Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Kummer  242

liche  Angriff  am  14.  Okt.  zu  beiden  Seiten  der
cFi  xibahnminie  Bitolia-Lerin  (Florina)  mit  ungeheuren
  Verlusten  für  die  Franzosen  aboewi
sen.  Vor  der  Front  eines  unserer  Bataillone
allein  haben  wir  484  Leichen  „darunter  vier
von  Offizieren,  brerdigt.  Im  Laufe  der  zwei
lezten  Tage,  am  14.  und  15.  Okt.,  machten  die
Serben  unerhorie  Anstrengungen,  um  uniere
Front  an  der  Cerna  zwischen  den  Ortschaften
Brod  und  Stopschirir  einzudrücken.  In  der
Nacht  rem  15.  auf  16.  Okt.  vollführten  die
Serben  nacheinander  acht  sehr  erbitterte  Angriffe
  in  demselben  Abrchnitt,  wurden  jedoch
mit  großen  Verlusten  zurückgeschlagen.  Unsere
nsanerie  ließ  sie  bis  zu  den  Stacheldrahthinderni#en
  ihrer  Schützengräben  herankommen  u.
schlug  unerschütterlich  alle  acht  Angriffe  ab,
orouf  sie  durch  Gegenangriff  die  Serben  in
ihre  uriprunglichen  Stellungen  zurückwarf.

Die  Kämpfe  in  Mazedonien.

Wien,  16.  Okt.  Die  „N.  Fr.  Pr.“  erfährt
aus  Sofia:  Die  Offensive  Sarrails  gegen  den
rechten  bulgarischen  Flügel  ist  volltommen  lahrngelegt.
  Der  Gegner  lann  keinerlei  Vorteile
mehr  erringen.  Die  Kämpfe  am  Cernaflatz
waren  lebbhaft.  Ein  weiteres  Vororingen  ist  aber
fur  die  Entenietruppen  unmöglich,  solange  der
Fluß  ielbst  nicht  in  ihren  Händen  ist.  Der
Feind  verwendet  deshalb  dort  seine  Hauptllräfte.
  Seine  Angriffe  stoßen  auf  den  hartnäckigsten
  Wideritand.  Trotz  der  ungeheuren
Opfer  bleibt  der  Cegner  siet?  an  derlelben  Stelle.
  Bei  dem  Dorse  Skopschio#r  scheiterten  sechs
rasch  aufeinanderfolgende  Angriffe;  das  gleil
de  Scdiesal  hatt.n  die  Angrisfe  an  der  Steuma
  und  am  Wardar.  Die  Hoffnung  der  Entente,
  bald  siegreich  in  Monastir  einzuzichen.
lann  als  aussichtslos  betracht:t  werden.  (.J).)

Zum  Jahrene  ag  des  Eintritts  Bur.
arieus  in  den  Krieg.
Sosia,  16.  Olt.  Zum  Jahrestag  des  Ein-Lritts

  Bulgari:ne  in  den  curopäischen  Krieg  hat
Generalissimus  Zekom  einen  Armeebefehl  erlas.
sen,  in  dem  er  die  Rotwendigkeit  des  Ringens
bervorh.  bt,  die,  selldem  sich  die  Bulgaren  auf
der  Baikanhalbinsel  am  Kreuzungspunk.  grober
  bistorischer  Straßen  niedergelassen  hoalten,
inuner  für  die  Geschicke  der  bulgarischen  Rasse
richtunggebend  waren,  und  auf  den  Zustand
der  zu  Boden  geschmenterten  Serbien  hinweist,
das  vergebens  seine  letzten  Kräfte  gegen  die
bulgarische  Front  aufbraucht.

Noch  erbärmücher,  sagt  Jrlow,  wird  das  Los
der  wortbrüchigen  Walachen  sein.  Die  unerhörleu.
  tierischen  Greuellaten,  die  sie  an  wehrlosen
Frauen  und  Kindern  begangen  haben.  halien
sie  uit  Schmach  und  Schande  berett.  Diese  ciner
seigen  Nation  cigenen  Grausunleinen  werden
Euren  Grimm  und  Euren  Nachedurst  nur  beleben.
  Nach  den  zermalmenden  Schlägen  von
Tutrakan,  Dobric  und  Rjahovo  sieht  der  vor
Furcht  zitternde  Walache  Eure  furchtbare  Nächerfauft
  uber  sein  Haupt  exheben  und  zählt  bereits
  die  Tage,  die  ihm  noch  zu  leben  verblei
ben.  Wir  werden  ihm  mit  Gottes  Hilfe  und
mit  dem  machtigen  Beistand  unserer  starken
Verbündeten  den  Gnadenstoß  versetzen  und  Rumänien
  wird  unschädlich  gemacht  sein.

