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stimmenden Momente haben jedoch infolge einer den Erwartun—
gen der Regierung nicht entsprechenden Entwicklung des parla—
mentarischen Lebens an Aberzeugungskraft verloren. Die Diätenlosigkeit
hat die Funktion eines Sicherheitsventils für die
präsumierten sozialistischen Begleiterscheinungen des allgemeinen
Wahlrechts, wie nach den politischen Erfahrungen von über
40 Jahren mit Sicherheit behauptet werden kann, nicht im geringsten
erfüllt. Ja man kann sagen, daß das Diätenverbot, wie
es der Artikel in seiner Fassung vor dem Jahre 1906 ausdrückte,
bei der relativen Gleichgültigkeit der bürgerlichen Parteien
gegenüber dem zielbewußten und strupellosen Vorgehen der Sozialdemokratie
geradezu geeignet war, die umstürzlerischen Bestrebungen
der letzteren zu fördern, statt zu hemmen. And dies
aus folgendem Grunde: Während die bürgerlichen Parteien
dem politischen Kampf mit ehrlichen Mitteln fochten, gelang es
der Sozialdemokratie durch ihre verhetzende Agitation, der kein
Mittel zu schlecht war, nur allzu bald, eine große, immer mehr
anwachsende Schar um sich zu sammeln. Durch trügerische Vorspiegelungen
und unerfüllbare Versprechungen erreichten sie es,
unter Ausnützung der größten menschlichen Schwäche, der Anzufriedenheit,
nicht nur daß viele für die sozialdemokratischen
Kandidaten ihre Stimmen abgaben, sondern auch, daß dieselben
willig ihre sauer verdienten Groschen zur Förderung der sozialistischen
Ideen hergaben. Dieser, die bürgerlichen Harteien im
höchsten Maße beschämende Opfersinn hatte zur Folge, daß sich
die sozialdemokratischen Kassen füllten und die Organisation
über Geldmittel verfügte, die die der bürgerlichen Parteien bei
weitem übertrafen. Hierzu kam noch, daß sich der Amsturzpartei
allmählich kapitalkräftigere Elemente anschlossen, teils aus kluger
Berechnung, teils aus politischem Ehrgeiz. Daß letztere große
Diss. Danco. 2