Du, a r*- # dit Cigarre ist schlecht.
mir wird so übel, machte
gans jämmerliches Gelnn ga S 4 Mödchen.
im Grunde ja ein gutes Herz hatie, ihn
osu cbesorgt. ansah.
r wollen doch lieber in die Stadt fahren
und sehen ob eine alhele offen ist, ich glaube,
ich habe 5. Micolinoert istun
„W t dent 8
aß i ein Gist, das manchmal in
*—' -
Ciaarren vorlommt.“
geschafft werden.“ Weiter sagt der Bericht:
„Die Hauptursache für das Emporschnellen von
Geschäft und Umsatz ist in bedentenden Militärlieserungen
zu finden, die infolge des Krieges
an das mit uns verlkehrende Gewerbe kamen.
Der Krieg brachte für verschiedene Branchen
namhafte, gut verdienstliche Aufträge. Die
rechnerischen Abschlüsse vollsichen. sich nach
allen Seiten ohne Störung. Die Aussicht, auf
absehbare Zeit diese erhöhten Umsätze dauernd
zu erhalten, ist wohlbegrundet.“ Der Bericht
erwähnt auch das Darniederliegen mancher gewerblichen
Branchen, so des Baugererbes, des
Kleinhandels. Auch die Beschlüsse zur Herbeiführung
eines Moratoriums sind erwähnt. In
dem Schlußwort heißt es: „Das Jahr 1914
lann für uns mit ideellen und materiellen Ersolgen,
mit ungebeugter Juversicht für die Zulunft
geschlossen werden. Offener Blick für
lommende Neugestallungen wird als besondere
Ausgabe angesehen.“ Der Mitgliederstand betrug
am 1. Janar 1915 113 Genossen mit
212 Geschäftsanteilen und einer Gesamthaft.
summe von 106.000 Das Ergebnis des
Berichtsjahres würde neben den satzungemäßjigen
Zuweisungen eine Dividende von 10 Pro-#em
ermöglichen. Der Gewinn beträgt Mk.
. Weiter wurden ertra zur Reserve
et und ebensoviel dut Hilfsteserve verwendet,
während 333.06 Ml. dem Abschreibefonds zugute
lommen. Es ergibt sich somit die höchstässi
Dividende ven 4 Prozent im Betrage
von 843. 90 Mi. Altiva und Pafsiva schlieben
mit 202 475.34 Mk. ab.
Peivalpakele an das Felaheer.
Vom 22. Februar ab sind Privatpäckereien
nach dem Feldheer bis zum Gemichte von 50
Kilo zugelassen, zunächst jedoch nur nach dem
Westheer. Die Beförderung zu den Militärdepot##
ersolgt bis 10 Kilo durch die Post (mit
Beglcitadresse Paletadresse ), von 10 bis
5½ Kilo durch die Eisenbahn (mit Frachtbrief).
Da die Einrichtung nunmehr dauernd beilehen
bleibt, liegt er im Interesse des Publikums,
Massenauflieserungen hintanzuhalten.
1. Alle Palele und Frachtstücke sind mit der
genauen Adresse sowohl des Absenders wie des
Empfängers zu bezeichnen, die auf dem Versandtstück
selbst angebracht sein muß. Anhänger
von Papier oder Leder werden nicht zugelassen.
(Auch das zuständige Militärpaketdepot ist anäugeben.)
2. Die Ver:, u. n mus se ud dauerhaft.
auch gegen ... ..lanossahig sein. Feste
Papplartons sind zur Verpacung geeigneter
als leichte Holzlisten. Dünne Pappkartons usw.
müssen in Leinwand eingenäht sein.
3. Es empfiehlt sich, soweit tunlich, den deullichen
Vermerk anzubringen: Falls unanbringlich,
zur Verfügung der Truppe.
4. Das Poüporto (bei der Auflieserung zu
entrichten) beträgt: bis 5 Kilo 25 Pfg., 6 Kilo
30 Pfg., 7 Kilo 35 Pfg., 8 Kilo 40 Pfg.,
9 Kilo 45 Pfg., 10 Kilo 50 Pfg.
5. Versandtstücke, die den Anforderungen nicht
entsprechen, sind von der Annahme ausgeschlossen.
Sind sie versehentlich übernommen worden,
so unterbleibt nachträglich ihre Weitersendung.
Die entstehenden Kosten fallen dem Absender
zur Last.
— horit Tu, da kommt eben die
Waldlallu, wollen wir doch so schnell wie möglich
nach Hause fahren.“
Breusehwert tallulierte so: Wenn Anna noch
heure dir vertangten Bücher und Gegenstände
nach Berlin schichte, mußte das Hauptpostamt,
wo Wintelmann sie abholen ließ, scharf bewacht
werden. Der Mann, der lam und W. 100 forderte,
mußte, wenn es Winkelmann selbst war, verhaftet,
wenn's einer seiner Genossen, verfolgt und beobachtet
werden.
Jetzt galt cs lein Zögern mehr, und kaum
bulte ich Breitschwert von Anna rerabschiedet,
eine Droschle heraurief und nach
ase fuhr.
Es bedurste der schärssten Vorsichtemaßregeln,
die arheb möglich waren, um vor den Augen
der ihn sicher beobachtenden Anarchistenst seine Meise
nach' Berlin zu verbergen. Virlleicht wäre es
besser gewesen, wenn er einfach Depesche gegeben
älte, daß man deujenigen Menschen, der
auptpostamte Briese und Sendungen *—
LV. 100 sorderte, verhaften, beziehungsweise beobachten
solle. Dies hätte vielleicht genügt, und
Breitschwert wäre auch ohne Zögern au biesen
Ausweg verfallen, wenn es sich nicht um Winkelmann
und den Klub Morgeirräte gehandelt hätte,
Verbrecher von aus. außerordentlicher Schlauheit,
die, wie er selbst, die Maßregeln vorauszusehen
pflegten und sie dann vereitelten.
Er mußte selbst am Hüa sein und subr
deshalb, diesmal aber nicht in der Ma##l#e#d#
Gepäckträgers, sondern ie der c#e ##ot *
#chmiasten und extravagant gelleide. u ungläne##
r kein Deuusch verstand.
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