Der  Tagesbefehl  fährt  sodann  sort:  Das
Ringen  um  die  Verwirklichung  der  Einigung
unserer  Rasse  ist  noch  nicht  beendet.  Unsere
zahllosen  Aiide  sind  geschwächt,  aber  noch  nicht

chen.  Sie

—J
=

niedergebr  werden  versuchen,  den
Krieg  in  2.  Länge  zu  ziehen  in  der  Hoff.
nung,  ihre  Lage  zu  verbessern,  und  unsere

Kraft  all.  in  wird  sie  zwingen  können,  sich  vor
unserem  Willen  zu  beugen.  Sie  werden  zu  der
Erkenntnis  gelangen,  daß  der  Bulgare  es  vor.
zieht,  eher  ruhmooll  zu  e.  ben,  als  oi  Schande
  der  Niederlage  und  der  Kuechtschaft  zu  ertragen.
  Der  Sieg  gehört  demjenigen,  der  bis
zum  Ende  wird  widerstehen  können.

Die  achte  Isoszoschiacht

Berlin,  16.  Okt.  Ueber  die  achte  Isonzo-Schlacht
  wird  der  „Täglichen  Rundschau'  von
dem  Kriegsberichterflatter  Friedrich  Nowak  von
dem  Standort  einer  Division  am  Karst  unter
dem  15.  Ollober  gemeldet:

Jmmer  iesenhafter  zeichnet  sich  das  Bild
der  achten  Foenzo-Schlacht.  Die  ersien  drei  Invranterie.
  Kampftage  zeigten  eine  solche  Massieung.

  von  Truppen,  wie  sie  bisher  unüberrrof.
sen  im  Wellkriege  dasteht.  Auf  bestimmten
Fronlabschnitten  von  drei  Kilometern  stürmten
zum  Beispiel  nicht  weniger  als  16  festgestellte
Regimenter,  denen  außerdem  einige  Bersagliert.
bataillone  angegliedert  waren.  Es  rannten  a#so-He-
  diese  diel  Kilometer  50  000  italienische

dalen  an.  Ercgen.  4  ganz  schmale  Linie

einer  ————  t  Infanterieregimenter

por.  a  die  Man  bis- 



 

 

 

U  A-  J-unmr  g##é#z#%  erde-  4--h".  —  —

 

her  aus  den  Isonzo  ·  Schlachten  kannte,  sind  jett
weit  überholt.  An  vielen  Sseen  kamen  sie
in  zwanzig  Wellen.

All  die  gewaltigen  -  enware:  fri
sche  Truppen.  Was  bis  zu'dieser  O  ffensive  in
den  Schützengräben  gelegen  haue,  uar  Ner
ausgenommen  und  durch  neue  Korps  abgelöst
worden.  Alle  Regimenter  waren  mit  Marschsormationen
  aufgefüllt  und  fast  aile  überzüh.
lig.  e  frisch  und  unverbraucht  sie  in  den
Kampf  zogen,  erhell:  daraus,  daß  namentiich
im  Südabschmtt  lnige  Offnuiere  ihre  Line  zu
Pferde  in  den  Szurm  fuhrten.  Sie  alle  fielen.
  Diese  so  glänzend  vorbereitete  und  mit
zahlenmaßig  weit  uberlegenen  Ktäften  geführte
und  mit  Munition  nich:  nur  aus  den  Hunderten
von  Fabrilen  FKaliens,  nicht  nur  durch  Amerila,
  sondern,  wie  neuerlich  feslgesiellt,  auch
aus  Frankrrich  unterstutzte  ÖOfensive  in  vennoch
mißlungen.  Von  der  ersten  Phase  der  achten
Isomo.  Schiacht  darf  man  behaupten,  daß  sie
erledigt  ist.  Der  Durchbruc  der  Jialiener  ist
nicht  gelungen.  Sie  lonnien  das  Görzer  Hugellond.
  von  der  Conen  Hochfläche  nich:  treunen.
  Der  Weg  nach  Triest  ist  fur  sie  noch

immer  mit  gleich  larken  Riegeln  abgeiperrt,
wie  bisher.
Du  cinz'ge  bisher  ron  den  Jialienern  erreichte

