Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1852. (29)

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Diese  Abthellung  begreift  alle  Renten  oder  Dividenden  aus  auf  Gewinn  berechneten
Actienunternehmungen,  sofern  und  soweit  das  betreffende  Unternehmen  nicht  der  württembergischen
  Gewerbesteuer  unterliegt.

Es  ist  nicht  nur  der  Betrag  der  Actie  oder  sonstigen  Einlage  in  Spalte  2,  sondern
auch  der  der  Rente  oder  Dividende  (§.  2,  Ziff.  3)  mit  Einschluß  des  etwa  daneben  noch
besonders  zu  bezlehenden  Zinses  in  Spalte  4  je  von  demjenigen  Verwaltungsfahr  einer  solchen
  Unternehmung  anzugeben,  dessen  Schluß  in  das  betreffende  Steuerjahr  fällt.

Ist  die  Rente  oder  Dividende  zur  Zelt  der  Fasston  noch  nicht  festgestellt,  so  ist  der  Bezug
  des  nächstvorangegangenen  Jahres  der  Fassion  zu  Grund  zu  legen,  wenn  aber  in  dem
letzten  Jahr  ein  solcher  Bezug  noch  nicht  stattgefunden  hat,  so  ist  der  Anthell  an  der  Unternehmung
  überhaupt  (3.  B.  der  Betrag  der  Aktien)  vorläufig  zu  fatiren,  die  Angabe  der  Rente
oder  Dioldende  selbst  aber  für  das  nächste  Jahr  vorzubehalten  und  hier  die  Steuer  nachzuholen.

Derartige  Renten  und  Dioldenden  sind  auch  dann  zu  fatiren,  wenn  für  dieselben  Steuerbefreiung,
  wegen  behaupteter  Beiziehung  der  betreffenden  Unternehmung  zur  Gewerbesteuer
angesprochen  wird.  Ueber  den  Anspruch  auf  Befreiung,  welcher  zugleich  mit  der  Fassson
schriftlich  vorzubringen  ist,  entscheidet  das  Oberamt,  und  in  zwelfelhaften  Fällen  das  Steuercolleglum.


#5.  17.
Vormerkung  von  Capitalien  und  Renten  zu  späterer  Nachholung  der  Steuer.
(Pränotatlons-Verzeichniß.)

Von  solchem  Einkommen  aus  Capltalien  und  Renten,  worüber  am  Anfang  des  Etatsjahrs
  (dem  1.  Juli)  entweder  ein  Gant  oder  ein  Ciollrechtsstreit  anhängig  ist,  sowie  von
dem  zur  Zeit  der  Fasston  nach  §.  16,  Ziff.  5  noch  nicht  bekannten  Einkommen  aus  auf  Gewinn
  berechneten  Unternehmungen  wird  die  Capitalsteuer  für  das  laufende  Jahr  nicht  angesetzt,
  sondern  nur  vorgemerkt.

Jedoch  hat  der  Steuerpfllchtige  in  den  zwei  ersten  Fällen  die  betreffenden  Capitalien  und
Renten  im  Einzelnen  unter  Angabe  des  Betrags  der  Forderung  und  der  rückständigen  Zinsen
  und  unter  Benennung  der  Gerichtsbehörde,  bei  welcher  der  Gant  bezlehungsweise  Rechtsstreit
  anhängig  ist,  in  dem  letzteren  Fall  die  Einkommensquelle  auf  die  in  &  16,  Ziff.  5  vorgeschriebene
  Weise  anzuzelgen,  auch  über  den  Stand  der  Sache  je  in  der  folgenden  Fasston
Nachweis  zu  geben.  Nach  erfolgter  Erledigung  des  Gantes  oder  Rechtsstrelts,  beziehungs-