Vortrag des Lyrischen.
Die gift'ge Viper dir die Ferse stechen.
Entschlummre sanft in lauer Nacht, beim Klange
Verbuhlter Lauten — und der Wand entkreucht
Der Skorpion, die tückische Tarantel.
Der Sonne Glutstrahl brütet Seuchen aus
Und schlägt den Leib mit Aussatz und Geschwür.
Der Boden selbst, auf dem du fußen willst,
Ist trügerisch. — da drunten gärt die Hölle,
Der Abgrund reißt sich auf und speiet Flammen,
Die Erde bebt und über deinem Haupte
Bricht das Gewölb' zusammen, stürzt der Turm!
(Hoffnungslos.)
An jeder Ecke lauert Meuchelmord;
Der Weiber brennend Auge zehrt das Mark
Der Helden auf, der Freundesbecher ist
Vergiftet. —
O Priester Zeus', hast du den Raben auch,
Der Sieg mir zu verkünden schien, verstanden?
Hier war ein Rabe, der mir prophezeit,
Und seine heisre Stimme sprach: das Grab.
Geisterstimme, hohl, sehr krüftig und hart.)
Du Wütrich teuflischer Natur,
Frech gegen Mensch und Gott und Tier,
Das Ach und Weh der Kreatur
Und deine Missethat an ihr
Hat laut dich vor Gericht gefodert,
Wo hoch der Rache Fackel lodert!
Fleuch, Unhold, fleuch, und werde jetzt,
Von nun an bis in Ewigkeit,
Von Höll' und Teufel selbst gehetzt,
Zum Schreck der Fürsten jederzeit,
Die, um verruchter Lust zu fronen,
Nicht Schöpfer noch Geschöpf verschonen.
Sie geht von a bis i. (S. § 26.)
Das Joch soll stehen, das uns zwingen sollte 12
Auf, reißt es nieder! T
Venedix, Die Schönheit des Vortrags. 4. Aufl. 11
ülferufen vor.
orte aushallen. Das
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§ 79. Die dumpfe Tonart hat zu ihrem Gegensatz die
In der Mitte zwischen
beiden Tonarten liegt die Tonart a. In ihr kommt namentlich
das Rufen, das Ausrufen, das
Tonfarbe rufend ist laut, läßt die
Zeitmaß belebt, aber nicht zu schnell.
Die