Contents : Major Menzels Dienstunterricht des deutschen Infanteristen.

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Kolonien.-“)

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s—iZ  Z  5  —  Unsere  Kolonie#n
Kolontal-  haben  folgenden  Zweckr  Dentmänze.

„1.  Sir  sollen  Rohstoffe,  die  wir  zum  täglichen  Leben  brauchen  und  in  nusern
Fabriken  verarbeiten,  uns  billig  liefern.

2.  Sie  sollen  Absatzgebiete  für  die  Waren,  sein,  die  in  den  deulschen  Fabriken
  her  gestellt  werden.

J.  Sie  sollen  einen  Teil  der  deutschen  Auswanderer  in  sich  aufnehmen.

4.  Sie  sollen  Stützpunkte  und  Kohlenstationen  für  unsere  immer  mehr  und
mehr  wachsende  Kriegs=  uny  Handelsflotte  sein.

1.  Teutsch-Ostafrika.

Die  Kolonie  ist  doppelt  so  groß  wie  das  Deutsche  Neich  und  liegt  ganz  in  der
beißen  Zone  auf  einem  gewalligen  Hochvlateau.  Dos  höchste  Geblimge  von  Alsrika,  der
Kilimandscharo,  und  die  geößten  Seen.  Viktoria.,  Tanganjika-,  Rjassa-See  gehören  ihr
an.  Daos  Klima  ist  tropisch,  die  Mewohner  setma  10  Millionen)  sind  Neger.  Hauptstabt:
  Daressalam  mit  gutem  Hafen.  Haupthanvelserzeugnisse  sind:  Kautschuk,
  Hanf,  Rinder,  und  Ziegentelle,  Kopra  (Aern  der  Kokosnuß,  der  zu  Slen  und  Seife
verarbeitet  wird),  Kafsee  und  Baumwolle.  Die  Schutlzuppe  besteht  aus  Negersoldaten
unter  deutschen  Olfizieren  und  Unterofüzieren;  neben  der  Schutztruppe  gibt  es  noch
eine  starke  Polizeltruppe,  die  ganz  ähmich  zusamtn#ngesetzt  ist  wie  die  erstere.

      

2.  Teutsch-Sübwestafrika.  (Skizze  siehe  Seite  XXXV.)

Die  Kolonie  ist  eiwa  11½/3  mal  so  groß  wie  das  Deutsche  Reich  und  liegt  zur
Hälste  in  der  idlich  gemähigten,  zur  Hälfie  in  der  heißen  Zene,  ebenso  wie  Ostakriko
au  einem  gewalligen  Hochplateau.  Die  Flüsse  führen  mu  kurze  Zeit  im  Jahre  Wasser,
der  Boden  ist  mit  Gras,  nahrbaften  Sträuchern  und  Dorubusch  bestanden  Das  Klima
ist  gefund.  Die  nite  in  geringer  Zohl  vorhandenen  eingeborenen  Bewohner  sind  Neger
(Owambo,  Herero,  Hottentottenl.  Haupistadt:  Winohnk.  Hafenstädte:  Swakopmund
und  Lüderitzbuchl.  Südwestafrika  ist  unfere  Hauptsiedelungskolonie;  es  leben  dort  schon
etwa  13  000  Europäer,  bie  größlenteils  auf  ausgedehnten  Farmen  Biehzucht  betreiben.
Haupihbandekserzeugnisse  sind:  Dinmanten,  Kupfer  und  die  Erzeugnisse  der
Viehzucht.  Die  Schutztruppe  besteht  nur  aus  weißen  Soldaten,  ebenso  die  Polizeitruppe,
  die  man  mit  unseren  Gendarmen  vergleichen  kann.

3.  Kamernn.

Die  Kolonie  ist  größer  wie  Deutschland  und  liegt  ebenso  wie  Deutsch=  Ostakrika
mitien  in  der  heißen  Zone.  Sie  ist  zum  großen  Teil  mit  undurchdringlichen  Uewäldern
bedeckt,  in  denen  eine  seuchtwarme,  für  den  Europäer  nicht  zuträgliche  Treibhausluft
herrscht.  Die  Bewohner  letwa  2½  Millionen)  sind  Neger.  Hauptstadt:  Dualoa  mit
gutem  Hasen,  Sitz  des  Gouverneurs,  in  dem  am  Hange  des  großen  Kamermberges

*)  Nuszug  aus  dein  vom  fKrlgtatsetttum  empfohlenen  Lucgleiln:  „Nas  misssen  wir  ven  uuse##

Kelenie  wisen?“  von  Hauptmann  BSebner  (00.  Tausenbd).  Preis  0.30  M.,  Verlag  Mub#rlu#  Welther,
Berlin  W  16.