  Ersolg  ist  Nora  Vas,  u?  wir,  teilweise
uner  dem  Druck  der  Uebermach:  und  um
italieniscke  Stellungen  beser  flanlieren  zu  lönu.
  u.  unsere  Truppen  in  cine  vorbereilet  Rut.
haltstellung  zuruckgenommen  haben.  Auf  einer
Snecke  von  drei  Kilometern  ziehen  sich  jeyt  un
sere  Stellungen  6000  bis  00  Schritte  hinter  der
ursprunglich  n  Linie  hir.  Die  Italiener  foigten
unseren  Truppen  auch  auf  diese  gewiß  sehe  lune
Entsernung  nicht.  Sie  schickten  nur  Patronilicn
sodaß  es  Möglich  wurde,  da  und  dort,  #o  cs
nötig  Var,  di:  Stellung  durd,  10)  Schritie  Lach
rückwärto  ʒ  zu  verbessern.  Die  entfslandene  Bucht
in  unserer  Surllung  von  Nors  Vas  in  für  die
Jialiener  nicht  besonders  gumtig,  da  sie  dort
unter  komentrisches  Artilleriefeuer  genommen
merden  lönnen.  Der  Erfolg  von  Nora  Baz  inun
die  Italiener  täglich  ein  Regimert  kosten.

Die  i#allen'schen  Verluste  betragen  im  Durch.
schnitt  60  bis  70  v.  H.  Nach  Aussagen  der  jungst
gemachten  Gefangenen  wurden  veele  Regimenter
so  geschwäd  t.  daß  man  sie  aus  de:  Linie  nehmen
mußle.  Festgestellt  wurde  aber.  daß  man  solch
geschund:  e  und  aus  dem  Kampf  gezogen:  Re
gimenter  schon  vierundzwanzig.  Stunden  später
wieder  einsenen  muhßte.  Diese  furchterlichen  Verluste
  während  der  drei  eriten  Infanteriela:  pf
tage  haben  die  Italiener  gezu  ungen,  am  nier.
ten  Tage  durch  eine  verhältnismäßige  Ruhe
ihren  Generaliturm  zu  unterbrechen.  Sie  haben
einc  jolch  nahnsinnige  Menge  von  Munition
rerschosten.,  daß  zuerst  wieder  die  Heranschajsung
  neuer  Munitionsmassen  notweneig  gewor.
den  ist.  Auch  ihre  großen  #  Offiziersverlune
fühlen  sie.  Einen  Maßstab  für  diese  bekommt
man  ersft  bei  der  Erwägung,  daß  auch  bei  den
pefangenen  Truppen  die  Zahl  von  51  DOPffi.
zieren  eine  riel  höh-re  Zisser  darstell,  ais  lie
eigentlich  der  Zahl  der  gefangenen  Mann.
schaft  entsprid  t.  (3.)

Zur  neuen  Offensive  am  Isonzo  sagt  Stege
mann.  Die  Kämpfe  sind  zu  einem  erbillecten
Ringen  auf  einer  Front  von  30  Kilometern  geworden,
  gemischt  aus  Angriff  und  Gegenangriff
und  von  beiden  Teilen  mit  rücsichtslosem  Opsermur
  ausgesochten.  Ein  Durchbruch  ist  micht  ersolgt
  und  auch  eine  Abdrängung  des  Unken
Füügels  der  österr.  ung.  Front  noch  nicht  gelungen.
  Die  achte  Isonzo-Schlacht  ist  unzwerselhaft
als  ein  mit  den  größten  Mitteln  vorbercit#ter
und  mil  außerster  Anstrengung  durchgefuhrter
Versuch  zu  betrachten,  die  linke  Flanke  einzudrucken
  und  die  österr.  Isonzo-Armee  nach  Norden
  aufzurollen.  lange  dies  nicht  gelingt,
bleibt  auch  diese  Offensive  wie  die  an  der
Somme,  die  in  Wolhynien  und  Galizien,  an
der  Struma  und  Cerna  eine  Druck.  u.  Zerreibungs-Offensive,
  aus  der  Entartung  des
Krieges  zum  Siellungokrieg  geboren,  Operationen,
  die  erst  am.  Ende  elolg  oder  Endmißtriolg

  gemelsen  und  gewurdigt  merden  #unen,

TLuduig  Ferdinand,

 

An  der-Bahre  König  Ollos.

