Metadata : Bavaria. Landes und Volkskunde des Königreiches Bayern.

628  Oberpfalz  u.  Regensburg.

Die  Veste  Rosenberg,  ein  nach  dem  Tode  Gebhards  von  Hirschberg
heimgefallenes  Reichslehen,  wurde  den  Herzogen  Rudolph  und  Ludwig!)  mit
Sulzbach  verliehen  und  war  in  die  obbeschriebenen  Verpfändungen  eingeschlossen.
  Die  zu  dieser  Veste  verzeichneten  Güter  sind  in  den  heutigen  Laudgerichten
  Sulzbach,  Amberg  und  Vilseck  zerstreut  und  bilden  kein  geschlossenes
Territorium.

Berge  und  Anhöhen  umschließen  den  einzigen  Markt  dieses  Landgerichtes
Königstein  so  gedrängt,  daß  man  ihn  erst  bemerkt,  wenn  man  ihn  erreicht
hat.  Nach  den  auch  anderweitig  im  Landgerichte  Sulzbach  erscheinenden,
davon  benannten  adeligen  Landsassen,  aus  denen  Gelphrad  de  Chungestein
(vor  1140),  Wirnt  de  Chunegestein  (1184)  und  Ulricus  de  Kinigestain  (1229
u.  1252)  als  Zeugen  vorkommen,  folgten  in  Königstein  die  Seckendorf  und
v.  Breitenstein,  welch  Letztere  mit  den  Pfalzgrafen  wegen  der  Landsasserei  in
Breitenstein  Frrungen  hatten.  Diese  Veste  hatte  Herzog  Otto  für  Brandenburg
  von  Karl  IV.  mit  in  Pfand  erhalten;  sie  fiel  an  Herzog  Stephan  und
(bei  der  Theilung  von  1393)  an  dessen  gleichnamigen  Sohn.  Von  denen  von
Breitenstein?)  mußten  (nach  Hund)  die  Nürnberger  das  „Hochgericht  oder
Galgen“  zu  Lehen  empfangen;  allemale  durch  zwei  Rathsfreunde,  die  einen
Lorenzer  Gulden  zu  Lehengeld  gaben.

Die  bei  Illschwang  in  Kühnhof  und  bei  Ratzenried  (1756  und
1779)  eröffneten  Grabhügel  mit  den  darin  entdeckten  Werkzeugen  deuten  dar-Berlin.

  Nicolai  1741.  Dem  hier  gebornen  Direktor  der  k.  Hof=  und  Staats-Bibliothek
  Pbilipp  von  Lichtenthaler  wurde  eine  Gedenktafel  an  seiner  Geburtsstätte
  errichtet.

Beide  Herzoge  gaben  Rosenberg  (1314)  Rudger  dem  Punzinger  in  Burghut,

wofür  er  einen  Hof  und  Garten  zu  Lehen  hatte.  Gleichzeitig  waren  hier  gesessen

die  Lengenfelder  und  die  Franken  (noch  1343  u.  1357).  Die  Voiten  von  Rosenberg,
  die  nach  dem  Salbuch  von  1326  den  Zehenten  von  4  Huben  in  Hannbach
  hatten,  verkauften  (1357)  zwei  sreieigene  Huben  in  Ekkersvelt  (im  Salbuche,
  Ehevrelt,  9  Huben).  In  der  Folge  bildeten  sich  daraus  drei  Burgbuten

(der  Kemnater,  Doles  u.  Stiebar).  In  Letzterer  succedirten  (1543)  die  Erlbecken;

dieser  Antheil  kam  mit  dem  Kemnatischen  (1592)  an  Pfalzgraf  Ott  Heinrich;  im

andern  treffen  wir  (1613)  Lüchaw,  (1619)  Götzengrüner,  (1655)  v.  Freudenberg,

  darauf  kam  er  an  Sulzbach.

*)  Ihnen  gehörte  auch  das  später  v.  Harsdorfische  Patr.-Gericht  Eschenfelden,
dessen  Kirchensatz  und  Vogtei  Graf  Gebhard  von  Hirschberg  (1301)  an  Kloster
Kastel  geschenkt  hatte.  Von  ihnen  erwarben  es  die  von  Tanndorf,  Schlüßelfelder
  u.  s.  w  Hermanns  von  Breitenstein  Wittwe,  Kunigunda  verkaufte  (1315),
5.  Febr.)  ihr  Gut  zum  Loch  unter  dem  Breitenstein  an  Engelthal  um  94  Pfd.
Haller,  worauf  die  Breitensteiner  nachmals  Ansprüche  erhoben,  die  (1323)  beseitigt
wurden.  Ein  Erhard  Eschenbeck  von  Loch  einte  sich  (1377)  mit  seinem  Schwager
Heinrich  dem  Kümmersbrucker  um  Hermann  des  Ammerthalers  Nachlaß.

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