Full text : Deutsche Soldatenbüchlein. Band 6. Anekdoten von Bismarck für unsere Soldaten. (6)

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Zu  unserem  nebenstehenden  Bild.

Bismarck  hatte  einen  tiefen  Zug  zur  Natur.
Selbst  im  Krieg  sah  er  im  Traum  die  von  goldner
Abendsonne  bestrahlten  Stämme  des  heimatlichen
Waldes.

„Sie  sollten  man  ok  hie  blieven“,  sagte
einer  seiner  Varziner  Tagelöhner,  der  krank  gewesen,
zu  ihm,  „dann  würden  Sie  noch  mal  so  frisch.“

„Ja“,  erwiderte  Bismarck  lachend,  „wer's  so
haben  könnte!“

Die  nicht  gerauchte  Zigarre  von  Königgrätz.

„Bei  Königgrätz,“  erzählte  Bismarck  einmal
bei  einer  Zigarre  nach  Tisch,  „hatte  ich  nur
noch  eine  einzige  Zigarre  in  der
Tasche,  und  die  hütete  ich  während  der  ganzen
Schlacht,  wie  ein  Geizhals  seinen  Schatz.  Ich
gönnte  sie  mir  nämlich  augenblicklich  selber
noch  nicht.  Mit  glühenden  Farben  malte  ich
mir  die  wonnige  Stunde  aus,  in  der  ich  sie
nach  der  Schlacht  in  Siegesruhe  rauchen
wollte.  Aber  ich  hatte  mich  schon  wieder  verrechnet.“


„Und  wer  machte  Ihnen  einen  Strich  durch
die  Rechnung?“

„Ein  armer  Dragoner.  Hilflos  lag  er  da,
beide  Beine  waren  ihm  zerschmettert,  und  er
wimmerte  nach  einer  Erquickung.  Ich  suchte