München.  16.  Olt.  Se  Tuauerseiz  -b  n
(«.—’nlßdc.-lbcl,cnRoms-»Kann
den  leuic  ihren  Absch-  *-i  in  dem  seierlichen  e

cuien,  zu  dem  sich  Uie  am  Be  isetzungstag  ge  eine
zahlreicke  abwerversammtung  in  der  noch  im
Trauerschmuck  prangenen  I18  .  Hofkird,e
  eingefunden  hatte.  ’*  *  schwarzen
Miesenbaldachin  stand  der  lichtumstrahlte,  von
Blumen  reich  umfäumte  Katasall,  zu  bessen  beiden
  Seiren  ÖHifite  ere  und  Hartsäiere  die  Eh
renn  ache  hielten.  Das  Könizspaar,  die  Herzegm
von  Kalabrien,  die  Prinzen  Karl,  Nornrad.
Alfons  und  Herzog  Cheistopb.
  sow  e  samlicke  Prin  nessin  en  nahmen  an
der  Feier  leil.  Das  diplomat.#sche  Korps  und  die
Minister  naren  rolhahlig  erschienen.  Anwesend
Waren  serner  die  Direktorien  beider  Kammern
der  Landtages.  die  Loschargen,  Kgl.  Kämme
rer,  die  Ge;  neral#tat.  zahlreiche  Öffbiere,  Ver.
treiungen  der  Kof  und  Staatebramiten,  das
Keiulorkorps,  dar  Magi'tcats.  und  #hememdeto!
  legiums.  der  Lerschiedenen  rei  ligiofe  n  Orden
u.  u.  Die  Trauerfeier  begann  mie  der  Bigil.
an  die  sich  das  Requiem  mit  Libera  ichloß.  Das
Neuie  eni  hielt  46  vinal  Ert  bischof  Dr.  von
eilinger  unter  Asiis  der  Hofsgeintlichkeit.
Mian  rere  Bischofe  und  vee  des  Landes  wohrten
  im  Preebterium  der  Feier  bei.  Während
de?  Requiems  sang  die  lonigliche  Volalkapelle
das  Requiemn  ron  Cherubini  für  Chor  und
Orchester  und  darauf  das  Libecu  von  Reuller.

 

 

Ka  dlant  Beitingee  an  der
Weslfconk.

tnünchen.  16.  Oit.  Kardinal  Treb  schof  Dr.
ron  Belunger  #l  Samsiag  nachmittage  mir
seiner  Begleilung.  Onapftular  Dr.  Buchberger
  und  Geheimselretär  Dr.  Graf  Prey#ng.
ron  seiner  Reise  zum  Besuch  de:  bayerischen
Truppen  an  der  Weitfrom  mieder  nach  Munchen
  zurückgekehrt.  Der  Kardinal  verlieh  am
25.  Sepiember  Mund  en  und  hiell  am  soigenoen
Tage  in  Straßburg,  wo  er  als  Gast  oes  Vi.-scheis
  Dr.  Fritzen  weilie,  in  der  latholischen
Caru#ssonslirche  einen  seierliden.  Militärgottesdienst
  mi:  einer  Ansprache,  in  der  er  den
Dant  des  Naterlandes  und  den  Geuß  des  Landeshelrn
  an  die  bapyerischen  Tiuppe:  übermttelte.
  Darnach  hielt  er  eine  Konierenz  der
Felrg  elichen  ab,  begab  üch  abend?  nach  Colinar.
  uo  er  am  folgenden  Tage  einen  feirrlichen
  Gottesdienst  in  der  Garnisonsk  de  lelilme
und  Lnann  mohrere  Feildlazarell:  und  die  M.
ü#ltärfriedlöse  in  Sulzbach  und  Colmar  #2e
suchte  Am  28.  Septembder  ermunterte  und
tröitete  er  die  Landeslnder  im  harten  Wasen.
dienit  u:  einent  Gottesdienit  an  der  Grez—
mart  des  Reiches  und  besuchte  noch  mehrere
Feldlazarette.

