HNHummer od
enbeimer
—
dem Fernflug. Hiebei machten sich der Bayn.
Neroklub wie auch der Ballonführer, Herr Kl.
Oberpostinspektor Bletschacher durch uneigennüziges
Entgegenkommen veroient. Auch die
Anresenheit eines Vertreters des Zentrawereins
für die Gruppe Rosenheim, Herrn Reaferungsrat
Räubold, sei gern registriert. Das Unternehmen
schnitt zwar finanziell aus verschiedenen Eründen
nicht so gut als erwartet ab, löste aber bei den
Teilnehmern sichtliche Befriedigung aus.
In Bezug auf Verkehrsordnung und
sicherheit in der Stadt trat der Verein
mit verschiedenen Anregungen (Vorschriften für
den Fuhrwerksverkehr, Fiakerturnus am Babnhof
usw.) an den Staotmagistrat heran.
Zu sonstigen Verkehrefragen nahm der
Verein ebenfalls Stellung. An die banerische
Verkehrsverwaltung wurden durch Vermittlung
des Zentralvereins München mehrere Vorschläge,
Zugverbinoungen betreffend, eingereicht.
Hiervon ist die Verbindung mit dem Wiener
Schnellzug, an Salzburg 4.15 Uhr nachm., mit
dem Eilzug 14 antragsgemäß hergestellt worden,
was mit Dank an die benannten Stellen
erwähnt sei. — Um oie möglichst frühzeitige Er.
öffnung der neuen Bahn Rosenheim-Frasdorf
ist vom Verein unter entsprechender Begründung
petitioniert worden. — Ferner gab der Werein
mit eingehender Befürwortung des Stadtmagistrats
um die Errichtung zweier Motorvostlinien
ein, nämlich: Rosenheim-Griesstält und
Nosenheim-Au-Miesbach. Zur Zeit dieser Berichterstattung
finden durch die Kgl. Oberpostdirektion
diesbezügliche Erhebungen statt. Wir
hoffen, daß unsere Anträge, wovon letzterer auch
den Wünschen des Inngauverbandes entspricht,
sich verwirklichen lassen.
Der Verein wird auch weiterhin in ähnlicher
Weise bemüht sein, den Interessen des Fremdenrerkehrs
in Rosenheim und Umgebung zu dienen
und dahin zu wirken, daß unsere schon durch il#r
Lage und sonstigen Vorzügebeachtenswerte Stadt
mehr und mehr als Platz zu dauernder Anliedlung
erkoren wird.
Mit Interesse verfolgten die Versammlungsteilnehmer
diese interessanten Darleuungen.
Der Kassenbericht.
Im Anschluß daran erstattete der Kassier, Hr.
Spieß, den Kassenbericht über das Jahr 1913.
Der Abschluß bilanziert mit 2851,70 Mark in
Einnahmen und Ausgaben. Die 138 Mitglieder
des Vereins brachten Jahresbeiträge in Höhe
von 950 Mk. auf. Der Zuschuß der Staot betrug
auch in diesem Jahre wieder 500 Mk. Die
Ballonaufstiege im vorigen September brachten
807,74 Mk. Einnahmen und 936,27 Mk. Ausgaben.
Die infolge des regnerischen Wetters
notwendig gewordene Verschiebung der Ausstiege
brachte wesentliche Mehrausgaben mit
lich, sodaß das Enoresultat immerhin noch als
befriedigend angesehen werden kann. Aus den
Ausgaben möchten wir einen Posten besonders
berausgreifen. Es sind die Aufwendungen, welche
für Propaganda und Reklame in auswärtigen
Blättern, Zeitschristen usw. gemacht wurden.
Nicht weniger wie 1370,88 Mark hat der
Verein aus Eigenem für diesen Zweck aufgewendet.
