Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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tirte.  Den  Schluß  machten  die  koͤniglichen  Bauern  von  Amak.
Wahre  Freibauern,  in  Sitten  und  Verfassung  ihrem  alten,
nordhollaͤndischen  Stamme  treu.  Was  auch  von  fremdem
Blut  ihnen  allmaͤhlig  sich  beigemischt  hatte,  war  hollaͤndisch
geworden.  Welch  ein  Glück  wäre  es  für  den  damaligen  Bauernstand
  in  Dänmark  gewesen,  wenn  sie  als  Repräsentanten  und
Beispiele  desselben  hätten  gelten  konnen!

Sie  knieten  alle,  so  wie  sie  schwuren,  parthieenweise  auf
einer  niedrigen,  vor  dem  Thron  eigen  dazu  cingerichteten  Bank.
Nur  wie  das  Schwören  an  die  Coppenhagen'sche  Bürgerschaft
  kam,  so  gieng  Rectz  von  der  Bühnec  herab,  und  nahm
von  einzelnen  Compagnien  die  Huldigung  ein.

Der  Eid  selbst  war  für  alle  eben  derselbe,  nur  daß  einige
  wenige  Worte  nach  der  Person  des  Schwrenden  sich
änderten  ?).  Jeder  vom  Reichsrath,  Adel,  Geisilichkeit
und  der  Deputation  des  dritten  Standes  wurde  nach  abgelegter
  Huldigung  vom  König  und  der  Königin  zum  Handkuß
  gelassen.  Bei  den  Amaker  Bauecru  aber  fand  man's
schicklich,  blos  einen  statt  aller.  So  kahl  aber,  ohne  ein
Wort  weiter  zu  sagen,  konnte  dieser  nicht  hinweggehen.  Es
gieng  ihm  wohl  von  Herzen,  wie  er  seinem  guten  König  mit
den  Worten  die  Hand  gab:  „Friederich!  Möge  doch  jeder
  zu  Schanden  werden,  der  nicht  Wort  hält  ½3)!

Daß  am  Ende  des  Akts  dreimal  das  grobe  Geschütz  auf
dem  Walle  der  Stadt  und  auf  den  Schiffen  im  Hafen  gelöst
  wurde,  auch  Bürgerschaft  und  Soldaten  ihr  gehoͤriges
dreimaliges  Salve  gaben,  bei  dem  Rückzuge  von  dem  Volk

*)  Der  Eid  ist  wie  jeder  solcher  Huldigungseid;  nur  daß  neben
dem  König  auch  immer  das  königliche  Haus  genannt  war.  S.
das  Formular  bei  Molesworth  I.  c.  S.  71.

*)  S.  das  Tagebuch  bei  Riegels  (deutsch)  I.  c.  S.  45.