JTFuann  giag  Ldie  Reise  nach  dem  festiich  geschmuckten
  Schirmeck,  wo  der  Kardinal!  eben-He.
  Gonesbient  hiclt,  dann  uber  den  Donon,
dessen  Besatzung  er  mit  Ansprachen  erfreute,
nach  Saarburg  und  am  3.  S:pt.  nach  Meh,
wo  im  biichöflichen  Palais  Absteigequartier
denommen  wurde.  Am  Sonntag,  den  1.  Olto-Uer,
  zilebeieete  der  Kardinal  in  der  Karh:-orale
  einen  feierlichen  Gottesdient  fur  die
buyeruche  Besahung.  Tags  darauf  wurd.  ein
Goltesden#  in  St.  Mihiel,  11.  Kilometer  vom
Feinde  enne.  gehalten.  Nach  einem  Besuch
  der  Truppen  in  ihren  Waldlagern  und  den
Felolaz  a#etien  erfolgte  die  Rückkehr  nach  Metz.
Am  5.  Oltober  sand  in  Gegenwart  des  Kardiuols
  En  Konfeie#z  der  Referenten  für  Tie
Ctapp#n,  die  Armeekorps  und  selbständigen  Divis.
  nen  slatt.

Daran  anschliebend  fuhr  Kardinal  v.  Bettinger
  zum  Hauptquartier  des  Kronprinzen  Rupprecht.
  um  diesem  seine  Aufwartung  zu  machen.
In  den  solgenden  Tagen  erfolgte  die  Abhallung
  weiterer  Gottesdienste  sowie  der  Besu
ron  Lazaretten  in  Cambrai,  dessen  Ml.litärsriedhof
  dabei  einer  Besichti  F  —

wurde,  in  Douai,  Lomme,
mines,  wn  auch  den  #os  —

Mittwoch,  18.  Oktober  1916

abgestaltet  wurde,  in  Haubourdin,  Lille,  wo
bayerische  und  andere  Feldgeistliche  sich  zu  einer
Konferenz  Kereinigt  haiten,  und  in  Waprein.
Am  10.  Oktober  abends  wurde  Brüussel  er.
reicht,  in  dessen  St.  Gudulakirche  der  Kardinal
  am  folgenden  Tage  einen  feierlichen  Mi.
liilärg#ottesdienst  unter  Anteilnahme  des  16##
meralgouverneurs  Frhrn.  v.  Bissing  und  zahl
reicher  Offunere  und  Mitglieder  der  Verwaltung
  hielt;  nachm  tlags  sanden  Andach  ten  in
einigen  Kriegslazare:  ten  und  eine  Ner
sammlung  im  Soidat  n#eim  mit  Ansprach'n  der
RNardinals  stalt.  Am  12.  Onl.  wurde  nach  cmem
U.eileren  Gottesichn  im  Kriegslazaret  V  nach
Lulisch  gefahren,  dort  ebenfalls  Gottesdienst
in  der  Kathedrale  gehalten  und  dann  ki##
Heimte  se  uber  Koln,  wo  der  Kirchenfürit  den
Kardinal  von  Harimmann  besuchte  und  den  zu
seinen  Thren  feülich  beleuchteten  Dom  besickligte.—
  naa)  Muncken  anget’eien

Der  Rardinal  sprach  sich  Belannlen  geger
irber  ĩehr  beftiedigt  nber  den  Verlauf  seiner
Neie  aus.  die  ihm  Einblick  in  den  Ernst  des
Krieges,  aber  auch  in  dus  Gottvertrauen  und
di:  nchwolle  Einordnung  unferer  Soldaten  i#
bl.  besehenden  Verhalinisse  u.  in  ihre  Piiicht
erfullung  gewahrt  r*P  Diese  haben  etmas  Wil
lig:Verlandiacs,  da  jeder  Soldat  wisse,  daß
er  ler  Erfullnng  !5  stoßen  Gemeinschafte
werier  dienc.  desen  sexreice  Vollendung  aune

  n.  ierite  Zehn'iucht  erh  offt.  Aus  uber  da
pon  allen  Stellen  ecwiesene  vorbindlich
ELLLIIIIIIIEII
citennend  aus

Sozlale  Rundschan.