Im Hinblick auf die Mittel, welche dem Verein
zur Verfügung stehen, ist das gewiß eine
sehr hohe Summe, mit deren Hilse ver Name
unserer Stadt und ihre Vorzüge von neuem in
weite Kreise hinausgetragen wurden. Diese Gelder
sind keineswegs nutzlos ausgegeben: man
darf sich nur vergegenwärtigen, welche aewaltige
Anstrengungen gerade auf dem Gebiete der Nelame
von anderen Städten von der Bedeutung
wie Rosenheim gemacht werden. Deshatt rich
ten wir auch hier einen Appell zum Beitritt als
Mitglied an alle, welche mit oem Fremoenverkehr
in Beziehung stehen und von ihm Vorteil
erhoffen.
Die Vorstandschoft.
Im weiteren Verlauf der Beratungen beschäftigte
man sich mit der Wahl der Vorstandschatt.
Zuvor wurde der bisherigen Vorstandschast,
namentlich dem eifrigen und rührigen
ersten Vorsitzenden, Herrn Bankdirektor Bewtler,
von einem Mitgliede der Dan' un die Anerkennung
für die bisherige Tätigkeit ausgesprochen.
Auch die Leibervereinigung sprach ihren
Dank für die Unterstützung aus, welche sie
bei ihrem vorjährigen Fesie durch Ueverlassung
von mehreren hundert Prosvrelten deim Verein
gesunden hat. Die Wahl selbst nahm einen sehr
harmonischen Verlauf. Einstimmig wurde die
bisherige Vorstandschaft wiedergewählt, neit
Ausnahme des zweiten Vorsitzenden, der von
seinem Posten zurückgetreten ist und eine Wiederwahl
ablehnte. An Stelle des Herrn Hotelier
Groß wurde Herr Bahnhofrestaurateur
Karpf zum zweiten Vorsitzenden gewählt. In
der Besetzung der übrigen Aemter tritt eine
Wenderung also nicht ein. Der erste Voriitzend:
versprach, auch in Zukunft nach besten Kräften
für Rosenheim und seine Inieressen wirken zu
wollen. Diese Zusicherung wurde äuherst beifällig
begrüßt. Ferner wurde Herr Bankoirektor
Beßller auch zum Gruppenvorsitzenden im Münchener
Fremdemwerkehrsrak gewählt.
Anregungen für die Zukunft.
Schließlich wurden noch mancherlei Anregungen
für die Zukunft gegeben. Zunächst wurde
auf den Fiakertarif wiesen, der bereits
keit 25 Jahren in Geltung ist. Seine deczeitigen
Sätze hätten verschiedene Wilrkürlichkeften im Gekolge
gehabt. Deshalb wurde der Veremn ersucht,
einer Revision #ieses Tarifes näher zu treten.
Der Männerturnverein hatte auch sein Projekt
über die Herstellung eines eisernen Steges über
die Mangfall beim Sommerturnpkat unterbreltet.
Die Kosten betragen ekwa 2000 Mk. Terschiedene
Teile der alten Innbrücke sollen bei
der Herstellung des Steges Verwendung finden.
JZum Schluß besprach man noch mehrere Fragen,
die mit dem kommenden Volkefest in Zusammenhang
stehen.
Wir möchten unseren Bericht nicht schließen,
ohne allen, die dazu in der Lage sind. die Unterstützung
des Fremdenverkehrsvereins ans Herz
zu legen. Die Interessen, die er vertritt, sind di:
Interessen der Stadt Rosenheim. Deshalb duf
wohl angenommen werden, daß die Zahl seiner
Mitglieder noch eine wesentliche Erweiterung
finden wird. Es wäre daher sehr zu begrüßen.
wenn die kommenden Tage zahlreiche Neua“-meldungen
bringen würden. Die intensive Betätigung
auf dem ganzen Arbeitsgebiete erfordert
den Anschluß neuer Kräfte. Möge dieser
Appell überall willig Gehör finden!
Colalnachrichlen.
Rosenheim. 19. März.
