Das europaͤische England stand dadurch neben Europa
und war nur noch die „Kraftzentrale“ fuͤr das „weltumfassende
Gebaͤude“.
Es war fruͤher ein Axiom der englischen Politik, daß
sie stets gegen die größte Seemacht des europaͤischen
Festlandes gerichtet war (Spanien, Holland, Frankreich).
Nicht etwa, daß Albion alle Wirren des Kontineuts
vorbedacht angezertelt hätte — das hieße der englischen
Politik zuviel Finesse zurrauen — aber es wußte
sie stets geschickt für seine Jwecke aus zunutzen. Und
instinktio unterstützte hierin die öffentliche Meinung die
Politik der Regierung. Dieses Ariom hat sich bis in
die Gegenwart in der englischen Policik erhalten. Als
das neuerstandene Deutsche Reich zu einem der größten
Handels= und Exportstaaten wurde, als es Kolonien erwarb,
als es gar aufing, eine starke Flotte zum Schutze
dieser seiner Interessen zu bauen, erwachte das Mißtrauen
und die Eifersucht Englands. Die handelspolitische
Konkurrenz führte zu einem natürlichen Gegensatz
zwischen den stammverwandten tändern. Aber
erst die oft üäberlaut betriebene Flottenagitation in
Oeutschland — mehr noch als der Flottenbau selbst —
machte diesen Gegensatz akuter:). Sie lieh den deutschvon
den verschiedensten Rassen, Rellgionen, Gesetzen, Sitten, Gewohniie
England will uns des Imperialismus beschuldigen!
1) Im Jahre roos sagte mir der Auge Botschafter Graf WMetternich:
„Oie Flocte könnten wir wohl bauen, aber die provokatorische Art der
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