München.  16.  Olt.  An:  :2.  Oli.  waren  25
Ichre  lerfiofien,  seiidem  der  Verdand  su  de.
scher  jath.  Arbeiterrereine  gegrüundet  m####r-.
Fun  tath.  Arbeiterverern:  befstanden  damat

r  inn

 

 

  
 

1r.  München.  U'er  Führung  des  damal  vee
Stadtbierroredigers  Güg  beriefen  eie  fu-li
Präside:  auf  den  12.  Okl.  1291  nack  MO3

chn  eine  „Kor  [fere  suddeuscher  Arbeiterber
rr  Froitdes“  ein,  der  insgesamt  27  Herten
beic#ohnten.  Die  Zahl  der  kath.  Arbeiterrereine
in  Suüddeutschiand  war  damals  noch  recht  dür'-tig.
  Nach  dem  Mainzer  Katholitentag  184.
nmurde  1819  in  NRegensburg  der  erste  tath.
Arbelrerverein  gegrunde::  von  1819  bie  1375
emunlanden  nur  funf  eiiere  Nereine  in
Baäuern.  Als  der  Katbolikentag  im  Ambern
12384  dann  das  Fundament  unserer  beurigen
lai.  Arbeitervereine  gelegt  ha  te.  entüc#:  47n
ron  1335  bie  leG“  in  Vauern  weilere  10.  ;
Wurnember  5  und  in  Baden  8  Vereine.  A  le
»insollusi.inauiderMiinchneksiosifsisn
inkiancbaib,1Ininn«.e«iie-ch.oienireds
Geiadi7ugr.j.1.-iisi  lisicksdcierand  niiridelt


suimledenæ  EINIGE

 

«  «lii.  WLLTiBIleduneibeidcr
Eine  Isidsk  Ultncnqcizclcnucitxkebiki
.i«isi1,-e:«31ngei«ltdeiweelnchaiiyini

)«ol.,.iu—·.nii-Mulbkini1.deJsii.1).hsit,ivi
.ecitqiiniltickqciiieiiiiai«ii.i»Icincin»Hm
ber  Kar  Unterhößel  eine  aroße  Jah.  dom  Le
derfabriten  dei  der  Zuteilung  der  Hän  lte  und
(Verbitoffe  durch  Sa  iebungen  begunftigt  und
dadurch  Sammiergelder  lon  minde:  nens  Murl
211.00  in  enem  Jahr  erhalten.  De:  Vorgarg
hat  i.  den  Kreifen  der  reellen  rednn
lic  große  Erregung  veruriacht.  Der  Verei?

gen  das  Betech  ungsunmesen  h:  v.läufig  96.
en  26  bedeutende  Lederfähriken  Strafantrag
geitelli.

Gießen.  16.  Olt.  In:  Tiedtchen  Amon
burg,  auf  einem  33  Meter  hoben  Balsainlegel
des  Ohmtales  gelegen.  wurde  das  Uralte  Kl.
i:ergebãäude.  Stiit  agenin  t  durd  ein  Schaden
deuer  böllig  eingeaicher:  Unmitteibar  neben
oer  Brandstaite  erheb:  sich  ein:  a.igotische  K
de  auf  derfelben  Stehe.  wo  einn  der  hl.  Bo
jabtus,  der  Avor#tcl  der  Drurtschen.  die  critern
Teufen  vollzog.

Wicn,  In.  On.  Wic  die  Blatier  aus  Serleuo
  melLen,  jarb  vor  einigen  Tagen  der  we.
der  Anschiages  auf  Erzherzog  Franz  Fer
zu  ledenslanglideni  Kerter  rerur  teille
m  Militargefangnis  Nöllendorf.

dgen
dnaid
Kororic

von  Wuritemberg
und  Graf  Zeppelin.

Daß  der  König  ron  Wurttemberg  zu  261
ersien  und  treuesten  Förderern  gehört,  die
Graf  Zeppelin  bei  der  Erfüllung  seines  Lebens
nertes  gefunden,  war  bisher  schon  in  engeren
Kreisen  betannt.  Nun  finden  wir  in  der  gennummer,
  die  die  Zeitschrift  „Ueber  Land  und
Meer“  zum  265jahrigen  Regierungejubilaum
de:  Königs  herausgibt,  ein  schönes  und  auf
alußreiar  Dankesbekenntnis  des  Grasen  e

velin,  den  die  Redaktion  der  genannten  Zeitschrift
  um  eine  Aeußerung  zu  dem  festlichen  Tag
gebeten  hatte.  Graf  Zeppeln  schreibt:  „Woh.
nennen  die  Schwaden  met  Stolz  ihr  Württem.
berger  Land  die  Wiege  der  Zeppelin-Lust
schiffe,  die  die  Begeisterung  des  ganzen  deut.
chen  Volkes  aus  der  Asche  des  Echterdinger  Op.
ers  einst  neu  erstehen  ließ,  und  von  denen

—  —

 

heute  in  unserem  Daseinsringen  eine  wesentliche
  Mitwirkung  zur  Niederzwingung  u