Das Dienstauszeichnungskrenz für
freiwillige Krankenpflege“ wurde für
20jähriges und längeres Wirken im Interesse
des Roten Kreuzes verliehen an: Zoegler Johann,
Direktionsdiener in Rosenheim, Hölzl Sofie,
ias 2 sich g 1 : sp 2 34 in
Traunstein, Leonbacher Barbara, Medzzinalratsgattin
in Traunstein und Pfeiffer Elise,
Landgerichtsarztensgattin in Traunstein.
Die Lage des Arbeitsmarktes. Nach
dem Bericht des städt. Arbeitsamtes für Februar
1914 war die Lage des Arbeitsmarktes im
letzten Monat sehr schlecht. Bei der Landwirtschaft
war ein großes Ueberangebot an Knech
ten vorhanden, da die Landwirte mit der Einstellung
sehr zurückhaltend waren und nur ganz
junge Knechte mit geringem Lohn eminstellten,
wodurch eine große Zahl von Knechten nicht
untergebracht werden konnte. In allen übrigen
Branchen war die Geschäftslage sehr ruhig und
ein großes Ueberangebot arbeitsloser Leute vorhanden.
Nur in Sägebetrieben war es annêhernd
zurriedenstellond.
Der Flottenverein Rosenheim ist
von der Ortsgruppe Kufstein des österr. Flottenvereins
zu einem Fesilonzert eingeladen worden,
das am Samstag den 21. März im Eggersaale
daselbst stattfindet und mit einem Lichtbildervortrage
verbunden ist. Die Kapelle de
Inf.-Reg. Nr. 28 aus Innsbruck besorgt die
Musik. Die Veranstaltung sindet aus Anlaß des
10jährigen Bestehens des österreich. Flottenvereins
statt. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn
in freundnachbarlicher Weise der Einladung zahlreich
Folge geleistet würde.
Zugsverkehr München-Rosenheim-Bo#zen.
Die Schnellzüge 10 (bayer.) /19
(österr.): München-Hbf. ab 8.20 vorm., Kufsiein
an 9.55. Bozen an 3.20 nachm. und 18
(ösfterr.) 11 (bayer.): Bozen #b 4.05 nachm.,
Kufstein an 9.35 abends, München-Hbf. an
11.08 nachts, verkehren im Sommer 1914 während
der ganzen Fahrplandauer, sohin schon
rom 1. Mai an und bis 30. September. Mit
Rücksicht hierauf werden diese Züge im heurigen
Winterdienst (1913.14), in dem sie für den
Osterverkehr nur vom 28. Märt bis 25. April
verlehren sollten, auch in den letzten Tagen
des Monats April (26. bis einschließlich 30.
April) gefahren.
Die nächste Gesellenprüfung findet
am 6. April in Rosenheim statt. Anmeldungen
dazu können noch bis zum 22. März an Herm
Schuhmachermeister Stefan Funk in Rosenheim
gerichtet weroen.
Selbstmord auf dem Wenoelslein.
Auf dem Gachen Blick fand man am Mittwoch
mittag die Leiche des von München bereits seit
einigen Tagen abgängigen Bankbeamten Erust
Neuhof von der Pfälzischen Bank. Der Unglücliche
hatte sich erschossen. Er stand in den zwanziger
Jahren. Bei der Leiche fand sich ein Brief
an seine Mutter in München und ein Zettel,
auf dem die Bitte stand, man möge ihn auf
dem nächsten Frieohof beerdigen. War den
jungen Mann in den Tod getrieben hat, is
noch nicht bekannt. Die Leiche wurde mit dem
Abendzug nach Brannenburg hinuntergeschafft.
Indie Fremdenlegion verschleppt.
Der Stationemeisterssohn Johann Vlepon.
Wasserburg kam als 10jähriger Junge in das
Haus des Oekonomen Isidor Sommerer in
Mariaberg. Er war dort bis zu seinem achtzehnten
Jahre, als ihn die Lust anwandelte, in
Frankreich sein Glück zu suchen. Er kam inPdie
Gegend von Belfort und siel dort einem Werber
für die Fremoenlegion in bie Hände. Kurze
Zeit darauf war er auf afrikanischem Boden
der verhaßten Legion eingereiht. Dort ergeht
es ihm recht schlecht, wie aus den an seine Angehörigen
gelangten Briefen von ihm hervorgeht.
Das soll wieder eine Mihnung sein für
alle jungen Leute, welche ebenfalls Sehnsucht
—
nach Frankreich hegen sollten.
Eine falsche Anzeige. Vor einigen Wochen
meldete der Polizeibericht die Entwendung
eines Mantels im Dienstzimmer des hieligen
Transitgebäudes im Bahnhof Rosenheim. Jetzt
wird uns mitgeteilt, daß dieser Mantel vom betreffenden
Packmeister bei einer Dienstreise nach
München im Packwagen hängen gelasten wurde
und nun von München-Ostbahnhof zurückgeschick
wurde. Es dürfte am Platze fein.
bei derartigen Anzeigen vorsichtiger zu sein,
damit grundlose Verdächtigungen des Personals
hintangehalten werden.
Hufik und Thealer.
Frühjahrskonzert des Orchestervereins.
Am nächsten Sonntag gibt der
Orchesterverein Rosenheim sein diesjähriges
Frühjahrskonzert. Ein Blick auf das Programm
zeigt, an welch hohe Aufgaben der
Verein sich wagen kann unter der rührigen,
fachmännischen Leitung seines tüchtigen Dirigenten.
Wie immer ist der erste Teil des
Programms ernster Musik gewidmet. Introduktion
und Chor der Friedensboten aus Richard
Wagners Rienzi wird den Abend eröffnen.
Dann folgt die 5. Symphonie von
Ludwig van Beelhoven, dessen Todestag, der
26. März 1827, übrigens dem Tage des Konzertes
ganz nahe liegt. Die „Fünste“ gilt
wohl mit Recht als eine der gröhten Schöpfungen
des gewaltigen Tondichters, ja als eine
der größten Vertreterinnen der Galtung Symphonie
überhaupt und es bedeutet sicher eine
Tat, wenn der Orchesterverein die Nosenheimer
Musikfreunde mit dem sehr schwierigen
Werk belannt macht. Vielleicht ist es nicht
unangebracht, auf den Bau und die Idee des
Werkes kurz einzugehen. Der Grundgedonke
der Symphonie ist: durch Kampf zum Sieg.
Wie aus Stein gemeißelt stehen vier Noten zu
Anfang des ersten Satzes (Cmoll), das Baumaterial,
aus dem eigentlich der ganze erste
Sah gestaltet ist. Mit erdrückender Wucht
werden die vier Noten einen Ton liefer wiederholt,
dann wogt es wild durcheinander in
qualvollem Kampfe, ständig pocht das Thema
fort, es erdrückt das zweite Motio, das
beruhigen möchte, es wird mitgerissen und versinkt
im Strudel der Aufregung des Kanwfes.
Nur zwischenhinein drohen mit schrecklicher
Kraft jene vier Anfangsnoten, sie erregen den
Ram: mimer mehr, bis er mit ein paar wuchtigen
lurz abgerissenen Schlägen ein gewaltsames
Ende findet. Der zweite Satz (As dur)
bildet einen schroffen Gegensatz zum unruhigen
ersten. Milde tröstend tragen die Celli und
Bratschen eine liebliche Melodie vor, das Orchester
stimmt freudig ein, in überraschendem
Uebergang erklingt mit Pauken und Trompeten
ein kriegerischer Marsch in C dur, dumpf
Aollen die Bässe, das erste Thema erscheint
wieder in etwas veränderter Form, wiederum
stolze Marsch, wieder das Zurückkehren
zum ersten Thema, diesmal mit aller Kraft,
von den Bässen wiederholt, nochmals der
Marsch und dann klingt der Satz aus, nicht
ohne daß manchmal düstere Stimmungen ihre
Schatten hineinwerjen. Der dritte Satßz ist
im gewöhnlichen Somppyonicaufban des Scherzo;
in der „Fünften“ fehlt diese Bezeichnung
wohl nicht zufällig. Zwar pocht der heitere
jTakt in diesem Satß (Cmoll), aber düster
inat es, die Leili und Bässe bringen ein unruhig
bewegtes Motiv, die Geigen antworten
llagend, dann rollen sich übersimzende Läufe
wild lärmend übereinander hin, doch das tolle
Treiben vermag den Kampf nicht zu enden
der Anfang des Satzes kehrt wieder, immer leiser,
verklingend, endlich nur mehr von den
Streichinstrumenten pizzicato vorgetragen. Doch
die Panke pocht fort, rascher, rascher, das
Orchester rafft sich auf und glänzend trikt das
Siegesthema ein, das den letzten Satz eröffnet.
Dieser letzte Saz (C-dur) ist eine Siegesfeier
voll hohen Schwunges, das Werk in
mächtiger Steigerung hinanführend zu großartigem
Schluß. Der zweite Teil des Programms
ist „populärer“ Musik gewidmet und
wird mit einem „Kaiser-Friedrich-Marsch“ eroffnet.
Es ist dem Occesterverein gelungen,
den besten Militärtrompeter Münchens, Herrn
#n Krug, Hoboist im 2. Inf.-Rgt., zu geinnen,
der seine Kunst in einer Phantasie
jür Piston, „Edelweiß vom Semmerin-“, zeigen
wird. Es solgt ein amerikanisches Volkslied
„Old Folks at home“ für C]eicherchester.
Im weiteren Verlauf wird noch manche
Walzermelodie und manches Potpourri erklingen,
den Schluß bildet der vom Dirigenten dem
Verein gewidmete Marsch „Heil und Sieg“.
Das Programm läßt ersehen, daß jeder Besucher
des Konzertes, das heuer im Hofbräusaale
stattfindet, auf seine Nechnung kommen
wird. Wir wünschen, daß der Abend den glänzenden
Verlauf nimmt, den wir bei den Konzerten
des Vereins gewohnt sind. J. W
— ——
Oberb. Aktiengeselschaft für Kohlenherpdan
in München. Der Aufsichtsrat
beschloß, der für den 23. April 1 Js. einzuberufenden
Generalversammkung nach Abschreibungen
und Rücklagen oie Nerteilung einer
neunprozentigen Restdividende aus dem Gewinn
des Jahres 1913 in Vorschlag zu bringen.
Frestag, 20. März 1011
—.....——————0
Die Gesamtdioidende pro 1913 beträgt demn.
nach wieder 14%.
Landgericht Traunstein.
Traunstein, 18. März. Wegen Vergehens
gegen das Nahrungemiltelgesetz standen die
Gastwirtseheleute Johann und Maria Stein.
auer aus Altenbeuern vor der Straflammer.
Sie waren beschuldigt, ihren Dienstboten in
der Jeit vom Oktober bis zum Dezember 191)
mehrmals verdorbenes Fleisch zum Eisen gegeben
zu haben. Steinauer wurde indessen freigesprochen,
während seine Frau wegen eines Folle:
mit einer Woche Gesängnis davonk#m. — Der
Taglöhner Franz Velmer von Ocxing ist im
Sommer 1909 bei seinem ehemaligen Dien-=herrn
Furtner in Sonnwichs bei Bruckmühl eingestiegen.
Da er indessen einen Schrank ni#t
öffnen konnte, stand er von einem Diebftahl
ab. Andererseits entwendete er dem Limonad:.
sabrikanten Bruckner in Bruckmühl 20 Mk. G:
wurde jetzt zu vier Monaten Gefängnis vekurteilt.
—
Leble Nachrichlen.—
München, 19. März. Heute morgens enlgleiste
in Oberau ein Güterzug. Dadurch wurden
die Gleise für Ein= und Ausfahrt längere
Zeit gesperrt. Die Personenzüge mußten umparkiert
werden. Der Materialschaden isi nur
gering.
KTeöczesee, 19. Méärz. Dem Besiher des
Schwesel-Bades Wiessee ist vom K6.
nig gestattet worden, die Quelle „König Lud,
ig III.-Quelle“ zu neunen.
Parie, 19. März. Bei Tours wurde 3R,
stern ein 16jähriger Kassenbote von einem
bisher unbelannten Täter seiner 5000 F.
enthalltenden Tasche beraubt, erdrossel: und
dann an einem Baum ausgehänat.
Rom, 19. März. Das Konsistorium
wird kurz nach dem Osiersest zwischen dem 25.
und 30. April zusammentreten. Dem Vernehmen
üüeach sollen, abgesellen von der P.
lanonisation des Erebischofs von Vreslau, i
deulsche Bischöse den Kardinalehnt erhallten.
Vergnügungsanzeiger.
Stadtlinematograph. Nur noch heuie
Donnerstag gelangt „Atlantis“ von Gerbard
Hauptmann zur Vorführung, das Wunderwer
der Insszenierungskunst, das allgemeine Vewi.n
derung findet. Vorstellungen sind um 2, 4, 6
und 3 Uhr. Für Samstag iit das elememtre
Filmwerk der Welt auf dem Spielplan: „DTi.
rol in Waffen“, ein Andreas Hofer-Filn.
Der Stadtlinematograph hat mit hortender
Kosten das Allein-Aufführungsrecht für Nosenheim
erworben. (
Wetterbericht
für Freitag den 20. Januar 1914.
Sturmfeld bleit auf dem Ozean. unr Abtrennung
lleinerer Störungen zu erwarien.
NWarktberichte. W
Rosenheim, 19. März. Hauptviehmarn
Mittesasienmartt). Gesamtanftrieb: 1081
Stück: 281 Ochsen, 345 Kühe, Stiere und Ninder,
218 Kälber, 175 Saugschweine, 12 Pferde.
Marltpreise: Pro Zentner Lebendgewicht Ocksjen
40—347 Ml., Stiere 3240 Mk., Käller
48—32 Mk.; pro Stück: Kälberlühe 250 bis
600 Mk.; Saugschweine 15—20 Mk. Teuo#
jögernd. Nächsier Monatsviehmarst: 2. Amil.
Die Zufuhr erfolgle in 40, die Abfuhr in 55
Waggons.
Mühlorf, 17. März. Der heutige drü#tt
Fastenpfer demarkt war nicht so gut be
sucht ale der zweite. Auch wenige Händes
waren am Platze. Handel mittelmäßia. Am
lommenden Dienstag den 24. März sindet dabier
der allbekannte Mittefasten-Waren,, Het#-vieh=
und Pferdemarkt statt.
Retienheimer Schranue vom 19. März 1911
—
2 tarl ·
6 summt
F#r1 — 5—
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EMIIEEEEE
H# 20Elegoste sl 765 l
Saatheber 8—8.50 4.
Tolenliste.
Feldkirchen: Andreags Hofmeisier, peul.
Wechselwärter, 79 Jahre.
Bad Aibling: Elise Müller, geb. Mai,
Privatiersgattin, früher in Miesbach, 71
Tegernsee: Ludwig Baumgartner, Hotelitt
und Pächter des Hotels Guggenmot. 38 J
Rott a. J.: Ursula Rottmoser, Privaticte.
Holzhausen Altötting: Joses Gründd, ehemaliger
Maierbauer von Holzhausen, zulest
Pferdehändler in Altötting, 65 Jahre.
alsbach: Georg Maier, Kronhuberbauen
63 Jahre. ·
Tittmoning: Johann Kreill, Oekonomieund
ehem. Brauereibesitzer, 49 Jahre.